Was braucht man für Wohnungskatzen?

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15 Antworten

Hallo Jekanadar,

du brauchst:

  1. Eine zweite Katze zu der ersten dazu. Ein Freigänger kann draußen Kontakt zu anderen Katzen halten, eine Wohnungskatze hat diese Möglichkeit nicht. Einen Katzenkumpel zum spielen, raufen, kommunizieren können wir Menschen einer Katze nicht ersetzen, egal wieviel Mühe wir uns geben und auch dann nicht wenn wir rund um die Uhr da wären und sie bespaßen würden. Es sollten definitiv zwei Katzen sein, damit sie nicht sozial verarmen.

  2. Kratzmöglichkeiten. Ein Kratzbaum, gerne auch ein paar Kratzbretter, mehrere Bäume etc. sollten in der Wohnung vorhanden sein. Hat die Katze nicht genug Möglichkeiten ihre Krallen zu schärfen oder zu klettern, wird sie es früher oder später an den Möbeln auslassen.

  3. Zum Thema Klettermöglichkeiten: Katzen lieben die Höhe. Da fühlen sie sich sicher und haben einen guten Überblick über die Lage. Gerade wenn mal Besuch kommt oder was ungewohntes in der Wohnung passiert gehen die Katzen gerne erstmal auf eine möglichst hohe Position um sich das von dort aus anzusehen, die Lage einzuschätzen und erst dann mischen sich viele unter's "Volk". Ein Kratzbaum ist dafür unerlässlich und wenn man seiner Katze eine Freude machen will, kann quasi eine weitere Ebene in seiner Wohnung einbauen, Wandregalbretter zwischen Kratzbaum und Schrank ermöglichen das Herumlaufen. Es gibt auch Liegemulden die man auf dieser Höhe anbringen könnte und über verschieden hohe Regale oder Regalbretter kann man an einer andere Stelle einen zweiten Auf-/Abstieg ermöglichen. Das würde den Miezen sicherlich auch gefallen.

  4. Ausreichend Klos. Wenn die Katze Freigang hat, kann sie sich aussuchen, wo sie hin macht. Da sind viele Katzen in der Wohnung dann nicht so wählerisch, weil sie außen ja die freie Wahl haben. Eine Katze die nur in der Wohnung lebt, kann sich nur dort erleichtern. Von ihrer Natur aus sind sie es aber gewöhnt, nicht immer an die gleiche Stelle zu machen. Darauf folgt: Viele Katzen haben die Vorliebe, ihr kleines und großes Geschäft örtlich zu trennen. Und viele Katzen teilen ihr Klo nicht gerne mit anderen Katzen. Bei zwei Miezen sollte man deshalb mindestens drei, im Idealfall vier Katzenklos in der Wohnung verteilen.

  5. Ausreichend Raum. Es gibt keinen Richtwert was die qm-Zahl angeht. Je größer desto besser ist es natürlich, aber auch in recht kleinen Wohnungen ist es in Ordnung für die Katze (vor allem wenn man mit einer extra Katzen-Ebene arbeitet). Es sollte jedoch mindestens soviele Räume wie Katzen geben (und diese sollten auch ständig zugänglich sein für die Tiere), damit sich die Miezen auch mal aus dem Weg gehen können wenn sie gerade mal ihre Ruhe haben wollen. Ein Balkon ist auch super, frische Luft schnuppern und in der Sonne braten lieben auch die Wohnungstiger. Jedoch: Wenn es einen Balkon gibt auf den die Katzen dürfen, muss dieser unbedingt durch ein Katzennetz gesichert werden. Auch Katzen mit super Gleichgewichtssinn schalten mal den Kopf aus wenn sie ein "lecker Vögelchen" vorbei fliegen sehen und springen vllt unbedacht hinterher... selbst wenn die Katze den Sturz überlebt wird sie von den Straßen, dem Verkehr, dem Lärm wohl überfordert sein und vllt. davon laufen, Wohnungskatzen sind das ja nicht gewohnt! Also unbedingt ein Netz am Balkon anbringen.

  6. Ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten. Wenn Wohnungskatzen zu mehreren (min. zu zweit) sind, ist es okay wenn tagsüber mal keiner da ist wegen Arbeit, Einkaufen etc. Da können die Miezen sich gut alleine beschäftigen. Aber man darf nicht den Fehler machen sie zu vernachlässigen weil "sie doch einander haben und sich miteinander beschäftigen können". Auch oder gerade eine Wohnungskatze will beschäftigt werden. Dazu gehört natürlich das Kuscheln, aber man muss auch dafür sorgen, dass sich die Schätzchen genügend bewegen und nicht einrosten. Die Jagd nach dem "roten Punkt" (Laserpointer) ist super zum Auspowern. Aber bitte nie direkt in die Augen leuchten und am Schluss des spiels immer ein Leckerchen oder andere Beute bereit halten, sonst frustriert es die Katzen auf Dauer, nie einen Erfolg zu erzielen. Auch Federangeln können den Jagdtrieb der Katze befriedigen, oder Baldriankissen. Zudem sollte man auch dem Katzenköpfchen Beschäftigung geben, hierzu eignet sich z.B. gut ein Katzenfummelbrett (google es mal, die Bilder werden einleuchtend sein falls Du noch nicht weißt was das ist!)

  7. Ernährung. Eine Wohnungskatze ist was die Ernährung betrifft vollständig auf ihren Besitzer angewiesen. Katzen die Freigang haben können sich auch mal ne Maus oder einen Vogel fangen. Wohnungskatzen nicht. DEshalb hat der Besitzer einer Wohnungskatze (dazu zähle ich übrigens auch) meiner Meinung nach NOCH mehr Verantwortung dem Tier gegenüber, was das Futter angeht. Man sollte unbedingt auf eine hochwertige Ernährung achten (d.h. möglichst hoher Fleischanteil im (Nass-)futter und kein Trockenfutter geben (schlecht für Nieren, Blase, Zähne etc.). Ich füttere zudem auch immer wieder mal Rohfleisch ......

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Kommentar von Maddi86
23.01.2013, 16:07

...... (bitte kein Schwein, ist gefährlich!), das entspricht der Natur des Tieres und ist super für die Zähnchen. Bis zu 20% der Gesamtnahrung darf man rohes Fleisch einfach so zufüttern. Wenn man mehr Rohfleisch geben möchte, sollte man sich mal mit dem BARFen auseinander setzen (=biologisch artgerechte RohFütterung), denn dann muss man supplementieren (Nährstoffe zufügen), damit das Tier keine Mangelerscheinungen bekommt.

  1. Einigkeit über die Anschaffung. Hatte dein Mann schonmal eine Katze oder überhaupt ein Haustier? Du kennst das schon, weißt worauf Du dich einlässt. Spreche mit deinem Mann viel darüber und erkläre ihm auch die Eigenarten, die so eine Fellnase mit sich bringt. Eine Katze im Haushalt bedeutet immer mehr Arbeit, dass auch mal was zu Bruch gehen kann, dass unter Umständen die Möbel/Einrichtung leiden, selbst wenn die Katze nicht mutwillig dran herum kratzt, es fliegen Katzenhaare durch die Gegend, man ist nicht mehr so sehr flexibel (was z.b. Kurzurlaub oder Urlaub im allgemeinen angeht etc.) Auch wenn dies keine positiven Punkte sind (die positiven Punkte kennst Du ja auch selbst schon und wirst sie ihm sicher schon erklärt haben) solltest Du solche Dinge auch ansprechen. Eine Katze ist ja kein Spielzeug und sollte nicht gleich wieder abgegeben werden müssen, weil der Partner dann doch nicht damit klar kommt oder so. Das viele drüber reden davor ist also nur gut für Dich und die Katzen, die bei euch einziehen werden wenn eure Entscheidung positiv ausfällt ;-)

So. Gerade fällt mir nicht mehr ein. Aber das war ja schon eine ganze Menge ;-) Hoffe ich konnte Dir etwas helfen, wenn es noch Fragen gibt: immer gerne :-)

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zwei katzen, definitiv zwei. EINE katze darf maximal so 30min allein sein, ein katzenpäärchen problemlos den ganzen arbeitstag und in ausnahmefällen (zb urlaub) auch schon mal 2 wochen wenn täglich jemand nach futter und klo sieht. der große unterschied besteht darin dass 2 katzen immer einander haben. die sind niemals ganz allein

geh davon aus dass sie dir einiges vernichten werden. grade kitten probieren gern alles aus^^ bring also alles in sicherheit um das es wirklich schade ist, also zerbrechliche oder sehr teure dinge. oder einfach sachen an denen dein herz sehr hängt. überprüfe evtl vorhandene pflanzen auf giftigkeit, sichere alle fenster und den balkon.

2 katzen machen allerdings nicht sofort doppelt soviel kaputt wie eine. eine einzelkatze hat nur die einrichtung um ihre energie auszulassen, ein katzenpaar hat einander. dafür kanns eher mal vorkommen dass sie quasi aus versehen ihre spuren hinterlassen, zb beim einander fangen kratzspuren auf dem sofa hinterlassen. wenn du sie auslastest, viel mit ihnen spielst und tobst, und ihnen viel abwechslung und beschäftigung bietest kommen sie insgesamt meist auf weniger doofe ideen^^

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Kommt auf die Wohnungsgrösse drauf an. Die Katze braucht einen Essbereich, einen Trinkbereich (wenn möglich nicht direkt nebeneinander, und schon gar nicht in der Nähe des Katzenklos), einen Toilettenbereich (viele Katzen bevorzugen eine Toilette mit Dach/Deckel, auch für euch angenehmer da nicht soviel Streu danebengeht und der Geruch etwas eingedämmt wird). Dann braucht es einen Bereich zum spielen, und zum schlafen. Kratzbaum ist Pflicht (für die Katze ein Musthave und schont deine Möbel), evtl einen Deckenhohen mit Höhle und ggf der Möglichkeit von da aus auf einen Schrank zu gelangen um dort zu schlafen (Katzen lieben erhöhte Schlaf- und Beobachtungsplätze!). Dann noch ein Deckchen auf die Fensterbank zum rausgucken. Wenn du dann noch deine Katze freundlich behandelst und dich mit ihr beschäftigst, ohne sie einzuengen (daher die Rückzugsmöglichkeiten) und eine reine Wohnungskatze fühlt sich Zuhause ;)

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Das geht, wenn die Katzen es nicht anders kennen. Aber... auf jeden Fall zwei Katzen, weiblich/Geschwister. Dann brauchst Du nur noch ein Katzenklo, viel Spielzeug und ein Schutz für den Balkon. Die Hannoversche Katzenhilfe vermittelt grundsätzlich nur zwei Katzen, das ist wichtig! Und zwischen Kater und Katze könnte es großen Streß geben. Katzen schlafen irre viel, und wenn Du ordentlich mit ihnen tobst, machen sie auch nicht so viel Quatsch - was sich aber nicht völlig verhindern läßt. Ist aber alles verzeihlich und nicht soo wichtig... Und mach Dich schlau über gutes Futter, das Zeug aus dem Supermarkt ist der letzte Mist! Nur zu, das Leben mit Katzen ist eine schöne Erfahrung! (Hab 4, allerdings Freigänger.)

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Auf jeden Fall sollte eine reine Wohnungskatze einen Spielpartner ihresgleichen haben, egal wieviel man zu Hause ist. Am besten sind Wurfgeschwister, dadurch entfällt eine Zusammenführung. Damit noch eine eingespart werden kann und es bei nur einer bleibt, bitte beide auf einmal kastrieren lassen. Nach der OP riechen die Katzen komplett anders durch die Narkose.

Bis zum Alter von 2 Jahren lernen Katzen sehr schnell, danach dauerts ein wenig länger. Katzen nehmen für gewöhnlich nichts auseinander. Genug Kratzmöglichkeiten bieten und nich nur in Form eines Kratzbaums, sondern auch gerne Bretter an Wänden/Möbelstücken (ich habe ein Kratzbrett an meinen Schreibtisch genagelt) und auch horizontale Kratzmöglichkeiten bieten.

Futtermenge is vor allem abhängig von der Futterqualität. Barfer (kommt von BARF, Biologisch Artgerechtes RohFutter) geben etwa 3% der Körpermasse (weniger aktive Katzen etwas weniger, sehr aktive etwas mehr). Bei Dosenfutter sind wir schon bei etwa 10% der Körpermasse. Wähle ein gutes Futter, wenn du es nich anders willst, geht auch Dosenfraß. Aber hier bitte auf Zuckerfreiheit achten und einen Fleischanteil von mindestens 60% (als absolutes Minimum wird auch schon mal 40% erzählt), besser wäre 80% Fleischanteil. Fündig wird man im Tierfachgeschäft.

Katzen spielen gerne mit raschelnden, klingelnde, glitzerenden Spielzeugen.

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Man sollte immer zwei Katzen gemeinsam halten, damit sie jemanden zum Spielen hat, wenn sie allein sind. Pro Katze ein Katzenklo und wenn möglich noch eines zusätzlich (bei einer Katze 1 + 1) Kratzbaum, Wasserschüssel, 2 Futterschüssel + Schüssel für Trockenfutter Spielzeug: Schnur, Bällchen, Angel, selbstgebastelte Spiele (muss man ausprobieren, wofür sich die Katzen interessieren.

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Also wir haben 2 Wohnungskatzen aus dem Tierheim. Dort wird einem empfohlen bei reiner Wohnungshaltung 2 Katzen zu nehmen, aber es gibt auch Wohnungskatzen die keine Artgenossen akzeptieren. Da müsst ihr vorher drüber nachdenken ob ihr lieber eine Katze wollt oder zwei. Wie lange die Katze allein bleiben kann hängt ganz vom Charakter ab. Unsere Katzen sind Tagsüber allein während wir arbeiten. Am Wochenende sind sie auch ab und zu mal über Nacht allein (aber nicht länger als 24h). Also unsere Katzen nehmen nichts auseinander. Wenn sie etwas tun was sie nicht sollen kann man sie "bestrafen". Entweder mit einer Wasserpistole bespritzen oder etwas ihn ihre Richtung werfen was laut scheppert. Aber wenn man Katzen hat muss man eine gewisse toleranz haben, denn es geht immer mal etwas kaputt.

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Kommentar von tinafritz1992
23.01.2013, 11:40

Den ganzen Tag arbeiten und am Wochenende nicht länger als 24 Stunden allein??? Wieso schafft man sich dann Katzen an?

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katzen solltest du immer zu zweit (oder mehr) halten. es sind keine einzelgänger. ein freigänger trifft drauen artgenossen,eine wohnungskatze würde,auch wenn die familie sich sehr intensiv um sie kümmert,sehr einsam sein. ein artgenosse,am besten gleischgeschlechtlich und gleich alt,muß also unbedingt dazu. für jede katze brauchst du natürlich eigene näpfe,körbchen,bei 2 katzen 2 katzenklos. einen kratzbaum,kratzbretter,und natürlich spielzeug. beliebt sind kleine stofftierchen die man mit catnip beträufeln kann :) wenn du junge katzen nimmst,achte darauf das sie mindestens 12 wochen alt sind. bis dahin brauchen sie ihre mutter,auch wenn sie schon lange vorher allein fressen.

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Gehen wir mal von einer Katze aus, zu der du eventuell noch eine zweite dazu holen kannst, wenn sie sich zu einsam fühlt...

Ja, wie die anderen schon sagten, du brauchst natürlich Katzenklo, Spielzeug, Fressnapf und so...

Aber ganz wichtig ist natürlich die Absicherung des Balkons. Da muss ein Netz gespannt werden, das der Katze nicht den kleinsten Spalt zum Durchschlüpfen bietet.

Außerdem benötigt ihr einen Kratzbaum oder andere Alternativen, damit die Katze irgendwo ihre Krallen schärfen kann.

Ja, das war es auch schon, dann kann es losgehen, den Rest kennst du ja.

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auf jeden fall zwei, aber ich persönlich würde lieber auf ein solches tier verzichten, wenn es in einer wohnung eingesprrt sein dasein fristen muß.

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Kommentar von Mayara
23.01.2013, 11:33

Verzicht ist tatsächlich besser, wenn man die Katze lieber in den Garten abschiebt und nicht bereit ist ihr innerhalb der Wohnung eine katzengerechte Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

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Als erstes benötigt die Kate eine Toilette. Dann etwas Spielzeug oder anders zur Beschäftigung. Gut ist auch eine Kratzmatte für die Krallen. Generell macht es der Katze nichts aus, wenn sie alleine ist. Katzen sind keine Rudeltiere. Allerdings kann es sein dass die Katze Dinge kaputt macht und dagegen kannst du fast nichts machen. Katzen haben stets ihren eigenen Willen. Ist es ein Kater, so würde ich dringenst zu einer Kastration raten, da er sonst irgenwann anfängt sein Revier zu makieren (Urin). Etwas Gras (Katzengras) ist auch nicht schlecht wegen den Haaren im Magen... Auch weniger Fett und Proteinhaltiges Futter empfielt sich.

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Kommentar von Flupp66
23.01.2013, 11:50

Katzen sind Rudeltiere. Sie jagen nur alleine ... aber ansonsten brauchen sie Artgenossen.

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Hey,

Auf jedenfall bitte 2 Katzen nehmen, wenn sie in reiner Wohnungshaltung gehalten werden sollen.

Katzen jagen zwar alleine ...brauchen ansonsten aber Artgenossen.

Liebe Grüße, Flupp

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Wenn ich ganz ehrlich sein soll: Ich würde das keiner Katze antun! Du hattest selbst schon Freigänger. Dann weißt du doch, wie sehr sie das brauchen!

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Kommentar von Jekanadar
23.01.2013, 11:18

Aber man liest immer wieder "Katze ín reine Wohnungshaltung abzugeben". Und die Katze, die bei uns im Haus mit wohnt und manchmal durch den Flur huscht, ist fast blind und darf auch nicht raus.

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Hallo Jakanadar.

Ich habe 4 Stubentiger auf knapp 80 qm. Will sagen, mindestens 2 Katzen sollten es sein. Wir wollen ja auch nicht ein Leben lang eingesperrt ohne Kontakt zu unseren Mitmenschen leben oder???

Es gibt genug Katzen die in Wohnungshaltung ebenso glücklich sein können, wie Freigänger, allerdings bedarf es mehr Aufwand und Zeit, weil sie beschäftigt werden müssen.

Katzen die keinen Freigang kennen, vermissen ihn auch nicht, trotzdem muss man die "kätzischen" - natürlichen Bedürfnisse berücksichtigen und erfüllen.

Bedeutet für euch:

Es sollten einige Klettermöbel und "Hochsitze" (mindestens ein deckenhoher Kratzbaum) in Fensternähe zum Rausschauen eingerichtet werden, ebenso Höhlen und Versteckmöglichkeiten (viele kriechen zum Schlafen unters Sofa oder Bett, wenn sie nichts anderes haben).

Hier findet ihr viele und qualitativ hochwertige Artikel:

www.pussy-versand.de

Auf den Fensterbrettern haben wir Teppichreste ausgelegt und mit doppelseitigem Klebeband gesichert.

Wenn ihr könnt (ich schätze dein Partner ist handwerklich begabt) dann baut einen Laufsteg (Catwalk - auch mit Teppich bekleben, für sicheren Halt) quer durch einen Raum (z.B.: von Kratzbaum zu Kratzbaum) darauf ruhen sie gerne aus und beobachten das Geschehen....

Katzentoiletten, brauchen gutes Streu (Golden Grey Master) und sollten nicht abgedeckt sein (ein Rand genügt) da sich Katzen in der Natur auch nicht in "Höhlen" lösen. Sie brauchen die "Rundumsicht" und eine Fluchtmöglichkeit.

Haubentoiletten sind nur etwas für bequeme Menschen, die Angst vor Streu in der Wohnung und damit verbundener Mehrarbeit haben.

Bitte mindestens 2 große (min. 10 Liter) KaKlos anbieten, weil Katzen ihre großen und kleinen Geschäfte trennen.

Den Balkon BITTE mit Katzennetz vor Fall oder Ausbruch SICHERN ! !

Und ein Allwetter-Kratzbaum, Tische oder Regale anbringen, damit sie auch von "oben" schauen können (unsere Buben, schlafen im Sommer sogar gerne draußen - also haben wir auch Häuschen aus Schaumstoff auf das offene Regal gestellt.

Ich habe noch eine Großraum-Toi draußen stehen, weil meine Tiger ihre geruchsintensiven Geschäfte gern im Freien tätigen (hab isch liebe Katzen, nä).

Katzen, die ausgelastet werden, also auch der Jagttrieb befriedigt wird (Angeln mit Gummiband und irgendwas rascheldem am Ende) haben sich dafür sehr bewährt), nehmen in der Wohnung nix auseinander.

Die Sitzmöbel können natürlich trotzdem unter den Krallen leiden....aber nicht so sehr wie man sich allgemein vorstellt.

Ihr holt euch Katzen, die leider nicht raus können, also müsst ihr dann schon auch mit ein wenig mehr "Verschleiß" umgehen können.

Wenn die Tiger Tapeten zum Kratzen mögen, müssen Sisalmatten an die entsprechende Stelle befestigt werden.

UND GANZ WICHTIG!!!! DIE ERNÄHRUNG!!!

Freigänger können sich selbst mit kleiner Beute versorgen. Stubenkatzen nicht.

Daher ist es sehr wichtig, dass ihr die Ernährung an ihre Bedürnisse anpasst.

Das sie zur Gattung der Carnivoren gehören, brauchen sie eine sehr fleischreiche Nahrung.

Bedeutet für euch, dass ihr im Futterhandel nach hochwertiger Fertignahrung schauen müsst (also mindestens 65% Fleischanteil, Getreide - und Zuckerfrei).

güntige Angebote findet ihr bei bitiba.de

2 - 3x die Woche könnt ihr auch eine Mahlzeit durch rohes Fleisch (ca. 100g/ Katze) ersetzen (sofern sie es kennen und mögen) da es die Zähne reinigt und für einen gesunden Darm sorgt.

Geeignet ist alles außer Schweinefleisch (kann tödliches Aujetzky-Virus übertragen).

Hähnchenfilet, Hühnerklein, Schenkel oder Flügel roh auch mit Knochen (nur gekochte Knochen splittern), Rindergulasch usw. sind sehr beliebt.

Soweit fürs erste. Muss mich richten.....Arbeit ruft.

Falls du mehr Fragen hast.....morgen wieder ;-)

Alles Liebe

J-K

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Kommentar von treblis
23.01.2013, 20:46

kleine Anmerkung: Zähne putzen tun sich Katzen an Knochen, nich am Fleisch.

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wenn es schon unbedingt eine wohnungskatze sein muß, dann auf jedenfall 2 !

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