Was braucht man alles zur Selbstständigkeit (Kleinbetrieb)?

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3 Antworten

Hallo,

als erstes musst du ein Gewerbe an der Gemeinde oder der Stadtverwaltung anmelden.

Das ist grundsätzlich kein Problem und meistens sogar kostenlos.

Die Steuer spielt bei kleinen Gewinnen eine weniger große Rolle.

In deinem Fall beginnen eher dann genau die Probleme, die Paskavittu schon beschrieben hat.

Hinzu kommt noch, dass du als gewerblicher Verkäufer beim Verkauf an Verbraucher auch auf gebrauchte Teile ein Jahr Gewährleistung geben musst -> Sachmängelhaftung.

Du kannst also nicht mal so ohne weiteres ausschlachten und verkaufen. Du musst die Teile auch prüfen, gegebenenfalls reparieren und du haftest dafür.

Als Einzelunternehmer haftest du dafür mit deinem Privatvermögen.

Vor allem bei sicherheitsrelevanten Teilen wie z. B. Bremsen eine sehr heikle Angelegenheit.

Vor diesem Hintergrund ist eine Betriebshaftpflichtversicherung ratsam.

Wende dich mal an deine zuständige IHK. Die informiert gerne und es gibt auch kostenlose Seminare für Existenzgründer.

Viele Grüße

Michael


In erster Linie benötigst Du eine Gewerbeanmeldung, einen Vertriebsweg und Kunden.

Allerdings wäre ich sehr vorsichtig.
Wenn Du Fahrzeuge 'schlachtest' oder verwertest, könnte es sein, dass Du enorme Auflagen zu erfüllen hast (Umwelt). Es kann sein, dass Du nachweispflichtig bist, was die Entsorgung der Betriebesmittel der geschlachteten Fahrzeuge angeht. Auch wirst Du dafür Sorge tragen müssen, dass Du die Umwelt nicht belasten wirst. 
Ich behaupte jetzt einfach mal, dass Du das Gewerbe nicht an einer Privatadresse anmelden kannst, wenn es sich um eine Neu-/Erstanmeldung handelt.

Colognez 27.02.2017, 15:25

Absoluter Quatsch - wieso sollte man ein Einzelunternehmen nicht an seinem Privatdomizil anmelden können?

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godlikegenius 27.02.2017, 15:29
@Colognez

Absoluter Quatsch - wieso sollte man ein Einzelunternehmen nicht an seinem Privatdomizil anmelden können?

Kann man missverstehen, hab mich aber auch bescheuert ausgedrückt.
Ich gehe davon aus, dass das Privatdomizil nicht die Umweltauflagen erfüllt, um Fahrzeuge schlachten zu dürfen.

Sollte jemand auf die Idee kommen, das mal zu überprüfen, so wird die Garage oder Keller den Auflagen kaum standhalten.

Ich meine einfach, das es der zuständigen Behörde zu Recht vollkommen egal ist, ob in einem Betrieb 100 Fahrzeuge täglich zerlegt werden, oder eben nur 2 pro Woche. Umweltsauerei bleibt Umweltsauerei.

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