Was braucht "Deutschland" von mir, wenn ich mir mein eigenes Häuschen bauen möchte?

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3 Antworten

Du kannst in die Wiese nur reinbauen, wenn das baurechtlich möglich ist. (Bebauungsplan oder Bebauung innerhalb einer Siedlung). Du solltest also klären, ob man da überhaupt bauen darf und falls ja, in welcher Größe, etc.

Auch solltest du abklären, ob die Gemeinde /Stadt noch Erschließungsbeiträge verlangen, wenn die Wiese in einen Bauplatz verwandelt wird.

Dabei müsste auch die "Erschließung gesichert sein". Ob der Brunnen als Trinkwasserquelle reicht, müsstest du mit der Baubehörde abklären. Auch wäre ein Anschluss an die Kanalisation notwendig, ob die das anders genehmigen, müsstest du vorher mal abklären. Ich fürchte, die werden da verlangen, dass du das an die öffentlichen Netze anschließen musst.

Dann brauchst du eine Baufirma. Sinnvoll wäre, dass du ein Angebot zum pauschalen Preis bekommst. Die sollten auch alle Fragen um Architekt,  Statiker und Energieberater klären und übernehmen. Sonst hast du viele Handwerkwerker, etc. auf deiner Baustelle und die Kosten wachsen immer weiter in die Höhe. Also du brachst den Gesamtbaupreis. Das machen auch viele Baufirmen so, z.B. Standard Bau www.standard-bau.de  Auf dieser Seite kannst du dich über die Gesamtbaupreise informieren, um ein Wohnhaus schlüsselfertig zu erstellen.

Dazu rechnen musst du nur noch die Kosten für den Tiefbau und die technische Erschließung. Das könnten noch ca. 20.000 Euro sein.

Dann mal mit der Bank sprechen. Dabei auch über Förderkredite informieren. Z.B.  von der KfW- Bank.

Als Heizung empfiehlt es sich eine Luft- Wärme-Pumpe mit Fußbodenheizung.

Schließlich musst du noch Eigentümer des Bauplatzes werden. Den Platz muss man herausmessen und als neues Grundstück auf dich übereignen. Da solltest du zum Notar.

Bitte vorher alles abklären und noch keine Verträge unterschreiben. Erst unterschreiben, wenn alles geklärt ist. 

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Hey, will dich nicht gleich entmutigen, aber:

Zuerst - schau, ob die Wiese noch Innenbereich ist und als Bauland ausgewiesen ist. Google die den Flächennutzungsplan deiner Gemeinde. Sollte es online geben.

Wenn es Außenbereich ist - vergiß es.

Brunnennutzung ist grundsätzlich möglich - aber zu 99,99% mußt du dennoch einen Brauchwasseranschluß ans öffentlichen Netz legen, dafür Gebühren bezahlen und eine gewisse Menge abnehmen.

Vollbiologische Kleinkläranlagen sind auch grundsätzlich möglich - Genehmigung vorausgesetzt. Kostenpunkt (bei Errichtung durch Fremdfirma) ca. 10 bis 15 tausend Euro.

Bauantrag stellen, Vorlage (Architektenentwurf) einreichen, paar Gebühren bezahlen.

Abgesehen vom Haus selbst, mußt du dich auf mehrere Tausend Euro für den Wasser- , (Abwasser-) und Stromanschluß einstellen. Unser Staat will nicht, daß man unabhängig per "Selbstversorgung" lebt, obwohl man es technisch leicht und finanziell günstig könnte.

Tipp. Lies dir die Bauordnung deines Landes und die Satzund deiner Gemeinde aufmerksam durch. Das beantwortet viele Fragen.

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Kommentar von Infomercial
07.09.2016, 18:30

KAm mir grad in den Sinn: Mach dich über Nebengebäue von untergeordneter Bedeutung schlau. Wenn es ein Grundstück ist, könntest du dir unter Umständen ein "Gartenhaus" draufsetzen. Aller wahrscheinlichkeit nach wäre das dann allerdings keine meldefähige Wohnanschrift.

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"...auf der Wiese meines Onkels..." "...hinter seinem Hof..."

Ich denke, das wird nix. Frag auf dem zuständigen Bauamt nach, ob dort eine Bebauung möglich ist, ich denke eher nicht. Ohne Wasseranschluss... wird auch schwierig.

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