Was brauche ich alles für ein kleines Studio für Tonaufnahmen?

6 Antworten

Die Variante von nutsnbolts wäre vor 15 oder 20 Jahren vielleicht ein guter Ansatz gewesen. Heutzutage geht man vielecht so vor, wenn man wirklich überhaupt nicht mehr weiß, wohin mit seinem Geld und man, weil man nicht tiefer in die Materie einsteigen will, sowohl die Klangqualität als auch das Preis-/Leistungsverhältnis einer All in One Lösung opfern will. Inzwischen bieten nämlich Samplelibraries und virtuelle Instrumente viel mehr für viel weniger Geld als einer sog. Synthesizer Workstation.

Ebenso ist die Idee, mit einem digitalen Standalone Mischpult (erst Recht von Behringer...) eher grenzwertig. (weil die Qualität eher minderwertig ist und es ohnehin zweckmäßiger ist, den eigentlichen Vorgang des Mischens am Computer zu machen. Dort gibts auch bessere Plugins, als den ganzen vorinstallierten Kram auf dem Digitalpult...)

Zunächst einmal zur Raumakustik: Hier würd ich nicht einfach so losgehen und Dämmmaterial kaufen. Wichtig ist erstmal, zu wissen, wie dein Zimmer eigentlich klingt und wo Optimierungsbedarf besteht. Auch kann durch die Positionierung der Möbel einiges verbessert werden. (z.B. Bücherregale als Diffusoren an die Wand hinter den Lautsprechern. Vollgestopfter Kleiderschrank hinter den Abhörplatz. Wenn man die Schranktür dann aufmacht, dämpft das hervorragend. Polstermöbel, Sessel, etc. in die Zimmerecken als Bassfallen, etc.)

Als nächstes zum PC: Leider gehst du nicht näher darauf ein. Audiobearbeitung zehrt ziemlich an der Leistung eines PCs. Die Prozessorleistung bestimmt die Latenz, die Anzahl gleichzeitig verwendbarer Plugins, die Anzahl gleichzeitig zu verarbeitenden Spuren, etc. Ebenso wäre möglichst viel Ram wünschenswert. Außerdem sind schnelle Festplatten wichtig. Von diesen ist die Anzahl gleichzeitig verarbeitbarer Spuren abhängig. Außerdem solltest du eine extra Festplatte zum drauf Aufnehmen haben. Es ist dringend davon abzuraten, auf die Systemfestplatte aufzunehmen. Jedes mal, wenn das Betriebsystem auf die Platte zugreift, kann deine Aufnahme einen Hänger haben und ist dann ruiniert. Auch die Höchstgrenze an Spuren erhöht sich, wenn sonst nichts auf die "Audiofestplatte" zugreift.

Kommen wir zu den Studiomonitoren: Um es kurz zu machen: Die Yamaha HS-7 sind für den Einstieg gut und günstig.

Was die Sequenzersoftware angeht, kommt es zu sehr darauf an, was du genau machen willst und wie dein persönlicher workflow ist, um pauschale Empfehlungen machen zu können. Übliche Software ist beispielsweise Ableton Live, Cubase, Pro Tools, Digital Performer, Samplitude, etc.

Da lohnt es sich, tests zu lesen, zu gucken wo im Detail die Unterschiede bestehen und Demoversionen auszuprobieren. 

Als erstes Allroundmikrofon, mit dem du grundsätzlich mal eigentlich alles bewältigen kannst, empfehle ich dir entweder das Shure SM7 oder das EV Re-20 (letzteres mit Spinne und Popschutz. Das ist beides fürs SM7 nicht notwendig. Ich persönlich finde das SM7 praktischer und unkomplizierter, das RE-20 klingt aber einen tick transparenter.)

Als Audiointerface brauchst du eins, das einen guten Vorverstärker hat, der mit einem dynamischen Mikrofon, wie ichs dir empfohlen hab, auch klar kommt. Das RME Babyface Pro wäre z.B. eine schicke, hervorragend klingende, transportable Möglichkeit. Wenn dus größer und ausbaufähiger haben willst, gäbs noch z.B. das MOTU896 Mk3 Hybrid, das RME Fireface UCX, das Motu 828x, das RME Fireface 802, etc. Hängt eben auch von deinen Bedürfnissen, was die Art und Anzahl der Ein- und Ausgänge angeht.

Dann empfehl ich dir noch das Native Instruments Komplete 10 Ultimate Bundle. Das ist eine Zusammenstellung von verschiedenen Softwareinstrumenten, Samplelibraries und Audioplugins die einen guten Grundstock bildet, um sich in die Materie hinein zu arbeiten.

Und das viele gesparte Geld kannst du später für weiter Effektbundles, Samplelibraries und Softwareinstrumente ausgeben, wenn du dich eingearbeitet hast und weißt, wo bei dir noch Bedarf besteht.

 

...auf jeden Fall ein gutes Mischpult und eine Sammlung hervorragender Effekte.

Das X32 von Behringer ist zwar kein ausdrückliches Studiomischpult, doch es verfügt über ungezählte Routingmöglickeiten, Compressor/Gate/Limiter/Equalizer/schaltbare 48 Volt Phantomspeisung etc. auf jedem(!) der 32 Eingangskanäle sowie 8 vollwertige Effektprozessoren und erlaubt, fast alles mit allem zu verbinden.

Über die eingebaute Soundkarte mit dem Ethernet Port kannst Du mit entsprechender DAW Software 16 einzelne Kanäle direkt auf Deinem PC aufnehmen und dann, wenn die Band bereits in den Betten liegt, alles nochmal in Ruhe abmischen.

Ich selbst benutze die preisgünstige Rackversion, die man über einen PC oder ein iPad ansteuert und will sie nicht mehr missen. Schau mal im Netz bei thomann.de nach...

In einem klassischen Studio benötigst Du auch ein Drum. Starten kannst Du auch mit einem
guten Drumcomputer. Aber dann bitte nicht separat kaufen. Sondern als Bestandteil einer "Music Workstation". Am besten eine mit 88 Tasten, wie z. B. die Yamaha MOXF-8 (gibt's gebraucht bereits ab 950 €).

Die kommt dann auch mit allen amtlichen Sounds (tolle Flügel, Epianos, röhrende Orgeln, akustische und elektrische Gitarren und Bässe, satte Holz- und Blechbläser, füllige Streicher, Chöre, Synth's Mono und Flächen, Special
Sound Effects, Sequencer, Vocoder) in wirklich hervorragender anschlagdynmischer Stereo-Qualität, die Du bei Bedarf sogar noch um eigene Sounds erweitern kannst, wenn Du die Speichererweiterung mit bis zu 1 Gbyte einbaust (200 €).

Zum stufenlosen Einblenden von Strings & Co brauchst Du dann noch das Yamaha Pedal FC-7 (ca. 70 €) sowie ein FC-4A als Sustain Pedal (ca. 40 €) und einen guten, auf zwei Ebenen erweiterbaren Keyboard-Ständer. Am besten in Tischform von König & Meyer (ca. 110 €), damit eingedenk der Breite des Keyboards das Ganze nicht zu schwingen und wackeln beginnt.

Für Kontroll- und Außenaufnahmen sowie das spontane Mitschneiden von Konzerten empfehle ich einen Field Recorder.

Ich selbst setze einen Tascam DR 40 ein und bin damit sehr zufrieden. Das sehr kompakte und mit gerade mal 3 Batterien a 1,5 Volt bestückte Gerät schafft es sogar, eine Pseudo Phantomspeisung zu erzeugen, die Du benötigst, wenn Du mit externen Kondensatormikrofonen arbeiten möchtest.

Ich produziere seit 10 oder 11 Jahren deutschrap ich kann dir sagen.. du brauchst nen raum , mit noppenschaum welcher ist bei privaten aufnahmen egal nur kein billig zeug. Nen PC !interface , mic, kleines Pult, Programm und mischen muss du gut können

aber welche genau?

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