Was bleibt mir von meiner Rente?

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7 Antworten

Normalerweise dürfte eine Anrechnung deines Einkommens nach einem Zusammenzug erst nach einem Jahr des Zusammenlebens auf den Bedarf des Freundes angerechnet werden,wenn ihr euch nicht schon von Anfang an freiwillig unterstützen wollt !

Dann würde ihm sein Kopfanteil der KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) und sein derzeitiger Regelsatz von 404 € zustehen,dass ergibt dann sein Bedarf.

Da er aber zu dir zieht und nicht du zu ihm,wird das Jobcenter sicher gleich von einer BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) ausgehen,denn wenn er zu dir zieht muss er einen Grund für den Umzug angeben,wenn er Kosten für Umzug usw.bewilligt bekommen möchten und wenn er da z.B. angegeben hat das er zur Lebenspartner ziehen möchte,dann wird es wahrscheinlich nicht einfach gegen eine Anrechnung vorzugehen.

Er könnte dann zwar nach einen Widerspruch einlegen und ggf.vor dem Sozialgericht klagen,aber das wird ihm dann schon schriftlich mitgeteilt.

Geht man also von einer BG - aus und das du 750 € Witwenrente und 58 € Wohngeld bekommst,hättest du mehr als was dir in einer BG - zustehen würde,dass wären dann derzeit nämlich nur min. 364 € Regelsatz + dein KDU - Kopfanteil.

Angenommen deine Warmmiete würde 400 € betragen,dann läge dein Anteil bei 200 € und mit deinen 364 € Regelsatz würde der Bedarf bei 564 € pro Monat liegen.

Von deiner Rente würden dir dann nur 30 € Versicherungspauschale theoretisch vom Jobcenter abgezogen und wenn du z.B. noch ein KFZ - hättest müssten auch die gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungen / Steuern berücksichtigt werden und ggf.Beiträge für eine eigene Altersvorsorge.

Der Rest würde dann auf den Bedarf des Freundes angerechnet.

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Kommentar von Filzy
05.10.2016, 16:48

Danke das ist gut erklärt :)

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Ja, ihr geltet dann als Bedarfsgemeinschaft, Euer gemeinschaftlicher Bedarf wird ermittelt, davon wird dann Deine Rente abgezogen und den Rest bekommt er als Leistung von der ARGE. Du bekommst deine Witwenrente weiter voll, aber er kann sein, dass er weniger Hartz IV bekommt, als vorher.

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Das Amt wird bei euch von einer "Bedarfsgemeinschaft" ausgehen.

Innerhalb einer Bedarfsgemeinschaft werden alle Einkommen und Vermögen
der Mitglieder auf den Hartz IV-Anspruch angerechnet. Dabei basiert die
Hartz IV Bedarfsgemeinschaft auf der Annahme, dass Personen, die besondere persönliche oder verwandtschaftliche Beziehungen zueinander pflegen und in einem gemeinsamen Haushalt leben, sich im Fall der
Hilfebedürftigkeit gegenseitig materiell unterstützen und ihren
Lebensunterhaltsbedarf gemeinsam decken.

Vermutlich werden deine 750 Euro Rente einberechnet. Andererseits steht dir dann ein Zuschuss für Miete und Nebenkosten zu.

Anders wäre es, wenn du z.B. ein Zimmer untervermietest. Aber da müsste eine Kochgelegenheit und ein Bad vorhanden sein.

Ich halte es für wichtig, dass sich dein Partner vorher erkundigt, wie das aussehen würde.

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Kommentar von Filzy
05.10.2016, 14:56

im Moment bekomm ich 58 euro Wohngeld ,das wäre dann ja eh weg 

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Bei der Summe eher nicht.

Du müsstest ja deinen Anteil der Miete abziehen, deinen Grundbedarf und den Freibetrag. Und schon ist nichts mehr übrig, was angerechnet werden könnte.

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Kommentar von Filzy
05.10.2016, 14:52

Miete und Nebenkosten wollen wir dann teilen

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Den Zusammenzug solltet ihr euch noch mal genau überdenken. Ich gehe mal davon aus, ihr wohnt in der selben Stadt. Er sollte dann schon seine Wohnung behalten. Die bekommt er ja sicher voll bezahlt. Dennoch kann er ja seinen "Lebensmittelpunkt" bei dir haben. Nur muss er halt regelmäßig mal bei sich vorbei schauen wegen der Post.

Wenn wir fest zusammen zieht, bildet ihr eine Bedarfsgemeinschaft und dein Einkommen und Vermögen wird natürlich dann angerechnet.

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Kommentar von Filzy
05.10.2016, 15:00

nein er wohnt 50 km weit weg und wir haben Zugfahrkosten 

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er ist ALG 2

Er IST mit Sicherheit NICHT ALG2, sondern er bezieht ALG2. Beim ALG2-Bezug wird das gesamte Haushaltseinkommen berücksichtigt, wenn man in Partnerschaft lebt. Ihr würdet also nicht mehr als Einzelpersonen, sondern als Bedarfsgemeinschaft angesehen. ALG2 würdet ihr somit gemeinsam ergänzend beantragen müssen.

Wenn er nicht möchte, dass Du mit Deinem Einkommen bzw. Deiner Rente, die ja Dein Einkommen ist, für ihn mit aufkommst, muss er wohl arbeiten gehen und so Geld durch Leistung dazu wirtschaften.

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Kommentar von Filzy
05.10.2016, 15:02

er bemüht sich ja um Arbeit 

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wenn ihr nicht verheiratet seid, bekommst du die volle Witwenrente.

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