Was bleibt am Ende - Gesinnungs- oder Verantwortungsethik?

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1 Antwort

Es gibt da kein "am Ende". Wenn die eine Sichtweise eine Zeit lang vorherrschend ist, zeigen sich ihre Schwächen um so deutlicher und es gibt einen Umschwung zur Dominanz der anderen. Das ergibt eine Wellenbewegung, die Sichtweisen wechseln sich ab.

Zur Zeit wird viel von Verantwortung geredet, während Gesinnung schon fast ein Schimpfwort ist. Dabei sind Gesinnung und Verantwortung ja eigentlich keine Gegensätze. Verantwortung ohne Gesinnung, dh ohne sinngebende Werte, verkommt zum Gehorsam, zum Funktionieren, zur bloßen Vermeidung von Schuldzuweisungen.

Verantwortlichsein gegenüber einer Autorität, sei es eine Obrigkeit oder das anonyme "man", ist Verantwortungslosigkeit gegenüber denjenigen, die nicht unter dem Schutz der Autorität stehen. Um Fehlentwicklungen von Staat und Gesellschaft zu begrenzen, braucht man Eigensinn, eine eigene unabhängige Gesinnung.  Für seine Gesinnung ist man natürlich auch verantwortlich.

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