was bitteschön versteh ich falsch an dieser aussage?

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2 Antworten

typisches beispiel für eine implikation, von der man aus dem kontext heraus vermutet es wäre eine äquivalenz.

es gilt: immer dann, wenn claudia klaus liebt, schlägt sie es ihm vor, aber sie kann es ihm auch unter anderen umständen vorschlagen.

anderes beispiel:

wenn es regnet, dann ist die straße nass. aber es hätte auch jmd. mit nem garten-schlauch die straße nass machen können, sodass die straße nass ist, obwohl es nicht regnete.

diese anderen "umstände", unter denen auch die vermeintliche folgerung rein zufällig eintreten kann sind dabei nicht näher bestimmt. man kann also auch nicht behaupten, dass klaus claudia liebt, weil auch "klaus liebt claudia nicht" zu den "anderen umständen" gehört. ebenfalls kann man durch die existenz anderer umstände, die zum gleichen ziel führen nachher nicht entscheiden, was vorher war. also kann man nicht sagen, dass claudia klaus liebt, weil sie ihm die wohnung auch ohne liebe vorschlagen könnte, aber man kann auch nicht behaupten, dass sie ihn nicht liebt, weil sie es eben auch "mit liebe" gemeint haben könnte.

da das noch nicht so verständlich ist (find ich jedenfalls) kommt hier eine veranschaulichung, welche auch wirklich nur eine veranschaulichung ist, also ich nicht die hand ins feuer legen würde dafür, dass man mit dieser veranschaulichung alles richtig macht:

stelle die einen kreis und darin einen kleineren kreis. bist du im kleinen kreis, so bist du automatisch auch im größeren kreis. ("claudia liebt klaus" ist der kleine kreis, "wohunung..." ist der große kreis). bist du allerdings im großen kreis, kannst du auch trotzdem außerhalb des kleinen kreises sein. nun von dem vorschlag einer gemeinsamen wohnung ausgehen, also vom großen kreis ausgehend, können wir NUR sagen, dass wir im großen kreis sind, weil nicht klar ist, dass man auch den kleineren kreis trifft. es ist dabei sogar keins von beidem klar, weil man ja zufällig doch den kleinen kreis treffen könnte. man kann also keine aussage machen.

hmm danke , klingt zwar logisch, aber das verunsichert mich noch mehr, weil bei den anderen Fragen war es durch aus klar was die Antwort war jedoch könnte man bei denen auch interpretieren das vllt was ganz anderes der Fall ist z.b. diese Frage Welche Schlussfolgerung ist logisch richtig, wenn die folgende Behauptung zugrunde gelegt wird? „Peter arbeitet gerade oder liest ein Buch. Peter liest gerne Geschichtsbücher, aber heute liest er kein Buch.“

 Peter arbeitet nicht.
 Peter arbeitet.
 Peter liest ein Buch.
 Peter liest ein Buch, wenn er arbeitet.
 Keine Antwort ist richtig.

Die richtige Antwort lautet das Peter arbeitet, man könnte aber genau so gut sagen das keine Antwort richtig ist, welche Aussage kann mich 100% davon überzeugen das er nicht auch während der Arbeit was anderes tun könnte....

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@lucker21

Es ist schon per Voraussetzung klar, dass Peter gerade arbeitet oder ein Buch liest (mindestens eine der beiden Aktivitäten betreibt er auf jeden Fall).

Wieder per Voraussetzung liest er kein Buch.

Würde nun Peter nicht arbeiten, so würde er weder arbeiten noch ein Buch lesen, also wäre die Voraussetzung "Peter arbeitet oder liest ein Buch" falsch. Das darf nicht passieren.

Daher muss Peter arbeiten.

Ob er während der Arbeit noch etwas anderes tut, ist erst einmal egal. Hauptsache ist, dass er (unter anderem) arbeitet und damit ist "Peter arbeitet" wahr.

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  • Es gilt: A ==> B
  • Es gilt: B

Die Gültigkeit der beiden zusammen sagt leider nichts mit Sicherheit über A aus. Man kann nur argumentieren, es sei möglich, dass A gilt, aber kann ~ A nicht ausschließen — das wäre mit den Aussagen auch verträglich.

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