Was benötigt man um einen ordentlichen Koppelzaun für Pferde zu bauen?

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4 Antworten

Kommt drauf an, was du unter "ordentlich" verstehst. Auf jeden Fall mal eine Menge Zeit und viele Pfähle, die eine Zaunhöhe von mindestens 1.20m möglich machen, also gut 30 bis 50 cm länger als die endgültige Zaunhöhe sollten die dann schon sein, möglichst witterungsbeständig, also ordentlich lasiert, am besten getränkt. Die Pfähle sollten dann in einem Abstand von 3 bis 4 Meter um die Wiese verlaufen.

Dann musst du dir überlegen, ob du einen reinen Holzzaun bauen möchtest oder zwischen die Pfähle Stromlitze spannen möchtest (mindestens 2reihig, besser 3reihig). Auch bei einem reinen Holzzaun(2reihige Verlattung) sollte eine Litze mit eingebaut werden.

Für die Litze (am besten Bandlitze und keine Kordel) brauchst du Befestigungsmaterial für jeden Pfahl.

Und dann muss natürlich auch noch Saft auf die Litze, dazu gibt es eine große Auswahl an Weidezaungeräten, mit Batterie oder für die Steckdose....

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Kommentar von Ronja222
05.10.2011, 22:43

Mal rein aus Interesse, ich habe gerade meine Koppel neu mit Kordel eingezäunt - was spricht dagegen ?

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Kommt darauf an, was du unter einem ordentlichen Koppelzaun verstehst, wie er aussehen soll: Holzzaun? Zaun aus Kunststoff? Metallzaun?

Ich habe einen Zaun von Texas-Trading: Metallpfosten mit Litze unter Strom. Der Zaun ist extrem flexibel, die Pfosten kann man wieder rausnehmen und versetzen. Scheint anfangs teuer zu sein, bewährt sich aber, weil der Zaun ewig hält.

Wenn das eine rein rhetorische Frage ist:

Für einen Pferdezaun braucht man Zaunpfosten, Elektrodraht bzw. Litze oder Zaunlatten als Querverbindung und ein Stromgerät, damit Litze oder Draht unter Strohm stehen und die Pferde das Holz nicht anfressen.

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Tiefe Löcher für die Pfähle graben, dann die Zaunpfähle mit professionellem Gerät "reinkloppen" (weiß nicht wie dieses Gerät heißt), ein solches kann man mieten. Nach 3 Wochen müssen die Pfähle noch einmal nachgekloppt werden, sonst stehen sie bald wieder schief und locker im Boden und das wollt Ihr ja nicht. Danach Halter für das Elektroband mit rostfreien Schrauben anschrauben (nicht nageln, rostet nur und hält nicht lange) und zuletzt Elektroband durchziehen.

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Wichtigste Frage bei jedem Weidezaun ist, wieviel Geld man ausgeben will.

Der Ideale Zaun besteht aus vielen Vollkunststoff-Recyclingpfählen in 3m Abstand. Die halten schier ewig. Dazu dann 3 Reihen stabile Riegel aus Holz oder eben auch aus Recyclingkunststoff. Damit sich die Pferde nicht am Zaun schubbern und den Zaun beschädigen, noch etwas Litze und Strom. Das Material für so einen Zaun kostet dann aber auch 15€ pro Meter und das Bauen macht richtig viel Arbeit. Dafür ist er so hütesicher und haltbar, wie ein Zaun nur sein kann. Sicherer ist nur noch eine 2m hohe Betonmauer.

Die preiswerte Variante, die ich meinen Kunden gerne empfehle und selbst auch verwende, besteht aus 10cm starken Vollkunststoffpfählen an den Ecken, am Tor und ggf. zwischendurch alle 100m. Alle 25m ein 8cm starker Vollkunststoffpfahl. Dazwischen dann 6cm Vollkunststoffpfähle in etwa 5m Abstand.

Als sichtbare Litze verwende ich ein 20mm breites Band auf ca. 100-120cm höhe. Darüber eine, darunter 1-2 Reihen Monolitze. Die Monolitze hat extrenm wenig Widerstand, überträgt den Strom wegen des außen liegenden Drahtes perfekt aufs Tier und ist super preiswert (34€ für 1000m). Noch wichtiger ist, daß die Monolitze, wenn sich wirklich mal ein Pferd darin verheddert, nicht zu Verletzungen führt. Sie reißt, bevor sie einschneidet.

Die Litze wird mit Lochband und Spax-Schrauben direkt an die Pfähle geschraubt. Isolatoren sind wegen der Kunststoffpfähle nicht erforderlich. Wo keine Isolatoren sind, können die Dinger auch nicht kaputt gehen.

Für die Pfähle habe ich entsprechend kleine Hand-Erdbohrer (Durchmesser 1cm kleiner als der Pfahl). Ein Loch ist damit in 1.2 Minuten gebohrt. Pfahl mit ein Paar Hammerschlägen reinkloppen und er steht sofort fest.

Kosten für diese Variante liegen bei 1,50 - 1,80€ pro Meter.

Dazu ein vernünftiges Zaungerät und meine Pferde, egal ob Minishetty oder Tinkerhengst, bleiben immer auf der richtigen Seite vom Zaun.

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