Was begrenzt die Größe von Schulen in Deutschland nach oben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich denke, dadurch würde sich gar nicht so viel ändern. Denn man braucht trotzdem genauso viele Räume, genausoviele Lehrer, genauso viel Verwaltungspersonal, da sich ja die Zahl der zu betreuenden Schüler nicht ändert. Am Ende müsste so eine riesige Einrichtung auch wieder in kleinere Einheiten unterteilt werden, damit diese überhaupt irgendwie organisiert werden kann.

Du sprichst den Vergleich zu Universitäten an, aber auch an großen Campus-Universitäten findet nicht alles an einem Ort statt, sondern an vielen verschiedenen über die Stadt verteilten Instituten und Hörsaalgebäuden.

Außerdem hat jede Untereinheit an der Universität (Fakultäten, Institute, Lehrstühle usw.) auch nochmal eine eigene kleine Verwaltung. Unis sind also, obwohl sie nach außen vielleicht wie eine große Einheit wirken, tatsächlich intern extrem untergliedert und alles andere als ein Paradebeispiel für eine reibungslose Verwaltung.

Und was du auch nicht vergessen darfst: An der Uni studieren Erwachsene, die unabhängig sind. Eine Schule ist aber immer auch noch eine Art Schutzraum für Minderjährige, in dem möglichst gezielt auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden eingegangen werden soll. Das ist meines Erachtens kaum noch möglich, wenn man sich eine Schule mit Zehntausenden Schülern vorstellt, in der dann auch noch alle möglichen Jahrgangsstufen von 1 bis 13 untergebracht sind. Gerade die Jüngeren brauchen übersichtliche Strukturen und ein halbwegs geschütztes Umfeld. Das geht an kleinen, unabhängigen Schulen einfach besser.

Beste Grüße!

Ich sehe da schon mehr Synergien: Fachräume sind ja normalerweise nicht Vollzeit belegt - da ließe sich die Auslastung mit mehr Schülern insgesamt verbessern.

Bei der Verwaltung braucht man auch nicht die zehnfache Personalmenge, wenn die Schule zehnmal so groß ist. 

Dass es insgesamt weniger Kuschelfaktor für die Kleinen hat und unübersichtlich wird, kann ich aber nachvollziehen. Das ist ja selbst für Studenten schwierig, sich auf einem großen Campus zu orientieren und zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein.

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@zalto

Schwer zu sagen, aber ich sehe das Einsparpotential tatsächlich nicht so positiv. Schon an mittelgroßen Schulen stehen z.B. die Fachräume meiner Erfahrung nach sehr selten leer, weil es nicht viele davon gibt. Rechne das mal durch: Bei einem Gymnasium mit den Klassen 7 bis 13 und nur drei Klassen pro Jahrgangsstufe und zwei Stunden Physik in der Woche, braucht man 41 Stunden pro Woche einen ausgestatteten Physikraum. Damit ist der jeden Tag acht Stunden voll ausgelastet und man braucht wahrscheinlich schon einen zweiten, damit wenigstens noch etwas Puffer existiert. (Die Art der Rechnung kann man natürlich anzweifeln, aber ich wollte nur zeigen, dass man schnell auf hohe Auslastungszahlen kommt.)

Und was die Verwaltung angeht, da denke ich auch, dass man bei weitem nicht so viel einsparen kann, wie man denkt. Klar, es braucht dann z.B. nur einen Rektor, aber der kann auch nicht allein einen Komplex von 20.000+ Schülern und wahrscheinlich mehreren Hundert oder Tausend Angestellten anleiten. So haben auch die Unis zwar alle nur einen Rektor, aber dann noch mehrere Stellvertreter (Prorektoren), einen Kanzler für die Finanzen usw. und in den einzelnen Fakultäten auch nochmal mit drei bis vier Mann in der Leitungsebene besetzte Dekanate als Zwischenstufe.

Und was du auch nicht vergessen darfst: So eine Schule kann keine Kommune bezahlen. Es bröckeln ja schon an allen Ecken und Enden die bestehenden Schulen, vor allem die Grund- und Haupt- und Realschulen. Es kann sich schlicht und einfach keine Kommune einen dann wahrscheinlich in die Milliarden gehenden Neubau samt verwaltungstechnischer Umstrukturierung leisten.

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Bei 20.000 Schülern müsste das Einzugsgebiet der Schule extrem groß sein. Aus welchem Umkreis müssten die Schüler denn kommen, damit diese Anzahl an Schülern erreicht wird?

Zudem gibt es bei uns unterschiedliche Schulformen. Neben Gymnasium, Realschule, Gesamtschule & Co gibt es dann noch solche Formen wie Internate und Walldorfschulen. Für viele Eltern ist es manchmal schon eine Philosophie, wo sie ihre Kinder hin schicken ....

Ich würde sagen, dass Großstädte wie München oder Hamburg groß genug wären, um das Einzugsgebiet einer solchen Schule auf die Stadt zu beschränken. 

München hat allein 58 Gymnasien - warum? Das ist doch viel zu viel administrativer Overhead in der Verwaltung! Ein, zwei Mega-Schulen und schon könnte man die Hälfte dieser Gymnasien schließen.

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@zalto

Ich wohne "auf dem Lande" in einer Kleinstadt mit 18.000 Einwohnern. Wir haben hier am Ort eine Gesamtschule, die zu meiner Zeit 1.900 Schüler hatte. Das war damals die einzige Gesamtschule im ganzen Kreisgebiet - also kamen die Schüler auch aus dem ganzen Kreisgebiet, hatten Anfahrtswege teilweise von 25 km. Auf dem Lande brauchten die Schüler dann für diese Strecke mit dem Bus (mit 2-3 mal Umsteigen) jeweils 1,5 Stunden.

So, jetzt rechne das mal auf eine Schule hoch, die zehnmal so groß wäre!

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@derhandkuss

Wie gesagt, man braucht schon eine Großstadt, damit für solch eine Mega-Schule genügend Schüler vorhanden sind. 

Aber dort ließe sich die Verkehrsanbindung optimieren - über den Uni-Campus hier fahren sogar eigene Buslinien.

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Man möchte den Schulkindern einen zu weiten Schulweg ersparen.

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