Was befindet sich hinter den Grenzen des Universums?

25 Antworten

Nichts. Denn alles, was ist, gehört zum Universum. Kein Irgendetwas kann das Universum verlassen, denn wenn es sich irgenwo hinbewegt, wo vorher nichts war, dehnt es damit das Universum aus.

Die Frage ist sinnvoll, sofern mit "Universum" das bis heute erforschte Weltall bezeichnet wird. Dann wissen wir natürlich noch nicht, was wir morgen und übermorgen wissen werden. Da heißt es schlicht abwarten, zu welchen Befunden die Wissenschaft noch gelangt. Im übrigen hat der Gegenstand "Weltall" die Eigenart, nichts vor, hinter, über oder unter sich zu haben; sonst würde das alles ja zum Weltall hinzukommen müssen, wenn der Ausdruck "Weltall" sinnvoll gebraucht wird, also nichts ausschließen soll. Offenbar ist es irreführend, vom "Universum" zu reden; denn von diesem Wort kann man die Mehrzahl "Universen" bilden oder auch das Steigerungswort "Multiversum" ableiten. Dagegen kann es mehrere "Weltalls" - also mehr als alles - schlechterdings nicht geben, weswegen ich diesen schönen deutschen Begriff im kosmologischen Diskurs bevorzuge.

Naja ist eine art Paradoxon, wenn man der Urknalltheorie glauben darf, ist mit der Entstehung des Universums nicht nur die Materie entstanden aus der wir bestehen, sondern auch Zeit und Raum... folglich hat Zeit und Raum vorher nicht existiert. Da wir uns im Inneren des Urknalls befinden existiert außerhalb also weder Zeit noch Raum, noch Materie. Sicher ist das unser Universum endlich ist und immer weiter expandiert. Um die Frage zu beantworten was außerhalb liegt müsste man also beantworten was vor dem Urknall war... und eben dies entzieht sich jeder Erforschung und damit auch jeder Berechnung oder Spekulation.

Wie entstand die Materie im Raum?

ich habe mir jetzt zigmal dokus über den urknall angesehen. aber teilweise wächst es über den begriffshorizont hinaus. wie entstand die ganze materie die wir kennen?

war beim urknall die komplette materie (Wasserstoff+stickstoff) in einem punkt kleiner als ein atom vereint?

die materie ansich stellt ja nur ca 10% der masse des universums. geht man nur nach der materie, müsste das universum viel schneller expandieren. aber was genau ist die dunkle materie und dunkle energie?

das universum befindet sich ja in einer gratwanderung. wäre zu wenig materie + dunkle materie vorhanden könnte sich kein leben entwickeln. gäbe es zu viel, würde es in sich zusammenfallen. also muss es ja genau (auf ein millionstel % passen). war es nun zufall?

wie konnte sich der raum nach dem urknall schneller als das licht ausbreiten für einen kurzen moment. greift da der grundsatz: nur in einem raum kann nix schneller als das licht sein, aber der raum selbst kann schneller sein?

mich interessiert auch die quantenverschränkung über millionen von lichtjahren. da werden informationen ohne zeitverzögerung übertragen. wie ist das möglich?

fragen über fragen. beschränken wir uns einfach auf die materie.

Danke.

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Warum hat unser Taschen-Universum keinen Mittelpunkt?

Lesch & Gaßner behaupten in "Urknall, Weltall und das Leben" (Youtube), der Mittelpunkt unseres Universums sei überall. Ist das denn eine wissenschaftlich gesicherte Tatsache oder gilt das nur für spezielle spekulative kosmologische Modelle? Mir bereitet das Verständnis-Schwierigkeiten.

Falls wir etwa in einem Taschen-Universum innerhalb eines Eternal-Inflation-Szenarios leben, wie kann dann unsere Blase als endliches (jedenfalls bei Linde) Gebilde keinen Mittelpunkt haben? Liegt das daran, dass Taschen-Universen zwar endlich sind, jedoch möglicherweise torus- bzw. sphärenartige Formen besitzen könnten (irgendwie eingebettet in einen höherdimensionalen, umgebenden, inflationierenden Raum), so dass ein Mittelpunkt nicht definiert werden könnte? Aber muss das zwingend so sein? Welche Topologie haben denn Guth/Linde-Taschen-Universen? Gibt es kein Modell in dem Taschen-Universen doch klar definierte Mittelpunkte besitzen, da z.B. Kugel-ähnlich?

Wie können sich Lesch & Gaßner so sicher sein, dass unser Universum keinen Mittelpunkt hat?

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Warum sind Zeitreisen nicht möglich?

Zeitreisen gelten als reine Science Fiction; wenn man aber ernsthaft die Physikalischen Grundlagen betrachtet, ist der häufig reaktiv geäußerte Vorwurf Unsinn doch nicht haltbar. Also genau betrachtet: weil der thermodynamische Zeitpfeil aus der Vergangenheit in die Zukunft verweise, seien wir nur in der Lage, die Vergangenheit zu erinnern, in der Gegenwart zu Leben und ohne Wissen um die tatsächliche Zukunft diese erwarten zu können. So wie aus der Thermodynamik erklärt wird, das ein Glas, wenn es vom Tisch zu Boden fällt, dort zerspringt und dabei Wärme abgibt, die Entropie erhöht. Die Richtung des thermodynamischen Zeitpfeils (nach Stephen Hawking) verhindert, das sich schlagartig unter Wärmeaufnahme die Glasscherben am Boden wieder zusammenfügen und das Glas zurück auf den Tisch springt, weil dies einer Verletzung des dritten thermodynamischen Hauptsatzes gleichkäme, die Entropie sich schlagartig ohne Auslöser vermindern müßte usw. Der thermodynamische Zeitpfeil ist also mittelbar an den Raum geknüpft, weil Thermodynamik sich notwendig mit physikalischen Körpern beschäftigt, weil nur diese eine Entropie aufweisen können. Der Zeitpfeil ist offensichtlich an die Expansion des Universums gekoppelt. Die Zeit ist eine geometrische Funktion des Raumes, wie wir seit Einstein wissen. Daher müßte unter anderen Raumbedingungen, z. B. in der Nähe eines schwarzen Loches oder eines weißen Zwerges durch die erhöhte Raumzeitkrümmung es auch zum "Verbiegen", zum Verkrümmen des thermodynamsichen Zeitpfeiles kommen, der den Zeitablauf möglicherweise in von Zukunft nach Vergangenheit umwendet, so Stephen Hawking in "Eine kleine Geschichte der Zeit".

Meine Frage also a): sind Zeitreisen an die Richtung des thermodynamischen Zeitpfeiles unbedingt gebunden, der in unserem Universum scheinbar überall aus der Vergangenheit in die Zukunft weist, weswegen Zeitreisen in die Zukunft (bei "normaler Geschwindigkeit" von jedem ja täglich erlebt) möglich, solche in die Vergangenheit aber unmöglich sind? Wenn ja, welches ist der Grund für diese unbedingte Anbindung?

und b): wenn der thermodynamische Zeitpfeil durch überhöhte Raumzeitkrümmung in seiner Richtung umgekehrt werden kann, wie oben beschrieben, ist es dann möglich, den Grundzustand des Universums, seine Expansion, ausgelöst durch den Urknall, örtlich umzuwenden?

Wenn b möglich wäre, könnte von dort aus eine Umkehrung der Expansion des Alls ihren Anfang nehmen? Das ist der Hintergrund meiner Frage.

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Gibt es neben unserem Universum andere Universen?

Und wenn ja, woher wollen wir dann wissen, wer oder was dort lebt, ob nicht etwas jenseits dieses Universums Einfluss auf unseres hat. Und wenn sich unser Universum nur in einem riesigen Raum voller anderer Universen ausdehnt, was war dann der Anfang von alldem?

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