was bedeutet wenn der richter dem zeugen sagt sie dürfen unvereidigt gehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also eine gelogene Aussage vor dem Richter ist immer strafbar, wenn es herauskommt.

Der Richter sagt damit: "Danke für die Hilfe bei der Aufklärung des Vorganges. Ich glaube dir, dass es so war, wie du es geschildert hast." Der Zeuge verläßt den Zeugenstand ohne Vereidigung.

Auf Vereidigung drägen die Prozessbeteiligten, wenn sie einen Zweifel an der Richtigkeit der Aussage haben. Wenn man glaubt es ist gelogen oder beschönigt, dann wird eine Vereidigung veranlaßt. Auf eine Falschaussage unter Eid stehen strenge Strafen. Ich glaube sogar, dass man dafür in den Bau geht. Deshalb knicken Lügner meistens ein, wenn sie vereidigt aussagen. So ein Risiko will fast niemand eingehen.

Wenn später im Prozess oder auch nach der Urteilsfindung eine verlogene Zeugenaussage auffliegt, kann man auch später noch dafür belangt werden. Aber erst einmal hat keiner Grund zu zweifeln, also darf der Zeuge einfach gehen.

das heisst das alles dann geklärt ist und nichts weiters noch kommen wird zum zeugen oder ?

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@Casein77

So weit so gut. Bislang hat man keine Fragen mehr an dich. Sollten im Verlauf des Prozesses sich noch Fragen ergeben, melden sie sich bei dir. Das passiert aber eher selten.

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Ein Antrag auf Vereidigung bedeutet nicht zwingend, dass jemand Zweifel an der Aussage hat. Der Verteidiger kann das auch beantragen um die Zuverlässigkeit der Aussage hervorzuheben. Ich selbst bin schon vereidigt worden, und das nicht weil es Zweifel gab, sondern im Gegenteil, man wollte meine wahre Aussage extra deutlich machen.

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@roschue

Das kann natürlich auch sein. Ich wollte auf keinen Fall anständige, ehrliche Zeugen in ein falsches Licht rücken. Als Bekräftigung der Wahrheit kann man eine Vereidigung natürlich auch nutzen, besonders, wenn es eine wichtige Aussage ist.

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Danke für den *

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Dann kann der Zeuge aufstehen und gehen. Seine Aussage reichte allen Beteiligten aus.

Eine Vereidigung wird nur dann gemacht, wenn es einer der Prozessbeteiligen (Richter, StA oder RA) möchte.

Abgesehen von der wesentlichen höheren Strafandrohung bei einer Falschaussage unter Eid gibt es noch eine weitere Unterscheidung:

Eine uneidliche fahrlässige Falschaussage ist nicht strafbar, ein eidliche Falschaussage wird mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft.

Eine uneidliche fahrlässige Falschaussage ist nicht strafbar, ein eidliche Falschaussage wird mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft.

merke grade, dass es etwas missverständlich sein kann. Es soll heißen:

"Eine uneidliche fahrlässige Falschaussage ist nicht strafbar, eine fahrlässige eidliche Falschaussage wird mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe bestraft. "

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Heißt der Zeuge wird nicht vereidigt und es bestehen keine weiteren Fragen, so dass er gehen kann.

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