Was bedeutet "Temperaturwechselbeständig" bei z.B. einem Reagenzglas?

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3 Antworten

Das es nicht springt/platzt auch wenn die Temperatur kurzzeitig von beispielsweise 100° + auf 25° - wechselt

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Anders als Metall neigt Glas dazu bei plötzlichem und insbesondere bei lokalem Erhitzen einfach ein Riss zu bekammen. Wenn man einen Brenner an ein Metall (z.B. ein Rohr) hält, dann wird das heiß - dehnt sich aus. Jeder Klemptner nutzt diesen Effekt, wenn er z.B. eine festsitzende Verschraubung lösen will (durch die Ausdehnung des einen Teils relativ zum andern werden die "Verzahnungen zwischen den beiden Metallstücken -am Gewinde- gelockert. Beide Metallteile bleiben dabei heil. Wenn man das Gleiche mit Glas machen würde, platzt es. Deshalb muß ein Glasbläser erst das ganze Glasstück mit kleiner Flamme vorwärmen bevor er den Brenner lokal auf volle Pulle dreht und sogar das Glas zum Schmelzen bringen kann. In der Küche und im Labor wäre solches Vorwärmen natürlich lästig / zeitraubend und deshalb hat man Gläser (mit niedrigem Ausdehnungskoeffizienten) produziert, die da weniger empfindlich sind und einen schnellen Temperaturwechsel allerdings meist nur im Bereich 15° - 100° aushalten ohne zu platzen. Im Küchenbereich heißt das dann "feuerfest" oder ähnlich. Und ein Reagenzglas möchte man oft auch noch schneller und manchmal noch höher erhitzen ohne daß es platzt.

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Glas hat einen Ausdehnungskoeffizienten je kleiner dieser es desto resistenter ist das Glas gegenüber Teamperaturschwankungen. In diesem Bereich ist z.b. Duran Glas sehr gut.

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