Was bedeutet Tagessätze bei Betrug so reine Interesse... habe eben im Geschäft gehört...

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn eine Straftat nicht mit Freiheitsentzug, sondern mit einer Geldstrafe geahndet wird, legt das Gericht diese in so genannten Tagessätzen fest. Die Anzahl der Tagessätze und deren Höhe richtet sich nach der Schwere der Tat und nach dem monatlichen Einkommen. Also muss ein gut verdienender Manager für die gleiche Tat mehr zahlen, als ein Hartz IV-Empfänger. Und aufpassen: Ab einer bestimmten Anzahl von Tagessätzen (wieviele das genau sind, weiß ich momentan auch nicht) gilt man als vorbestraft, d. h. es gibt einen Eintrag ins Bundeszentralregister und das kann weitreichende Folgen (z. B. bei der Berufswahl) haben!

Das bedeutet, da ein Hartz-IV-Empfänger der ja 11 € am Tag bekommt, für Schwarzfahren z. b. 15 Tagessätze zahlen muss. Wenn er die 165,00 € nicht hat, kann er ja 15 Tage absitzen gehen. Im Gegenzug bekommt dann ein Wirtschaftkrimineller, wie z. B. Herr Zumwinkel dann zwei Jahre auf Bewährung. Wenn der jetzt schwarz fährt, muss er die Zwei Jahre absitzen. Ist doch gerecht so, Oder??? Ein Schelm. der Böses dabei denkt.

tagessätze werden aus dem monatlichen einkommen berechnet (1/30 davon = 1 tagessatz). verdient man wenig, sind die sätze auch niedriger.

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