Was bedeutet "Nachhaltigkeit" für dich?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz einfach: nichts!

"Nachhaltig" ist eben zur Zeit so ein Buzzword das alles und nichts bedeutet (vor ein paar Jahren war alles "innovativ").

Wie du selbst schon dargelegt hast, gibt es keine Verpackung, die wirklich "nachhaltig" ist. Das liegt in der Natur der Sache!

Ja, ich weiß dass ich einigen Idealisten damit weh tue, aber seien wir doch mal realistisch: fast nichts was die Menschen hervorbringen ist "nachhaltig" (von den Pyramiden vielleicht mal abgesehen).

Ich halte die Idee der sog. "Nachhaltigkeit" für einen Irrweg!

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Modewort. Es gibt sogar ganze Institute, die sich sehr seriös und wissenschaftlich mit Nachhaltigkeit beschäftigen.

Und vom Inhalt her ist Nachhaltigkeit ein wirklich sehr wichtiges Konzept dafür, dass die Menschheit auf der Erde noch möglichst lange unter einigermaßen erträglichen Bedingungen weiterleben kann.

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@Paguangare

Dann zeig mir doch mal bitte deren Definition von Nachhaltigkeit.

Dann wird vermutlich vieles klarer.

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Für mich ist Nachhaltigkeit eine Lebenseinstellung. Egal ob ich nur einkaufen gehe oder auch in der Urlaub fahre achte ich auf Nachhaltigkeit.

Konkret bedeutet das für mich dass ich auf nicht nachwachsende Verpackungen verzichte. Oder dass ich zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit eine Fahrgemeinschaft bilde. Ich achte halt sehr darauf, das durch mein Handeln die Natur nicht unnötig belastet wird.

Um das zu schaffen lese ich halt im Netzt hier und da ein bisschen rum auf Blogs wie zum Beispiel nachhhaltiggehtdas.de. Das sind eigentlich immer Leute mit guten Strategien zu Nachhaltigkeit.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Worauf ich persönlich achte:

Nachhaltigkeit:

Die Ressourcen sind erneuerbar, wachsen also nach. Sie sind biologisch abbaubar, sprich sie verrotten schnell, da aus "natürlichen" Materialien hergestellt (no plastics)

Nachhaltig ist für mich auch, dass die gekauften Produkte langlebig sind. Also renne ich nicht jeden Trend nach, Beispiel: mein Handy ist nach 4 Jahren immer noch ok...es funktioniert und tut was es soll. Wozu also das "neueste" Modell kaufen?

Nachhaltig ist für mich auch Müllvermeidung und verantwortungsvoller Umgang mit allen Ressourcen.

Wasser und Energie sparen, nicht mehr kaufen als ich esse, dabei weitestgehend auf Verpackungen verzichten. Ja ich gehe mit Tupperschalen einkaufen und Obst lasse ich lose abwiegen und habe es dann lose im Einkaufskorb.

WEIL das im Discounter idR nicht geht ("packen Sie ihr Zeug in Tüte ab und wiegen Sie es...." kaufe ich beim Obst- und Gemüsefachhändler. Ja ein "Türke".... und der wiegt es ab und kippt es mir dann in den Korb!

Ich meide ultraverarbeitete Produkte, weil selber machen spart Transportwege. Aus demselben Grund kaufe ich regional beim Direktvermarkter bzw auf dem Wochenmarkt beim lokalen Erzeuger.

Ich repariere Defektes (bzw lasse reparieren) und pflege Vorhandenes.

All das zusammen genommen ist für mich nachhaltiges Handeln.

sie verrotten schnell
dass die gekauften Produkte langlebig sind

Schon diese beiden Punkten stehen in direktem Widerspruch.

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@exxonvaldez

Nö. Beispiel: Selbst genähte Klamotten aus Stoff sind langlebig, weil haltbar gefertigt.

Stoff verrottet allerdings schnell, wenn er nicht im Recycling, sondern im Müll landet.

Soll heissen die Langlebigkeit bezieht sich auf die Nutzungsdauer der Produkte und nicht auf die endgültige Entsorgung.

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der Begriff Nachhaltigkeit ist ein Beispiel für eine ambivalente Bedeutung.

Einerseits wird er in der Wirtschaft als ein Synonym für "Nachdrücklichkeit" oder "Fortführung" benutzt, z.B. in "nachhaltiges Wachstum".

Bemerkenswert ist dabei, daß die wirtschaftlichen Interessen meist im Gegensatz zu den Umweltschutz-Interessen stehen, die die andere Bedeutung des Begriffs ausmachen. Nachhaltigkeit bedeutet hier, daß das, was einem System entnommen wird, auch wieder zugeführt werden muß. Ein Schutz des Systems soll damit zukünftig gewährleistet werden.

Es ist offensichtlich, daß die derzeitige Wirtschaftsweise dem Gesamtsystem mehr entzieht, als ihm zuzuführen (Resourcen, Raum, Natur etc.). Der Begriff wird daher gerne verwendet, um dies ein bißchen zu kaschieren.

Am nachhaltigsten ist es, wenn alle der genannten Kriterien zusammentreffen. Das könnte dann z.B. der berühmte Jutebeutel sein.

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