Was bedeutet mein Arbeitszeugnis genau?

3 Antworten

Grundsätzlich entsprechen die Formulierungen im Zeugnis durchgängig einem befriedigend. Allerdings ist die Leistungsbeurteilung schon sehr knapp ausgefallen, was das Zeugnis eher Richtung "ausreichend" abwertet.

Sachlich falsch ist der Begriff Mitarbeiter. Den verwendet man, wenn der AN Führungsaufgaben hatte - was bei einem Azubi ja nicht der Fall ist. Da muss es "Kollegen" heißen.

Auf eine Schlussformel hat man keinen rechtlich durchsetzbaren Anspruch. Trotzdem kannst du das als Aufhänger nehmen und auch die schwache Leistungsbeurteilung ansprechen. Im Zweifel muss der AG belegen, dass du tatsächlich schlechter als "befriedigend" warst. Willst du ein besseres Zeugnis als 3 haben, müsstest du belegen, dass du es verdient hast.

Vielen Dank für Ihre/deine Antwort.

Ziehen Leute, die jemanden einstellen, wirklich solche Schlüsse?

Also.. eigentlich eine befriedigende Leistung, aber weil die Beurteilung so knapp ist, doch eher ausreichend? Das fände ich schon sehr blöd, weil ich eine ausreichende Leistung ganz sicher nicht verdient hätte.

Und weißt "gute Fachkenntnisse" und "immer zu unserer vollen Zufriedenheit" nicht eher auch auf eine gute Leistung hin?

Ich weiß, dass man auf eine Schlussformel keinen Anspruch hat, aber wenn so gar keine vorhanden ist, wirkt das in meinen Augen sehr negativ. Ist das ein falscher Eindruck?

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@Ratsucher2221

Ziehen Leute, die jemanden einstellen, wirklich solche Schlüsse?

Davon musst du zumindest ausgehen.

Und weißt "gute Fachkenntnisse" ... nicht eher auch auf eine gute Leistung hin?

Ja, aber tendenziell zu befriedigend. Gut wäre "umfassendes und gutes Fachwissen."

"immer zu unserer vollen Zufriedenheit" 

Prinzipiell schon, aber in diesem Satz beziehen sich die "immer" meiner Ansicht nach nur auf sorgfältig und zuverlässig, nicht aber auf "zu unserer vollen Zufriedenheit."

Ich weiß, dass man auf eine Schlussformel keinen Anspruch hat, aber wenn so gar keine vorhanden ist, wirkt das in meinen Augen sehr negativ. Ist das ein falscher Eindruck?

Das kommt auf das Zeugnis an. In diesem Fall würde ich dir zustimmen.

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@DarthMario72

aber in diesem Satz beziehen sich die "immer" meiner Ansicht nach nur auf sorgfältig und zuverlässig, nicht aber auf "zu unserer vollen Zufriedenheit."

Da stimme ich dir zu. Der Satz ist aber vielleicht nur versehentlich falsch konstruiert.  "immer sorgfältig, umsichtig, zuverlässig und stets zu unserer vollen Zufriedenheit" wäre eindeutiger.

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@Hideaway

Mag sein, dass das nur versehentlich so formuliert wurde - das können wir allerdings nicht wissen. Meiner Ansicht nach würde aber ein "stets zu unserer vollen Zufriedenheit" dem Rest des Zeugnisses widersprechen.

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@DarthMario72

Du hast Recht. Ich hatte mich jetzt nur auf diesen Satz fokussiert. Aber vielleicht ist´s ja eine kleine Hilfe bei der "Korrektur" des Zeugnisses durch den Arbeitgeber.

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Auf meinem kaufmännische Zeugnis steht auch keine abschlussformel. Dein Zeugnis klingt ähnlich wie meins. Ich schätze mal eine 3.  Ich hatte eine uberbetriebliche Ausbildung gemacht und alle bekamen das gleiche Zeugnis vom Inhalt her.

Vielen Dank für dein Feedback.

Wurdest du schon mal bei Bewerbungen oder so auf die fehlende Schlussformel angesprochen?

Auf mich wirkt das etwas unfreundlich und ich finde es fast ein wenig schade, dass mir scheinbar nicht gedankt und alles Gute gewünscht wird, immerhin habe im in dem Unternehmen (ein großer Vertreter aus der Bankbranche) drei Jahre gut gearbeitet und bin nie negativ aufgefallen. 

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Schulnote 2-3.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Damit könnte ich leben.

Darf ich fragen, worauf Ihre Einschätzung basiert?

Ein anderer User ließt daraus scheinbar eher 3-4. :(

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@Ratsucher2221

Diesem anderen User muss ich mich anschließen. Seine Aussagen kann ich vollumfänglich unterstützen. Mehr als 3-4 gibt das, was im Zeugnis steht, nicht her.

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