Was bedeutet Leverage?

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4 Antworten

Eigenkapital ist haftendes Kapital. Das heißt, es kann bei Insolvenz verlorengehen und trägt also ein höheres Risiko. Daher ist es teurer am Kapitalmarkt. Fremdkapital kann aus einer Investition schneller abgezogen werden und trägt daher ein geringeres Risiko. Deshalb ist es billiger. Wenn man mehr Fremdkapital in einem Unternehmen einsetzt sinken somit die Kapitalkosten und das Eigenkapital hat eine höhere Rendite. Das nennt man Leverage-Effekt. Genaueres kann man in Standardwerken zur Finanzierung nachlesen, z.B. von Peridon/Steiner.

Es ist eine rein rechnerische Sache - die sich dann 'real' (sehr gut/sehr schlecht) auswirken kann. (So wie bei allen 'Dingen' des Lebens - sie beginnen rein theoretisch im Kopf - und dann (scheint) es sich tatsächlich immer mehr zu verfestigen - und zum Schluss kannst du sogar 'real' daran zu grunde gehen/erfolg haben. Thats life :-))

Um ein wenig damit rumzurechnen und vielleicht sogar ein Gefühl dafür zu entwickeln (falls du das willst), Link: http://www.docju.de/themen/fiwi/finanzierung/leverage.htm

Das war so eine Antwort wie "Wie schnell fährt der Wagen?" - "Nun, wenn sie das Pedal fester drücken, fährt er schneller, wenn sie es weniger drücken, langsamer, je nachdem wie fest sie es über längeren Zeitraum drücken, desto höher fällt die Endgeschwindigkeit bis zu einem bestimmten Punkt aus...!"

Also mir hat's nicht geholfen.

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Leverage

Hebel(wirkung), durch den (die) ein eingesetztes Kapital von der eintretenden Entwicklung überproportional betroffen wird. Liegt z. B. der effektive Zinssatz für Kredite unterhalb der Verzinsung am Kapitalmarkt, kann der Anleger mit aufgenommenen und wieder am Kapitalmarkt investierten Geldern die Rentabilität seiner Anlagen mitunter erheblich erhöhen. Verkehrt sich der Zinstrend, verliert er dagegen überproportional. Von einer solchen Hebelwirkung mit den entsprechenden positiven oder auch negativen Konsequenzen spricht man auch im Zusammenhang mit Optionsscheinen und Optionen (vgl. Optionsscheine, Optionen, Hebeleffekt).

Bei Leverage meint man in den meisten Fällen ein Hebelgeschäft. Es funktioniert z.B. in dem man einen Kredit (Fremdkapital) mit günstigen Zinsen aufnimmt, und dafür eine Versicherung oder Kapitalanlage kauft, die einen höheren Zins bietet. Mit einem Teil des Ertrags der Versicherung, werden die Zinsen des Kredites gezahlt. Nach Ablauf der Versicherung wird der Kredit zurückgezahlt und die Differenz bleibt als Gewinn übrig. Durch die unterschiedlichen Zinsen, entsteht eine Zinsdifferenz. Z.B. Kreditkosten 3%, Verzinsung Versicherung 8% waren reale Beispiele aus jüngster Vergangenheit.

In vielen Fällen gibt es hier noch eine Steigerung, in dem das mehrfache an Fremdkapital im Hebelgeschäft eingesetzt werden.

Rein rechnerich betracht zunächst ein recht lohnendes Geschäft. Doch es gibt hier hohe Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten.

  1. Ein steigender Kreditzins, läßt das Geschäft platzen. Der Anleger muss Zins und Tilgung aus eigenen Mittel zahlen
  2. Geringere Verzinsung der Versicherung. Auch hier muss der Anleger aus eigener Tasche die Differenz für den Kredit zahlen.

Das Kreditrisiko trägt in der Regel immer der Anleger und die Rendite für die Kapitalanlage wird nie garantiert.

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