Was bedeutet: Keine lebensverlängernden Maßnahmen; genau?

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3 Antworten

Hallo Salza!

Deine Situation tut mir sehr leid! Ich versuche die Frage zu beantworten.Durch Forschritte in der Medizin und Technik tritt im Laufe einer Krankheit immer später der Fall ein, daß man den Tod nicht mehr aufhalten kann. Diese Erfolge können aber nicht nur das Leben, sondern auch das Sterben verlängern.Damit wird es in einigen Fällen nur das Leiden verlängert. Der Erhalt des Lebens wird für alle Beteiligten Sinnlos, wenn der Patient durch die Maßnahmen nur noch zu einem lebendigen Automaten wird. Wenn es in der Prognose eine Chance zur Widerkehr des Bewußtseins gibt, verfahren die Ärzte automatisch - In dubio pro vita - d.H. im Zweifel für das Leben (und dies !!!müssen!!! sie auch.) Dann wird der Patient/die Patientin in einem Zeitfenster von wenigen Minuten wiederbelebt (ja, auch mit Defi`wenn es sein muss!), Kreislauf und Atmung werden stabilisiert,er/sie wird an die Monitore angeschlossen,die Medikation läuft weiter, und wir warten Händeringend auf das "große Erwachen". Ist die Prognose eher ungünstig (und es liegt keine Patientenverfügung vor), versammeln sich alle Beteiligten zu einem Konsil (Angehörige, Fachärzte, Pfleger - lassen wir bitte!!!! den Seelsorger diesmal ganz weg :(!- ). Keiner darf alleine entscheiden, wie die weitere Verfahrensweise sein wird, es muss darüber abgestimmt werden!Um Dich zu entscheiden, musst Du das Krankheitsbild und die Prognose kennen, und soetwas am Telefon zu besprechen ist zu privat und unpersönlich!Die Ärzte können wahrscheinlich nicht vorhersagen, ob und wann ein solcher Notfall gegeben sein wird, deshalb wollen sie schon im Vorfeld diesen "Notfall-Konsil" ansteuern. Denn wenn er eintrifft, sind sie mit etwas anderem beschäftigt als Angehörige anzurufen, herbeizuordern Vortrag zu halten und nach dem Willen auszufragen.Deswegen solltest Du auf Alle Fälle hin, es ist von keiner/m Böse gemeint!Für Die Zukunft wünsche ich Dir vile Kraft und alles Gute!

Gruß: Isabella Blunt

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Kommentar von salsa123
14.06.2010, 15:25

Danke, um genau das:"d.H. im Zweifel für das Leben (und dies !!!müssen!!! sie auch.)" ging es mir. Ich wollte kein: ach ja, sie ist eh körperlich angeschlagen, dann ist das, dass sie gar nicht erst wieder aufwacht ,das beste für sie Der Tod an sich macht mir keine Furcht, wir haben ihn in unserer Familie sehr oft als Gast. aber zu gehen, wenn es noch nicht wirklich notwendig ist, schon!

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Das Defibrillieren ist nicht nur eine lebensverlängernde Maßnahme, sondern sogar eine Lebensrettende Maßnahme!

Zu ersterem zählen auch Antibiosen, Ernährungssonden, Operationen etc.

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Der einnsatz deß Defi is ja ne lebensrettende Maßnahme dazu ist ja der Arzt verpflichtet.Lebenserhaltend ist glaub ich eben mit magensonde usw.Wenn deine mutter noch geistig fit ist könntet ihr ja eine patientenverfügung machen

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Kommentar von blunt
14.06.2010, 15:07

Sie braucht keine Magensonde, sie ist Nierenkrank!!!

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