Was bedeutet in der Elektrik Sprache "Auf Masse geschaltet"?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

bei den meisten Fahrzeugen sind zB die Öldruckschalter "auf Masse geschaltet". Das bedeutet, das am Schalter selber Strom anliegt, welcher mit der Cockpitbirne verbunden ist (nur EIN Kabel). Wenn der Öldruck im Motor fällt, schließt der Öldruckschalter den Stromkreis und die Glühlampe im Cockpit leuchtet.

Es bedeutet als nichts anderes, als das die Masseseite am Verbraucher geschaltet wird. Normalerweise wird die Stromseite geschaltet Stromverlauf: Pluspol - Schalter - Verbraucher - Masse. Bei einer Massenschaltung ist es umgekehrt... Stromverlauf: Pluspol - Verbraucher - Schalter - Masse

nix weiter

Wo ist der sinn ? oder was ist dann besser ?

Sag mal noch paar beispiel bitte

0
@Nohaa

Wo der Sinn ist? Ganz einfach: bleiben wir beim Öldruckschalter, dieser ist mit dem Motorgehäuse verbunden (Masse). EIN einziges Kabel geht von dem Öldrückschalter weg zur Öldrucklampe im Cockpit. Sobald die Zündung an ist, bekommt die Öldrucklampe DAUERSTROM, die Lampe leuchtet. Wenn der Motor aber läuft, unterbricht der Öldruckschalter die den Kontakt es Kabels zum Motorgehäuse (Masse wird geschaltet). Solange Öldruck vorhanden ist bleibt die Lampe im Cockpit aus, weil sie keine Masse hat.

Würde man die Öldrucklampe auf der Stromseite regeln, müsste man ein Stromführendes Kabel zum Schalter HIN legen und eines was vom Schalter WEG zur Glühlampe führt. Zusätzlich muss an dem Lämpchen noch für Masse gesorgt werden damit der Stromkreis geschlossen werden kann.

Du siehst, das der Schaltkreis über Masse im Falle des Öldruckschalters EINFACHER ist, als über Strom, zumal der Schalter auch wesentlich einfacher gestaltet werden kann. Entscheidene Faktoren sind natürlich immer die Kosten und die Zuverlässigkeit.

0

Hallo zusammen

Ich versuche es mal so zu erklären. Batterie Plus- Verbraucher ( leuchte zB. ) Schalter- Masse. vom Stromlauf her gesehen. Also wird der Stromkreis so geschlossen wenn die Schaltfunktion hinter dem Verbraucher angeordnet ist. Im Umgekehrten bedeutet das eine Plusschaltung, also die Stromquelle , der schalter , der Verbraucher und dann gegen die Masse.

Masseschaltungen sollen für den Schalter bei höheren Strömen schonender ( Verschleiß durch abbrand ) sein. Joachim

Dass dadurch der Kontaktabbrand veringert wird halte ich für ein Gerücht. Es handelt sich immer um den gleichen Strom, das einzige was sich ändert, der Kontakt, der dem Pluspol näher liegt heizt sich theoretisch etwas mehr auf. Je nach Schaltung ist das der eine oder der andere Kontakt des (gleichen) Schalters.

0
@Sorbas48

Nur leider brennen immer die Masseanschlüsse statt die Plusanschlüsse ab. Die Masseanschlüsse werden mehr ausgereizt, da man z.B. nur einen Masseanschluß an einem Rücklicht hat, aber für jede Plussteuerung der Birnen ein Kabel. Wenn man also Licht, Blinker Nebelschlußlicht und Bremse an hat wird das Massekabel mit ca.83 Watt= knapp 7Ampere belegt und jedes einzelne Pluskabel mit max 21 Watt = kapp 2Ampere.

0
@Thunder1262

Das ist allerdings eine Angelegenheit der Dimensionierung im PKW. Mein Argument war, über einen Schalter fließt immer der gleiche Strom, unabhängig davon ob er gegen Masse oder Plus schaltet. Was in den Zuleitungen und Ableitungen so allgemeion "eingespart" wird ist eine andere Geschichte.

0

Das bedeutet, eine Leitung ist auf Erdpotenzial = Masse geschalten. Dieser Begriff kommt meist in der Elektronik und in der KFZ Elektrik vor. Eine auf Masse geschaltete Leitung ist NICHT Signal führend und kann auch keine Einstreuungen aufnehmen. Typisch auf Masse geschalten werden z.B. die Abschirmgeflechte von abgeschirmten Leitungen

Bei Freileitungen (Hochspannungsfreileitung, Eisenbahnfreileitungen) wird aus Sicherheit für das Wartungspersonal die Leitung auf Masse geschaltet. Das verhindert die Gefährdung der Mitarbeier bei Blitzeinschlägen, Fehleinschaltungen oder Uebersprechungen.

Der Schalter befindet sich in der Masseleitung, es liegt somit ständig die Betriebsspannung am Gerät an.

Das ist leider falsch! Die Masseleitung ist das Bezugspotenzial zur Betriebsspannung und ist gleichbedeutend mit 0 Volt.

Was an Masse angeschlossen ist, ist noch lange nicht an die Betriebsspannung angeschlossen. Es ist damit nicht gesagt, wie eventuelle weitere Geräteklemmen mit irgend etwas verbunden sind!

0
@Sorbas48

Ich verstehe es so. Beispiel:

Ein massegeschalteter Türkontakt im Auto hat 12V anliegen, der Schalter ist in der Masseleitung. Wo ist nun das Problem? Es geht offensichtlich um eine Frage aus dem Bereich der KFZ-Elektrik.

0
@Schnulli00

es ist ein Unterschied ob etwas auf "Masse geschaltet" = an Masse fest angeschlossen oder "gegen Masse geschaltet" = zu Masse über einen Schalter geschaltet wird.

0
@Schnulli00

Schnulli00, das ist auch falsch. Ein Massegeschalteter Türkontakt hat kein 12 Volt anliegen, auch wenn du eventuell im Ruhezustand 12 Volt mißt. Nimm die Birne von den Innenleuchten raus und du kannst keine 12 Volt mehr messen. Die Türschalter haben meißt nur einen Kontakt in form eines Kabels hinten dran und der wird bei Öffnen der Tür auf masse gelegt. Hättest du da 12 Volt von einer Sicherung dran gäbe es einen Kurzschluß.

0
@Thunder1262

Ich verstehe den Einwand nicht. 12V sind 12 V, egal ob von einer Sicherung oder von einer dazwischengeschalteten Lampe.

Und nun verinnerlich nochma, was ich geschrieben habe:

"Der Schalter befindet sich in der Masseleitung, es liegt somit ständig die Betriebsspannung am Gerät an."

Das ist genau das, was du jetzt mit anderen Worten beschrieben hast und gleichzeitig behauptet hast, es wäre falsch.

0

Was möchtest Du wissen?