Was bedeutet in der deutschen Grammatik transitiv und intransitiv?

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4 Antworten

Für den Hausgebrauch am besten ist die Definition:

Transitive Verben können ein Akkusativobjekt bei sich haben, intransitive nicht. Wenn ein Verb transitiv ist, kann man ein persönliches Passiv bilden, bei dem der Akkusativ des Aktivsatzes zum Subjekt wird.

Das Verb "bauen" ist transitiv, und wenn man das AO weglässt, ist es es auch noch transitiv, aber manche sprechen dann von intransitivem Gebrauch.

Man kann also sagen : ich baue         
                      oder      : ich baue ein Haus

"ein Haus" ist ein AO (Akkusativobjekt: wen oder was baue ich?).
Also mögliche persönliche Passivbildung:

das Haus wird von mir gebaut

Nehme ich "helfen", geht im Aktiv nur: ich helfe dir
Passend dazu ein unpersönliches Passiv: dir wird geholfen
(das in der Werbung beliebte "du wirst geholfen" ist falsch und führt zu Grammatikfehlern)

"helfen" ist also intransitiv, aber nicht nur die Verben mit Dativobjekt, sondern auch die mit Genitivobjekt sind intransitiv:

ich gedenke der Ahnen (Kein persönliches Passiv möglich!)

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Ein transitives Verb ist ein Verb, was ein Akkusativobjekt braucht. 

Mögen zum Beispiel. Man kann nicht einfach so mögen, man kann nur etwas mögen. Äpfel oder Computerspiele oder bestimmte Menschen.

Man kann sagen "Ich mag dich." aber nicht einfach "Ich mag."

Dementsprechend kann man von "mögen" auch das Passiv bilden. "Du wirst von mir gemocht."

Intransitive Verben sind Verben, die kein Akkusativobjekt brauchen. Entweder brauchen sie überhaupt kein Objekt (zum Beispiel "schlafen") oder das Objekt ist beispielsweise im Nominativ (zum Beispiel "untergehen": "Die Sonne geht unter."). Man kann zu instransitiven in der Regel auch kein Passiv bilden.

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Kommentar von knallpilz
08.07.2016, 08:06

Es gibt natürlich auch Verben, die beides sein können.

Man kann zum Beispiel tanzen oder etwas tanzen.

"Was machst du?" "Ich tanze." "Ja und was?" "Ich tanze Samba."

Beim ersten mal ist tanzen intransitiv, beim zweiten mal transitiv.

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Kommentar von macqueline
08.07.2016, 08:07

Jetzt weiss ich das endlich auch!

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Kommentar von knallpilz
08.07.2016, 08:15

Das mit "Sonne geht unter" und Objekt ist Quatsch, merke ich gerade. :D

Der Rest stimmt...

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Bei transitiven Verben brauchst du noch ein Objekt, damit das Verb im Satz sinn ergibt. Das Objekt ist dann im Akkusativ (wen oder was).

zB Ich baue eine Sandburg.

Ich = Subjekt - baue= intransitives Verb - Sandburg= Objekt

Wenn du ein transitives Verb hast, dann kann damit auch eine Passivform gebildet werden, bei der das Objekt zum Subjekt wird.

zB: Eine Sandburg wurde gebaut.

Sandburg = Subjekt - wurde gebaut = Verb/Partizip im passiv

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Ich kenne die konkrete Verwendung in Wiktionar nicht. Aber was "Transit" ist, weißt Du ja wahrscheinlich. Und "transitiv" ist das Eigenschaftswort dazu (ich würde es vielleicht mit "vorübergehend" übersetzen), bzw. "intransitiv" das Gegenteil ("beharrend").

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