Was bedeutet ,,im Zweifel für den Angeklagten"?

8 Antworten

Sieh es doch mal so: Letztlich wurde er bestraft. Über die Angemessenheit der Strafe kann man lang diskutieren, aber letztlich ist er nicht unbescholten davongekommen. Und das ist doch gut.

Ich denke nicht, dass man dir nicht geglaubt hat. Jeder Mensch, auch ein Richter, hat bestimmt viel Sympathie mit dir. Aber ein Richter muss eben auch den Rechtsstaat wahren, wozu der Rechtssatz: "In dubio pro reo" gehört.

Dieser bedeutet, dass wenn ein Sachverhalt sich nicht mehr eindeutig beweisen lässt, also der Angeklagte nach der Beweislage auch unschuldig bzw. zu Unrecht beschuldigt sein KÖNNTE (nicht IST), er freigesprochen werden muss.

Das ist leider ein großes praktisches Problem in der Rechtsprechung: Der Beweis.

Ja, ich habe gehört das 90 TS wohl ein empfindliches urteil sind ... aber es wird für ihn kaum folgen haben verstehst du . 

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@Senem12345694m

Ja, seine Strafe hat nicht mal annähernd die gleichen Folgen wie sein Verhalten es für dich bedeutet hat.

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Ist einerseits für ein Opfer leider so, aber andererseits auch gut. 

Es gibt Länder, da wirst Du ins Gefängnis gesteckt, weil irgendwer Dich nicht leider kann und keiner überprüft Indizien, die für oder gegen den "Täter" sprechen. 

Zwar ist die Entscheidung der Gerichte nicht immer nachzuvollziehen, aber wenn auch nur geringste Zweifel an der Schuld bestehen, dann halt "im Zweifel für den Angeklagten".

Wobei ich aber schon oft festgestellt habe, dass dann eine "Gerechtigkeit" / "Strafe" von oben kommt. Setzt dich also an den Fluss und warte, bis die Leichen an dir vorbei treiben

Hallo,

in einem solchen Fall sollte ein psychologisches Gutachten geholt werden. Der Psychologe hätte festgestellt, daß du dadurch traumatisiert worden bist, und dir wäre Schadensersatz zugesprochen worden...

Hat deinen Anwalt womöglich "geschlafen", war das ein Strafrechtler?

Emmy

Zeugen haben normalerweise keinen Anwalt. 

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@Bitterkraut

Hallo,

in dem Fall war die Fragestellerin Opfer und nicht Zeugin!

Emmy

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@emily2001

in dem Fall war die Fragestellerin Opfer und nicht Zeugin!

Opfer sind Zeugen. Sie können darüber hinaus auch als Nebenkläger auftreten.

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Hey nein ich hatte keinen Anwalt , weil ich mir keinen leisten könnte es war nur ein Vergehen , was angeklagt wurde ..

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@Senem12345694m

Wer hat gesagt, daß es "nur" ein Vergehen wäre?

Hat der Typ womöglich von irgendwoher Unterstützung erfahren?

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Nein das war die Staatsanwaltschaft , er war etwas psychisch krank das würde beachtet . 

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Das ist doch so einfach gar nicht festzustellen und hat keine Beweiskraft vor Gericht.

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@Menuett

Mag sein, aber man kann sich fragen, ob eine solche Figur als Lehrer geeignet ist, wenn er schon Mitschüler genötigt hat, und wenn er psychisch krank ist...

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Ja süße das ist halt in Deutschland so Resozialisierung . Ich kann nicht nachvollziehen wie das Amtsgericht so entscheiden konnte , er hat Bilder vom Geschlechtsakt gemacht und weiter verschickt und ja ich bin traumatisiert und ja er hat sogar heimlich ein Video gedreht ! 

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Im zweifel bedeute das es  einige  punkte  gibt die nicht ganz klar sind und dan eben  für den angeklagten sprechen!

Ich gehe mal davon aus  das er minderjährig ist dann kommt er mit den sozialstunden durch du kannst das nur  verbuchen und zb  vergessen!

Leider gab es auch Frauen die falsche Anschuldigen gemacht haben was dann  den echten opfern  geschadet hat!

Er wird bestfat den  stellt er nochmalig was  in der Richtung an wird es    wesentlich mehr an strafe  für ihn geben oder irgendwann sogar Knast!

In der Frage steht Tagessätze, ergo Geldstrafe, ergo Erwachsenenstrafrecht.

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@kevin1905

Stimmt schon das wurde aber erst   im Kommentar  klar.!Aber dan ist die  Wahrscheinlichkeit Seher hoch das  wen das nochmal passiert er mit dem Knast zurechnen hat oder mit sogar einer  sicherungsverwahrug!

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Bei sexueller Nötigung und Vergewaltigung kommt der Mann meistens davon.

Ist leider so, dass das nur sehr selten nachzuweisen ist.

Da ist ein wütender Vater/Bruder/Freund meist sinnvoller als eine Anzeige bei der Polizei.

Das stimmt er hat halt extrem gelogen , es war dann eine Aussage Aussage Konstellation in der sogar mir unterstellt wurde das Grund hätte zu lügen . Ich bin sehr erschüttert ... 

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Aber verstehe nicht ob mir jetzt nicht geglaubt wurde Oder ob man es nicht beweisen konnte . 

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@Senem12345694m

Nach ZPO gibt es den sogenannten "Anscheinsbeweis".

Dieser Anscheinsbeweis wird von Richtern angewandt, wenn sie kurzen Prozess machen wollen und der "Überzeugung" sind, dass der Fall für sie klar ist und dem "Anschein" nach bewiesen ist.

Dazu kann ein Richter sogar auf die Anhörung von Zeugen und die Prüfung von vorgelegten Beweisen verzichten. Eine Vorschrift darüber, dass ein Richter sich für diese einseitige Parteinahme zu rechtfertigen habe, gibt es nicht, so dass der Willkür alle Tore geöffnet sind.

So lange diese Rechtbeugungen sich nur auf unbekannte Gerichtsverfahren - wie in Deinem Fall geschehen -, kommen die Gerichte hiermit durch. Erst wenn Presse und Öffentlichkeit sich für einen Fall interessieren und das Gericht befürchten muss, vorgeführt zu werden, besteht die Chance auf ein faires Gerichtsverfahren.

Dann kommt es. - wie z. B. Im Fall des NSU-Prozesses in München oder Jim Fall Kachelmann geschehen - zu umfangreichen wochenlangen oder sogar jahrelangen Gerichtsverfahren, in denen das Gericht sich der Öffentlichkeit als Institution präsentiert, der es einzig und alleine um die Wahrheitsfindung gehe und kein Aufwand gescheut werde, um dieses Ziel zu erreichen.

Diese richterliche Willkür ist sogar hoechstrichterlich abgedeckt durch Urteile des BVerfG und des BGH, die beide festgestellt haben, dass dort, wo ein Richter mit einer Sache betraut wurde, der Bürger davon ausgehen könne, dass alles mit rechten Dingen zugehe.

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