Was bedeutet im Zen-Budismus: "Alles ist Nichts und Nichts ist Alles?"

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das bedeutet, dass du nur, wenn du alles loslässt, alles gewinnst, nämlich dein Selbst erkennst.

@gottesanbeterin - Ich danke Dir für diese für mich wertvolle Erklärung und vor allem für den in der Antwort von Cyber12 von Dir stehenden für mich besonders wertvollen Kommentar:" Nur, wenn Du nichts hast/wenn dich nichts hat, bist du alles."

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@Timeoscillator

Danke fürs Sternderl, damit hast du mich überrascht!

Man könnte auch saqen: nur, wenn man sich ganz leer macht, wird man der Fülle gewahr.

Es gibt gute Techniken, sich leer zu machen und die Fülle des Selbst zu erfahren.

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@gottesanbeterin

Hier noch etwas, was auch in diese Richtung geht...und zwar sagte George Harrison (Beatles) mal etwas, was ich bisher nie verstanden hatte: "Die Wahrheit findest Du nur in Dir selbst !"

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@Timeoscillator

In Indien nennt man den Vorgang der Selbstfindung ja auch "selfrealisation", also Selbstverwirklichung; bei uns wird das mit einer Art "Ego-Verwirklichung" verwechselt.

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@gottesanbeterin

Hier wurde jedoch nicht beachtet, dass 1. "Nichts" auch anders definiert werden kann, als auch 2. Gegenteile nur existieren, da wir Menschen damit arbeiten... letzten Endes gibt es kein Gut und Böse oder Richtig und Falsch, weil je nachdem an welchem Standpunkt man steht es sowohl "richtig" als auch "falsch" sein kann.

Und genau das sagt "Alles ist Nichts und Nichts ist Alles." aus.

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Alles und Nichts schließen sich gegenseitig aus. Alles kann nur erkannt werden, wenn es daneben Nichts gibt. Nur dann könnte man Alles von Nichts unterscheiden. Gäbe es aber das Nichts neben dem Alles, dann gehörte das Nichts nicht zu Alles und Alles umfaßte eben nicht auch das Nichts. Das ist wohl ein unlösbarer Widerspruch. Das ist das „Non plus ultra“. Das Allumfassende kann scheinbar nur als Zusammenfassung zweier unterscheidbarer, nebeneinander existierender Dinge dem Nichts und dem Alles benannt werden. Das Alles und das Nichts sind ohne das jeweils andere nicht existent. Sie bilden einen unlösbaren Zusammenhang - naturwissenschaftlich ist der Welle-Teilchen-Dualismus etwas analoges. Immer ist oder verhält sich etwas sowohl als Teilchen und auch als Welle. Der Widerspruch wäre lösbar, wenn Alles und Nichts ein Dualismus sind, einen dialektischen Zusammenhang bilden. Das Nichts existierte dann nicht neben dem Alles und wäre im Alles enthalten. Nichts und Alles wären aber trotzdem unterscheidbar, wie z.B. die Welle- oder Teilcheneigenschaften ein und des Selben. Allerdings wären dann die so dialektisch verbundenen Begriffe Alles und Nichts Ausdruck des ein und des Selben. Alles wäre Nichts und Nichts wäre Alles.

Ich möchte dir meine Erkenntnis in diesem Zusammenhang darstellen. Ich mache dir ein Bild. Stell dir vor, dass du ein Tropfen in einem Ozean bist. Und jetzt stell dir vor, dass du diesen Zustand begreifst, obwohl du eigentlich nichts um dich herum wahrnehmen dürftest, weil alles gleich ist. Aber du begreifst in diesem Moment, dass deine Umgebung eins mit dir ist. Dadurch wird das dich scheinbar umgebende Nichts zugleich Alles bedeuten.

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