Was bedeutet „Hahnebüchen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

http://www.alltagundgeschichte.de/archiv/mag/031029_2.html: "»Hanebüchen« sagen wir, wenn ein Zustand unhaltbar ist. Es sträubt uns die Haare, ja sogar unsere Fußnägel rollen sich hoch.Aber wo kommt der Begriff eigentlich her?

Der Duden weiß, dass der Begriff dabei ist zu veralten, und dass er »unverschämt« oder »unerhört« bedeutet. Wahrigs Deutsches Wörterbuch weiß ein bisschen mehr: Dass es auch »derb« und »grob« heißt und dass das Wort aus dem Mittelhochdeutschen kommt, von »hagebüechin«, das heißt, aus dem Holz der Hagebuche gefertigt. Daraus hat sich dann die Bedeutung »derb«, »grob« und »klotzig« entwickelt.

Hagebuche, auch Hainbuche, Weißbuche oder Hornbaum genannt, gilt als das härteste einheimische Holz. Dass aus Hainbuche besonders grobe und klotzige Gegenstände gefertigt wurden, konnte ich allerdings nicht finden. Eher im Gegenteil. Ich zitiere einmal aus dem »Informationsdienst Holz« der »Centralen Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH«. Dort heißt es, dass die Hainbuche ein ausgesprochenes Spezialholz darstelle für eine Vielzahl von Gebrauchsgegenständen, die einer starken mechanischen Beanspruchung ausgesetzt sind, und von denen eine hohe Widerstandsfähigkeit verlangt werde in Bezug auf Stoß und Reibung, Härte, Zähigkeit und Spaltfestigkeit. Hainbuche werde eingesetzt im Werkzeug-, Geräte- und Maschinenbau – und zwar überall dort, wo es auf eine feste, harte und dichte Oberfläche ankomme. Aus Hainbuche gefertigt werden Hobel oder zumindest deren Sohlen, Griffe für Stechbeitel oder Schraubzwingen. In der Textilindustrie werden Webschützen und Hülsen bis heute aus Hainbuche gefertigt und eine Klaviermechanik besteht zu 95 Prozent aus Hainbuche.

Deswegen ist »Hanebüchener Unsinn« nicht unbedingt besonders schlimmer und grober Unsinn, sondern eher besonders harter Unsinn – möglicherweise auch besonders solider Unsinn. Solide in wirklich jedem Aspekt seiner Unsinnigkeit – ganz besonders unsinniger Unsinn. Überlebt hat aber nur der andere Bedeutungsteil, dass es eben ganz besonders hart ist. Heute würde man wohl sagen: »Ist ja voll die Härte!«"

Hat nichts mit dem Hahn zu tun, darum muss es hanebüchen heißen: http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/hahnebuechen.html

es heißt auch hanebüchen und ist total veraltet, wird aber noch immer verwendet und steht auch für maßlose Übertreibung

0

hahnebüchen von "hagenbuechin" =Hagenbuchholz, besonders knorrig,derb und klotzig, heute hahnebüchen für"unverschämt"

Quelle: http://www.luzid-zoom.de

Hahnebüchen steht für unglaubwürdig, woher das kommt, weiß ich leider auch nicht.

Was möchtest Du wissen?