Was bedeutet genau das Notwegrecht?

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4 Antworten

Die Regelungen über das Notwegerecht sind Teil des deutschen Sachenrechts, genauer: des Nachbarrechts.

Fehlt einem Grundstück die zur ordnungsmäßigen Benutzung notwendige Verbindung mit einem öffentlichen Weg, so kann der Eigentümer gem. § 917 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) von den Nachbarn verlangen, dass sie die Benutzung ihrer Grundstücke zur Herstellung der erforderlichen Verbindung dulden. Die Nachbarn, über deren Grundstücke der Notweg führt, sind durch eine Geldrente zu entschädigen, für die die Bestimmungen über die Rente beim Überbau sinnentsprechend gelten. Das Notwegrecht endet, wenn die Verbindung zu einem öffentlichen Weg – etwa durch Neubau – hergestellt wird. Ein Notwegrecht ist gem. § 918 BGB ausgeschlossen, wenn die bisherige Verbindung des Grundstücks mit dem öffentlichen Weg durch eine willkürliche Handlung des Eigentümers (in der Praxis meist eine Bebauung des bisherigen eigenen Weges) aufgehoben wird.

Ob der Nachbar ein Notwegerecht hat oder nicht, das kann endgültig nur ein Gericht klären. Dazu muss der Nachbar Klage einreichen. Grundsätzlich muss man niemandem die Benutzung des eigenen Grundstücks erlauben. Falls der Nachbar über einen anderen Zugang zu seinem Grundstück verfügt, kann er auch kein Notwegerecht geltend machen. Selbst wenn es für ihn einen enormen Umweg bedeuten würde. Da ein Gerichtsverfahren langwierig und kostspielig sein kann, wäre es vernünftig über ein Wegerecht unter Nachbarn zu verhandeln. Findet sich eine Lösung, so kann der Notar eine Urkunde erstellen über ein Wege- bzw. Geh- und Fahrtrecht erstellen und dieses Recht in das Grundbuch eintragen lassen.

Dann schau mal hier http://www.swr.de/ratgeber-recht/archiv/2004/09/26/index1.html

Hallo schau mal hier:-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Notwegerecht

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