Was bedeutet folgende Formulierung im Praktikumszeugnis (Mediendesign)?

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8 Antworten

Die beurteilende Person ist wohl nicht recht warm mit dir geworden.
Vermutlich hätte sie sich mehr Eigenintiative und sprühende Ideen
erhofft. Wirkliche Fehler scheinst du nicht gemacht zu haben, aber auch durch nichts geglänzt.

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Kommentar von Everklever
16.08.2016, 14:31

 Wirkliche Fehler scheinst du nicht gemacht zu haben, aber auch durch nichts geglänzt.

Man dürfte sie eher als Hemmnis empfunden haben.

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Bei allem Vorbehalt in der Auswertung eines Zeugnisfragmentes (s. @DarthMario72):

Nach der Einweisung in die wahrzunehmenden Aufgaben zeigte ***, dass sie über befriedigende Kenntnisse verfügt.

Deine Grundkenntnisse sind allenfalls dürftig.

In vertrauten Zusammenhängen konnte sie sich auf ihre folgerichtige Denkweise und ihre Analysefähigkeiten stützen

Du bist nicht in der Lage, Fragen außerhalb deines begrenzten Tellerrandes aus eigener Kraft einer sinnvollen Lösung zuzuführen. Deine Fähigkeiten beschränken sich auf das Abarbeiten der wenigen dir vertrauten Routinen. Und selbst dabei mangelt es an Effizienz und verwertbarem Erfolg.

Ansonsten hört sich der Rest des Praktikumszeignisses eigentlich ganz gut an.

Da verwechselst du vermutlich die Verpflichtung zur wohlwollenden Formulierung mit wirklich positiven Inhalten. In der Zeugnissprache lassen sich selbst vernichtende Beurteilungen und kräftige Tritte in den Allerwertesten noch freundlich verpacken.

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Kommentar von misscreative
19.08.2016, 13:08

Ich habe gestern erfahren, dass die gute Frau, die mich als Praktikantin aus der Ferne betrachtet hat, einen Frageblock ausgefüllt hat und die Personalabteiltung das Zeugnis geschrieben hat.

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"Befriedigend" bedeutet eigentlich genau dasselbe, wie in der Schule. Deine Leistungen wurden weder als "sehr gut" noch als "gut" sondern nur als "befriedigend" bewertet.

"In vertrauten Zusammenhängen konnte Sie..." bedeutet, dass Du das in "nicht vertrauten", also für Dich neuen Zusammenhängen nicht konntest. Heißt im Klartext: Das, was man Dir gezeigt hat, konntest Du, aber Du warst nicht im Stande das Erlernte auch auf neue Aufgaben anzuwenden bzw. umzusetzen.

Letztlich bedeutet die Klausel "In vertrautem Zusammenhang kann sie sich auf ihre Urteilsfähigkeit stützen" so viel wie ein "ausreichend", also eine 4.

Auch der Hinweis auf die "Analysefähigkeit" ist letztlich eher eine 5. Ansonsten wäre von "präziser" (1), "genauer" (2), "schneller" (3) oder
wenigstens einer treffsicheren (4) Analysefähigkeit die Rede. Analysefähigkeit alleine  ist eine 5. Eine 6 wäre die Formulierung "auf Grund Ihrer Fähigkeit sich Problemen analytisch zu nähern ..."

In Zeugnissen kommt es eben auch sehr darauf an was NICHT gesagt wird.

Auch bei der Zuverlässigkeit ist es wichtig, dass "immer" "jederzeit" oder "im höchsten Maße" davor steht. Steht dort nur "war Gewissenhaft und Zuverlässig" ist das eine 3-4. "Überwiegend" oder "im Großen und Ganzen Zuverlässig" wäre hingegen eine 5 oder 6.

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Kommentar von Everklever
16.08.2016, 14:42

"Befriedigend" bedeutet eigentlich genau dasselbe, wie in der Schule.

Seit wann denn?

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Befriedigend ist schulisch gesehen = 3.

Sonst wäre im zeugniss die Rede von "Gut" oder sogar "Sehr gut" also hat denen wohl etwas nicht ganz gepasst.

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Kommentar von Everklever
16.08.2016, 14:27

Befriedigend ist schulisch gesehen = 3.

Schulisch 3, im Arbeits-, Ausbildungs- oder Praktikumszeugnis nur 4.

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"befriedigend" heißt in einem Zeugnis (Arbeitszeugnis) eigentlich, dass du nichts kannst und dich null mit dem Thema auseinandergesetzt hast... ob das beim Praktikumszeugnis auch so ist, weiß ich nicht, denn in einem Zeugnis darf nur positives stehen.

Google mal nach "Zeugnissprache"

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Kommentar von Everklever
16.08.2016, 14:32

"befriedigend" heißt in einem Zeugnis (Arbeitszeugnis) eigentlich, dass du nichts kannst

Statt "nichts" würde ich "kaum etwas" sagen. 

ob das beim Praktikumszeugnis auch so ist, weiß ich nicht

Ist so.

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Da steht aber bei den Begriffen auch "In vertrauten Zusammenhängen". Was bedeutet, das du bei neuen Sachen keine Plan hattest.

Das Zeugnis ist vernichtend! Zumindest dein Auszug daraus.

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So funktioniert das nicht! Man kann Zeugnisse nur dann vernünftig bewerten, wenn man sie vollständig im Zusammenhang liest, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Einen aus dem Zusammenhang gerissenen Satz kann man nicht beurteilen, denn je nach Kontext kann er eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben.

Soweit ich weiß, sind meine Kenntnisse im Umgang mit den Gestaltungsprogrammen doch ganz gut?!

Grundsätzlich hat man als AN Anspruch auf ein durchschnittliches (= befriedigendes) Zeugnis. Wenn du der Ansicht bist, dass du besser beurteilt werden müsstest, musst du das belegen können.

Aber nochmal: willst du eine halbwegs seriöse Einschätzung, musst du das Zeugnis vollständig (aber natürlich anonymisiert) hier einstellen.

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Kommentar von misscreative
19.08.2016, 13:09

Ich habe gestern erfahren, dass die gute Frau, die mich als Praktikantin
aus der Ferne betrachtet hat, einen Frageblock ausgefüllt hat und die
Personalabteiltung das Zeugnis geschrieben hat.

Mein Zeugnis findest du in der neuen Frage,

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Hallo. Über das "befriedigende" bin ich auch gestolpert, liest sich ja doch negativer als "gute Kenntnisse" oder sogar sehr gute ....

 

Aber die INterpretationen von gut und die Aussagekraft von befriedigend gehen teilweise doch schon sehr weit auseinander... Aber faktisch ist es so, dass jemand, der das Zeugnis liest, an BEFRIEDIGEND (also die NOte 3) denkt und nicht daran, dass alle Erwartungen zufriedenstellend erfüllt wurden.

 

Ich kenne es selbst, dass manche Leute meinen die Arbeit oder das Engagement anderer beurteilen oder gar kritisieren zu müssen ohne dass sie überhaupt einen wirklich Überblick hatten, wie man sich angestelt hat...

 

Das ist mehr als ärgerlich, aber meist nicht änderbar...

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Kommentar von misscreative
16.08.2016, 14:03

Das macht mich total traurig, da ich mich wirklich sehr angestrengt habe und diese Person keinen Überblick hatte.

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Kommentar von Hexle2
16.08.2016, 14:18

Aber faktisch ist es so, dass jemand, der das Zeugnis liest, an BEFRIEDIGEND (also die NOte 3) denkt

Woher willst Du das wissen? Anhand dieser zwei Sätze?

Also ich denke hier nicht an ein "befriedigend". Ich mache mir hier gar keine Gedanken, weil dies unnötige Mühe wäre.

Zeugnisse kann man nur dann beurteilen, wenn man den kompletten Text vom Ausstellungsdatum bis hin zur Schlußformel kennt.

Alles andere ist Mutmaßung und Fantasie und hat mit einer Zeugnisbeurteilung nichts zu tun.

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