Was bedeutet es, wenn man in einem Pfandleihhaus etwas versetzt?

5 Antworten

Man erhaelt einen Kredit mit extrem hohen Zinsen und Gebuehren. Als Sicherheit hinterlegt man ein Pfand. Die Kreditsumme liegt ueblicherweise sehr deutlich unter dem Marktwert des jeweiligen Pfandes und haengt von der Art des Pfandes ab (i.d.R. 25% bis 50%, bei beispielsweise Edelmetallen und Kraftfahrzeugen hoeher).

Zahlt man den Kredit plus Zinsen und Gebuehren nicht innerhalb des vereinbarten Zeitraums zurueck, kann man noch 1 x verlaengern. Zinsen und Gebuehren laufen dann natuerlich weiter, zusaetzlich ist eine Verlaengerungsgebuehr zu zahlen.

Loest man das Pfand danach immer noch nicht ein, kommt es irgendwann zu einer Versteigerung des Pfands. Bleibt nach Abzug der Darlehenssumme sowie aller Gebuehren und Kosten noch etwas vom Erloes uebrig, hat der Verpfaender einen Anspruch auf diesen Ueberschuss. 

Versetzen bedeutet, das der Pfandleiher dir einen Kredit gewährt und dafür einen Gegenstand, sagen wir jetzt einfach mal eine goldene Uhr, als Pfand nimmt. Der Kredit entspricht aber nicht dem Wert des Pfandes, sondern ist niedriger. In unserem Beispiel ist deine Uhr 1000€ wert, aber der Pfandleiher gibt dir nur 150€. Nun hast du eine bestimmte Zeit lang Zeit (wie lange das in Deutschland ist kann ich nicht sagen, in den USA sind es, laut den einschlägigen Fernsehsendungen 3 Monate) deine Uhr auszulösen, dazu bezahlst du den Pfandbetrag, in unserem Falle 150€ plus einen bestimmten Zinssatz, zurück und du bekommst deine Uhr zurück. Oder du bezahlst nur die Zinsen und deine Frist wird verlängert.

Solltest du nichts von beidem tun und die Frist verstreichen lassen, gehört das Pfand dem Pfandleiher der es nun verkaufen/ versteigern kann.

Das man kurzfristig Geld benötigt.

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