Was bedeutet es eigentlich im täglichen Leben genau, wenn ein Moslem "seine Ehre verliert"?

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7 Antworten

Es geht hier nicht wirklich um eine muslimische Eigenart, sondern um eine separate völkische Kultur, die natürlich im allgemeinen Antiindivualistischen System des Islam besonders gedeihen und integriert werden kann. Es gibt also Muslime, die das so nicht befolgen, und Nichtmuslime, bei denen sehr ähnliche Systeme wie im Folgenden herrschen.

Das Ganze ist streng verbunden mit Status und Macht in der Familie. Der Patriarch thront über seinem Besitz, zu dem ganz natürlich auch seine Frauen und Kinder gerechnet werden. Sein gesellschaftlicher Status ist dabei direkt abhängig davon, wie gut er auf sein Eigentum aufpassen kann. Nicht zu vergessen ist dabei, daß Töchter in vielen Kulturen eine Handelsware sind. "Dont touch the merchandise"!

Im täglichen Leben versteht also der "Muslim" (im Sinne der Frage) unter Ehrverlust jedweden Angriff auf seine Männlichkeit, seinen Status und seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung gegen Außenstehende, die ihm seinen Besitz streitig machen könnten. Wenn also zum Beispiel die Tochter sich nicht gefügig und eigene Wünsche zeigt, passt der Patriarch einfach nicht gut genug auf sein Eigentum auf. Dies führt zum Gesichtsverlust innerhalb dieses kranken Systems.

Tatsächlich ist es also eine Frage des materiellen und sozialen Kapitals, was der hier besprochene "Muslim" (im Sinne der Frage) als Ehre bezeichnet. Mit echter männlicher Ehre unseres Verständnisses (die persönliche Eigenschaften wie Courage, Integrität, Loyalität bezeichnet) hat das absolut nichts zu tun. Darum ist es in dieser Denkweise kein Wiederspruch, daß ein feiger Mord am eigenen Kind die Familienehre wiederherstellt.

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Kommentar von FeeSabilillah
13.06.2016, 13:01

Danke für die Antwort. Sie war so ausführlich, dass mir erspart bleibt selbst die Frage des Fragestellers zu beantworten.

Im Islam gibt es eigentlich dieses ganze Éhre-veloren-Gedönse nicht. Das ist leider ein Kulturelles Gut.

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es bedeutet, dass es NUR eine dumme sichtweise ist, von wegen ehre verletzt oder sonst was.............. der ganze glaubenswahn ist zudem schuld, wenn immer wieder dumpfbacken jemanden töten, nur weil er/sie ihre nicht vorhandene ehre, aber ihren kranken stolz verletzt hat..............

ein mensch kann nur "ehre" verlieren, wenn er sie jemals von anderen menschen überhaupt in irgendeiner form "erhalten" hat, z.b. durch seine taten, so dass man ihn wirklich verehrt oder akzeptiert............ alles andere hat nur mit eitelkeit, verletztem stolz usw. zu tun............:)

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Das weiß niemand so genau. 

Dies "Ehren-Gerede" wird immer von denjenigen verzapft, die genau zu wissen glauben, worin denn "Ehre" besteht.

So ist es sicher unehrenhaft, seine Mitmenschen zu belügen und zu betrügen. Ob es aber unehrenhaft ist, wenn eine Muslima mit einem Nicht-Muslim befreundet ist? Ob das ein Grund für "Ehrenmorde" ist? 

Wie du siehst: Des Einen "Ehre" kann des Anderen "Sünde" sein. 

Gruß, earnest

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Islamistischer Schwachsinn um ihre Mordlust zu beschönigen.

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das er sich etwas einbildet und zu viel auf die meinung anderer gibt.

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"Ehrverletzungen" gab es auch bei Nicht-Muslimen bei uns vor über 100 Jahren innerhalb einer bestimmten Gesellschaft.:

Damals wurde duelliert, wenn man satisfaktionsfähig war.

Alles geschah und geschieht heute noch außerhalb der Justiz.

Pures männliches Machtgehabe !

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