was bedeutet ein höriger bauer zu sein rechtlich und pflicht Im Mittelalter?

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2 Antworten

Das bedeutete, dass die persönlichen Freiheiten des Bauern ziemlich eingeschränkt waren. Er konnte nicht einfach seinen Hof verlassen und hingehen, wohin er wollte, ohne die Erlaubnis seines Herren eingeholt zu haben. Selbst die Heirat war meist von einer Erlaubnis des Herrn abhängig. Der Hörige musste dem Herrn allerlei Dienste leisten, die z. T. festgelegt, z. T. aber auch vom Herrn willkürlich auferlegt werden konnten.

Dennoch war auch der hörige Bauer kein Freiwild, wie es Hollywoodfilme gerne suggerieren. Der Herr war verpflichtet, seine Bauern zu schützen und für ihr Wohlergehen zu sorgen. Die Dorfgemeinschaft, in der er lebte, war ebenfalls eine Gemeinschaft des Schutzes und der gegenseitigen nachbarschaftlichen Hilfe. An der Verwaltung und Ordnung des Dorflebens war der hörige Bauer, der einen Hof bewirtschaftete, beteiligt, konnte möglicherweise auch als Schöffe des dörflichen Gerichts oder in der finanziellen Verwaltung der zuständigen Pfarrei Ansehen gewinnen.

MfG

Arnold

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Die Töchter der Bauern durften vom Landesherrn entjungfert werden - in Norddeutschland bis ins 18. Jahrhundert.

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ArnoldBentheim 23.01.2016, 19:03

Das sog. ius primae noctis als ein grundsätzliches Recht der Herren ist ein Mythos. Kannst du deine Aussage belegen?

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