Was bedeutet dieses "loslassen" genau?

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8 Antworten

Hallo, grüß Dich. Ist eine schwere Zeit, nachdem jemand "gegangen" ist.

Meiner Meinung nach, kann man leichter loslassen, wenn man angemessen getrauert hat. Was das genau heißt, ist die Entscheidung jedes einzelnen Betroffenen.

Dann - dann kann man sich wieder allmählich nach vorne wenden, der Zukunft entgegenblicken und die, die vor uns gegangen sind, loslassen.

Ich wünsche Dir alles Gute auf diesem Weg.

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Das soll heißen, man soll den Menschen "loslassen". Also gehen lassen und ihm seine ewige Ruhe gönnen.

Das heißt nicht, dass man den Menschen vergessen soll, sondern ist lediglich ein Ausdruck dafür, dass man nicht mehr um den Menschen trauern soll.

Eben akzeptieren, dass es für den Menschen Zeit war zu gehen. Sei es im übertragenen Sinne oder im wörtlichen ;)

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Kommentar von Feuerwehrmann2
27.08.2016, 22:40

Deine Antwort finde ich persönlich nicht ganz richtig weil klar man soll nicht dauerhaft trauern aber es wird immer wieder kommen und gehen

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Loslassen bedeutet in diesem Sinne zu akzeptieren, dass sie tot sind, statt den Tod in ständiger Trauer und Sorge zu beklagen. Es bedeutet, dass man einsieht, dass der Tod zum Leben gehört und dass die guten Dinge und die schönen Erinnerungen an eine Person trotzdem bestehen und nicht getrübt werden sollten durch Klagen und Weinen.

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Kommentar von Charlonsebonse
27.08.2016, 22:16

Aber das ist doch nichts was ich selbst in der hand habe. Ich kann doch nicht einfach aufhören zu trauern, dass mache ich doch viel mehr unbewusst und viel tiefer in mir, als da, wo ich selbst entscheiden kann, ob ich das will oder nicht. 

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Hallo, Charlonsebonse.

Zwischen dem, das dir gesagt wird zu tun und dem, was du tust, liegt dein Wille.

Ein Spruch scheint mir gut, dir zu sagen, was damit gemeint ist:

Du kannst nicht verhindern, dass die Trauervögel um deinen Kopf fliegen.

Aber du kannst verhindern, dass sie darin Nester bauen.

Erinner dich der Gegangen, egal, ob Mensch oder Tier - sie haben dieselbe Wertigkeit, und lebe, denn weder sie noch du haben was davon, wenn du vor Trauer dahin welkst, lG.

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Die Trauer zu verarbeiten also sozusagen damit man klar weniger weint und generell besser mit der Situation klar kommt

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Als mein Mann an einem Unfall starb, habe ich viel geweint, geschrien, nächtelang mit ihm geredet, ja auch mein Kissen gehauen weil ich wütend war, dass er jetzt weg ist.

Aber irgendwann habe ich begriffen, dass er weg ist und nicht wiederkommt. Ich habe ihn gehen lassen und mich verabschiedet. Das war der Moment, wo ich ihn losgelassen habe. 

Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen nachvollziehbar machen.

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Tot ist tot, und die geliebten Menschen kommen nie wieder zurück. Das muß man akzeptieren. Und Du wirst Dich auch in zehn Jahren und mehr an sie erinnern. Vergessen wirst Du sie nie.

Aber nicht hängenbleiben an der Trauer, das Leben geht weiter.

Meine Zarte vermisse ich auch, aber allein bleiben will ich auch nicht. Und die Kinder wissen das und akzeptieren das. Allerdings ist die Suche mit über sechzig dann schon beschwerlich.

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Kommentar von Negreira
28.08.2016, 10:14

Ich gebe Dir völlig Recht. Und wir über 60-jährigen sind besonders wählerisch, weil wir immer wieder vergleichen, etwas, was ganz falsch ist, aber dennoch vorkommt.

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Du sollst akzeptieren dass sie gestorben sind und nicht mehr trauern

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Kommentar von Feuerwehrmann2
27.08.2016, 22:12

Das finde ich nicht ganz richtig weil es gibt immer wieder Phasen im Leben wo man um diese Person trauert man soll es zwar verarbeiten aber trauer kommt immer wieder mal dazu das ist ganz normal und des wird auch immer so sein

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Kommentar von shninaan
27.08.2016, 22:13

Ja da hast du schon recht aber ich denke dass es heißen soll dass man nicht die ganze Zeit traurig sein soll :)

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Kommentar von Feuerwehrmann2
27.08.2016, 22:38

Jaklar aber trauern finde ich persönlich das es zwar immer wieder kommt und geht aber nicht dauerhaft da ist

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