Was bedeutet dieser Absatz im Dienstzeugnis?

...komplette Frage anzeigen Dienstzeugnis/Arbeitszeugnis - (Arbeitszeugnis, dienstzeugnis, Arbeitszeugnisanalyse)

2 Antworten

Das ist ein "vernichtendes" Zeugnis, das in jeglicher Hinsicht einem zukünftigen Arbeitgeber die Botschaften sendet: keine Leistung, kein Erfolg und vor allem: Probleme mit den Vorgesetzten / Chef.  

Es fehlt die Beschreibung deiner Leistung, die Kürze bedeutet auch, dass man dir und deiner Arbeit keinerlei Wertschätzung entgegen bringt, dass du "problemlos Kundenberatungen durchführen konntest" bedeutet schlichtweg: beraten ja, führte aber zu keinerlei (Verkaufs-) Erfolg. Man bedauert auch nicht dein Ausscheiden, im Gegenteil, es wird noch betont, dass das Arbeitsverhältnis wegen der "gesetzlichen Behaltefrist"  endet. 

Die Bezeichnung des Ganzen als  "Dienstzeugnis" und nicht einfach nur Zeugnis oder Arbeitszeugnis ist auch seltsam (üblicherweise werden Dienstzeugnisse für die Leistungen von Beamten ausgestellt).......

Du hättest dieses Zeugnis sofort bzw. zeitnah beanstanden müssen, dafür kann es jetzt schon zu spät sein, je nachdem, wann es ausgestellt wurde. Beanstandungen von Arbeitszeugnissen müssen zeitnah erfolgen und werden von den meisten Arbeitsgerichten nur innerhalb einer Frist von 5-10 Monaten akzeptiert. 

Ich drück dir die Daumen für dein Gespräch und hoffe, dass du trotz dieses üblen Zeugnisses den zukünftigen AG von Dir und deinen Leistungen überzeugen kannst.

Falls es die Zeit seit Ausstellung/Zustellung des Zeugnisses erlaubt, wende dich an einen Anwalt und bestehe auf Änderung, denn sonst schleppst du dieses Zeugnis dein Leben lang mit dir rum......

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hb248
21.11.2015, 19:06

Danke für deine Antwort. Mein ehemaliger Chef der dieses Zeugnis verfasst hat wurde mittlerweile selbst gekündigt weil er Mitarbeiter nicht nach geltendem Recht bezahlt hat bzw. sich auch selbst für sich etwas weggesteckt hat. Habe mich mit ihm nie verstanden weil ich ihm meine Unzufriedenheit über diesen zustand oft durch die Blume mitgeteilt habe. 

Meine Leistungen waren aber immer gut und ich habe mich mit all meinen Kollegen verstanden, weil es denen ja auch nicht anders ergangen ist. Meistens musste ich auch für 3 Abteilungen da sein usw.

Mit der Kündigung und dem schlechten Zeugnis wollte er Fristen umgehen, den er meinte:"Würde mich freuen wenn du dich dann wieder bewerben würdest". Klar ich hab ja meine Arbeit immer gemacht :-/

Ich hab jetzt ein bisschen gegoogelt und aut Arbeiterkammer Österreich (bin Österreicher) kann ich mein Dienstzeugnis bis zu 30 Jahre im nachhinein noch anfechten. Das werd ich jetzt machen. Angefangen zu arbeiten habe ich ja schon bei meinem neuen Dienstgeber, aber das Zeugnis muss ich ihm noch geben, und das lässt mich nicht gerade gut dastehen.

1

ist nicht benotet, lediglich sind hier Deine Aufgaben beschrieben die Du erledigt hast. Sollten aber alle drinstehen.

Stimmt das Zeugnis ist im Durchschnitt 4-5, schlimm das mit den Kollegen, da hätte ich widerspruch eingelegt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?