Was bedeutet diese Bibelstelle?

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6 Antworten

Hallo orangeapplexx !

Zu jener Zeit (um 520 v. Chr.) hatte man den Eindruck, als ob Jehova die Stadt Jerusalem verlassen habe. Obwohl die Grundlage des Tempels 536 v. u. Z. gelegt worden war, schritt das Wiederaufbauwerk wegen des Widerstandes von Feinden nur langsam voran. Es wurde schließlich um 522 v. u. Z. von den Behörden verboten (Esr 4:4, 5, 24). 

Die in ihre Heimat zurückgeführten Juden wurden außerdem von Dürren und Mißernten heimgesucht, weil sie den Wiederaufbau des Tempels vernachlässigt hatten. Sie befanden sich in einer sehr schwierigen Lage (Hag 1, 6; 10-11). 

Die im Glauben schwach gewordenen Juden wandten sich jedoch zunächst nicht an Gott um Hilfe, sondern an ihre Hausgötzen und an Wahrsager. Von denen erhofften sie sich tröstende Versprechungen für die Zukunft. 

Deshalb forderte Sacharja auf (10, 1.2):

1 Bittet Jahwe um Regen, wendet euch an ihn zur Regenzeit! Denn Jahwe ist es, der die Wetterwolken zusammenballt. Er lässt regnen und er gibt dem Menschen das Grün auf dem Feld. 2 Die Hausgötzen haben nur Unsinn geredet und die Wahrsager Trügerisches geschaut. Sie haben euch erlogene Träume verkündet und spendeten windigen Trost. Darum musstet ihr fortziehen wie Schafe im Elend, um die sich kein Hirt kümmert.

Grüße, kdd

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Kommentar von orangeapplexx
04.11.2015, 21:19

Vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort! :)

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Überall auf der Welt gibt es Aberglauben. Manchmal ist das vielleicht die einzige Möglichkeit, mit der Realität fertig zu werden. Kinder machen das gerne so: Wenn man immer nur mitten auf die Platten tritt und nicht auf die Kanten dazwischen, dann wird die nächste Mathearbeit gelingen.

Wenn man etwas opfert, oder ein bestimmtes Ritual einhält, dann wird etwas positives eintreffen. Letztlich ist das alles Quatsch. Also soll man die Finger davon lassen.
Wenn es regnet, wird die Erde nass. Ob man geopfert hat oder nicht. Ob man keine Kanten der Fußbodenplatten getroffen hat oder nicht.

Und wenn es nicht regnet, bleibt die Erde trocken.

An Gott zu glauben bedeutet auch, sich bewusst zu machen, dass man sein Schicksal nicht völlig in der eigenen Hand hat. Und es bedeutet, zu hoffen, dass Gott einen nicht im Stich lässt.

Warum dann trotzdem gerade jetzt unschuldige Kinder in der Trockenheit irgendwo auf der Welt verdursten müssen, weiß ich nicht. Das ist eine ernste Anfrage an jeden Glauben. Aber wenn man sich schon auf so etwas wie Glauben einlässt, dann sollte man sich jedenfalls nicht von Scharlatanen, Orakeln oder Horoskopen abhängig machen oder von ihnen  veräppeln lassen.

Alles Gute!

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Kommentar von orangeapplexx
06.11.2015, 19:14

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort! :)

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Ein sehr schöner, wichtiger Text. Gerade für uns, die wir heute leben, ist er wichtig.

Du weißt, daß Regen für die Natur sehr wichtig ist. Längere Trockenheit läßt die Felder verdorren, auf denen unsere Nahrung angebaut wird. Längere Trockenperioden haben schon sehr große, lebensgefährliche Hungersnöte verursacht, besonders in früheren Zeiten, wo es noch nicht so einfach war, Lebensmittel aus anderen Regionen herbei zu schaffen. Regen, besonders Frühlingsregen, sorgte dafür, daß die Saat keimen und  Pflanzen hervorbringen konnte, was das Überleben sicherte. 

Es gibt aber nicht nur einen Hunger nach buchstäblicher Nahrung. Es gibt auch einen geistigen Hunger, und der ist nicht minder schwer zu ertragen. Menschen fühlen sich einsam und unglücklich, unverstanden und ungeliebt. Um dieses schmerzliche Gefühl zu betäuben, greift man nach allem Möglichen: nach Alkohol, nach Drogen, nach unsittlichen Verhaltensweisen, zahlt viel Geld für zweifelhafte Vergnügen wie Disco oder laute Musik. Damit kann man seinen Zustand zwar betäuben, aber so bald man alleine ist oder zur Ruhe kommt, hat man dieses unerträgliche Gefühl der Leere wieder voll da. Man wendet sich sozusagen an wirkungslose Helfer, die nichts verbessern und uns auf Dauer schaden statt nützen. 

Sacharja rät uns nun in den Versen 1o:1,2: "erbittet von Jehova Regen" (Jehova ist der Name des allmächtigen Schöpfergottes). Sucht nicht dort, wo ihr leer ausgeht, nach Erquickung und Erfrischung. Wendet euch an den Lebengeber, an die Allmächtigen, der alles erschaffen hat, das Universum, die Erde, den Menschen, die Tiere, den Pflanzenwuchs - einfach alles, was existiert. Nur er ist in der Lage, wirksam für Abhilfe zu sorgen, wenn uns etwas bedrückt.

Spiritistische Medien und Wahrsager äußern nur Lügen, meist zu ihrem Vorteil. Sie helfen denen, die Trost und Ermunterung auf gar keinen Fall dauerhaft. Sie machen falsche Versprechungen, die nie eintreffen. An diese sollte man sich auf keinen Fall wenden, sondern an Jehova, unseren wahren Gott.

Nur der wahre Gott Jehova ist in der Lage, die Menschheit aus den trostlosen Situationen, in die sich durch ihren Ungehorsam Gott gegenüber gebracht hat, zu retten. 

Und das hat er fest vor. Wie aus der Bibel, der Heiligen Schrift, dem geoffenbarten Wort Jehovas hervorgeht, wird er das in Kürze tun.

Deshalb sollten wir unsere Gebete an Jehova richten, in dem wir uns an unseren Hohenpriester Jesus Christus wenden, der diese aufrichtigen Gebete an Jehova weiterleiten wird.

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Kommentar von orangeapplexx
04.11.2015, 21:17

Vielen lieben Dank für diese ausführliche Antwort! :)

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Kommentar von Philipp59
05.11.2015, 07:40

Sehr schöne Ausarbeitung des Themas!

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Nur der herr kann alles geben und hat alles in seiner hand. Viele Menschen vertrauen gott nicht und wenden sich an Wahrsager und sowas.das ist Götzendienst und falsche anbetung. Gott ruft sie aber sie folgen ihn nicht.   Jesus sagt: meine Schafe hören meine stimme und folgen mir nach.

Les mal in der bibel Johannes 10, wenn du willst

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Kommentar von orangeapplexx
04.11.2015, 16:21

Vielen lieben Dank für die Antwort! :)

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Nur auf Gott ist Verlaß - und er gibt alles.

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Kommentar von orangeapplexx
04.11.2015, 15:58

Vielen Dank für deine Antwort! :)

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Das bedeutet: Der Herr hat Schuld, wenn er nicht für alle etwas wachsen läßt, wenn alles verdorrt und alle verhungern. 

Gruß, earnest

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Kommentar von orangeapplexx
04.11.2015, 15:58

Vielen Dank für deine Antwort! :)

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Kommentar von kdd1945
04.11.2015, 22:08

Der Herr ist den Erdenbürgern gar nichts schuldig. Schon zweimal nix den sprechenden "Trockennasenaffen" ...

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