Was bedeutet die Zahl, die auf Lithiumbatterien aufgedruckt ist?

2 Antworten

Die zweistellige Nummer auf der Rückseite einer Lithiumbatterie ist eine Losnummer und ermöglicht dem Hersteller festzustellen wann und wo eine bestimmte Fertigungsmenge an Batterien gefertigt wurde. Für den Käufer ist es leider kaum möglich aus der Losnummer etwas abzulesen. Nur wenn er die Möglichkeit hat, den Hersteller zu befragen könnte er damit z.B das Herstellungsdatum ermitteln. Leider machen die Batteriehersteller so gut wie nie Datumsangaben zum Fertigungszeitpunkt oder zum Best-use-bevor-Datum. Ein Schelm wer Arges dabei denkt. Manchmal etikettieren die Zwischenhändler die Chargen entsprechend um ihre Lagerhaltung zu organisieren. Darus lässt sich dann in etwa abschätzen wie alt die Batterie ist. Allerdings muss man bei Lithium-Batterien sagen, dass sie extrem langlebig sind und eine sehr geringe Selbstentladung haben. Die Lagerzeit kann bis zu 10 Jahren betragen. Deshalb wird diese Batterietechnologie zum Beispiel in Herzschrittmachern oder als Backup-Stromquelle in Computern und ähnlichen Geräten verwendet. Die Restkapazität einer solchen Batterie ist ohne Referenzdaten nicht ausmessbar, da die Klemmenspannung bis fast zum Entladeende nahezu konstant bleibt, lediglich der Innenwiderstand steigt an. Nicht verwechseln darf man diese Batterien mit den heute oft verwendten Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Dies wiederaufladbaren Batterien haben oft nur eine Lebensdazer von 2 Jahren, die noch dazu beinahe unabhängig von den Verwendungsmodalitäten ist (d.h. sie gehen auch kaputt, wenn man sie gar nicht benutzt !). Auch auf diesen Akkus sucht man ein Herstellungsdatum meist vergeblich....

Hallo mattis,

erst durch Deine Frage wurde ich auf diese Ziffern aufmerksam, die in die Rückseite (Minuspol) eingeprägt sind. Ihre Bedeutung ist auch mir nicht ganz klar, und im Internet habe ich nichts darüber gefunden. Die wahrscheinlichste Lösung: Es dürfte sich um Produktionslos-Nummern handeln, die nicht unbedingt mit dem Herstellungsdatum in Beziehung zu bringen sind.

Seriöse Hersteller wie etwa Panasonic geben ein Haltbarkeitsdatum an, z. B. "Best before 11/2016" (steht auf der Verpackung meiner zwecks Vorratshaltung gekauften CR 2032 drauf). Das heißt also, daß sie etwa 10 Jahre lagerfähig sind. Auf der Rückseite fand ich die Zahl 99, die aber bestimmt nicht das Produktionsjahr 1999 bedeuten kann, denn so alt können sie gar nicht sein. Andere Hersteller, die ich trotzdem keineswegs als unseriös bezeichnen möchte, geben nicht bei allen Zellen so ein Datum an. Bei Lithiumzellen von Conrad ist auf der Rückseite z. B. "6X" aufgestempelt, nicht eingeprägt.

Bei Hörgerätezellen auf Zink-Luft-Basis, die keine so lange Lebensdauer haben, sollte unbedingt ein Datum draufstehen.

Die Typennummern bedeuten jedenfalls Durchmesser und Dicke in Millimetern: CR 2032, die häufigste Type, hat 20 mm Durchmesser und 3,2 mm Dicke. 2025 bedeutet also den gleichen Durchmesser und 2,5 mm Dicke und so weiter.

Mein Fazit: Diese Ziffern scheinen mir für den Anwender von keiner großen Bedeutung zu sein.

Ob eine Zelle frisch ist, kann man mit einem guten Digitalvoltmeter erkennen. Die Leerlaufspannung sollte deutlich etwas über 3 Volt liegen, etwa bei 3,22 bis 3.23 Volt.

Ich hoffe, meine Antwort war hilfreich.

Grüße jeffthefighter

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