Was bedeutet die Radio Frequenzen FM, AM, UKW, KW, LW?

7 Antworten

FM (Frequenzmodulation) ist der Sendemodus auf UKW (Ultrakurzwelle), UKW hat mit normalen Radios bei starken Sendern eine Reichweite von etwa 140km, mit guten Radios auch deutlich über 300km, hier am Niederrhein kann ich zum Beispiel auch Sender aus Bayern empfangen.

Wetterbedingt gibt es auf UKW manchmal Überreichweiten, so kann man hier am Niederrhein schon Mal Sender aus Dänemark, England, Österreich oder zum Beispiel der Schweiz empfangen. Im Sommer gibt es ein Phänomen namens "Sporadic E", an heißen Tagen werden die Signale in einem räumlich beschränkten Gebiet der oberen Atmosphäre reflektiert und man empfängt zeitweise plötzlich Sender aus z.B. Italien, Spanien, Algerien, Russland, Griechenland usw., seltener auch Nordeuropa. 1x hatte ich auf UKW so einen Sender aus Libyen. Sowas geht aber nur an wenigen Tagen und auch nur für wenige Stunden, manchmal auch nur kurz.

AM (Amplitudenmodulation) ist der Sendemodus auf MW (Mittelwelle), LW (Langwelle) und KW/SW (Kurzwelle, bzw. Short wave)

Auf Mittelwelle (MW) erreicht man ein größeres Gebiet als auf UKW, so war hier am Niederrhein früher täglich der BBC World Service in gleichbleibender Stärke zu empfangen, mittlerweile wurden viele Sender abgeschaltet. Nachts werden die Mittelwellensignale an den oberen Atmosphärenschichten reflektiert und die Reichweite vergrößert sich um ein Vielfaches. So kannst du hier nachts auf Mittelwelle ohne Weiteres Sender aus z.B. Spanien oder dem arabischen Raum hören. Mit guten Radios geht sogar mehr, je nach Uhrzeit auch die USA.

Kurzwellensignale (KW) werden immer in den oberen Atmosphärenschichten und am Boden bzw. auf dem Wasser reflektiert, so kann man weltweit senden. Auf Kurzwelle kannst du ohne Probleme Sender aus der ganzen Welt hören, ich hatte u.a. Mittags Australien (sendet leider nicht mehr über KW), am frühen Nachmittag Botswana und Südafrika, gegen Abend dann Asien und den Pazifik, nachts Kuba, Brasilien und die USA und morgens Neuseeland. Muss aber auch ein guter Empfänger sein, diese billigen Lidl-Radios zb schaffen nur die ganz starken Sender aus diesen Ländern.

Aber: erwarte da keine FM-Qualität, auf MW, KW und LW rauscht, knackt und knistert es, Sender faden manchmal weg und kommen dann wieder, auf Kurzwelle können die Signale zudem schwanken. Und: es ist mono (nur einige wenige Sender in den USA z.B. senden auf MW in Stereo, man braucht dann aber einen speziellen Empfänger. Dennoch eine spannende Sache!

Woher ich das weiß:Hobby – Ich höre gerne Radio und bin Hobby-DXer

Klingt toll. Danke sehr

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Astrein erklärt und toll geschrieben. 73 de Mike...

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so viel kann ich dir verraten: kauf kein radio mehr das keinen digitalen dab empfänger hat.

und wenn das alte zeug abgestellt ist dann ist es auch egal was das mal gemacht hat. ich hab auch ein uraltes radio von 1940. kann ich nur nicht benutzen weil auf den alten frequenzen nix mehr kommt.

also nicht nach hinten schauen, nur nach vorne.

Dann ist da aber was kaputt, auf Mittelwelle kann man nachts noch viel hören!

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@nordlyset

da ist nix kaputt. das militär sendet halt nix mehr auf den frequenzen. ist ja auch ein truppenempfänger. hat der uropa damals den engländer heimlich gehört damit.

braun er 3

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@BreznerSeppo

Welcher Frequenzbereich ist das denn? Nur aus Neugier, Radio ist so ein kleines Hobby von mir...

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Die Empfangsleistung von DAB+ ist schon super - habe in meiner Wohnung Schwierigkeiten mit dem herkömmlichen UKW-Empfang - DAB+ war die Lösung...

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Eins hast du vergessen und zwar MW = Mittelwelle und VHF = Very High Frequency auf der Radio-Sender in DAB+ senden.

Wobei DAB+ im Vergleich zu sämtlichen Analogsendungen (speziell UKW, die MW etc..Bereiche lasse ich außen vor) geradezu grottenschlechte Reichweiten hat....was im übrigen für alle Digitalfunkanwendungen gleichermaßen gilt. Nähere technische Begründung dafür gerne auf entspr. Anfrage.

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@verreisterNutzer

Naja, kommt drauf an. Ich kann hier in Krefeld (10. Etage zugegeben) noch das 100km entfernte DAB aus Liège, Belgien, empfangen, außerdem auch Rheinland-Pfalz.

Bei wetterbedingten Überreichweiten hatte ich hier schon DAB-Multiplexe aus der Schweiz und aus London und dem fast 600km entfernten Yorkshire in Großbritannien.

Aber stimmt, auf UKW kriege ich hier am Niederrhein immer Hessen, Bayern und, je nach Wetter mal gut, mal weniger gut, auch Baden-Württemberg. Das geht auf DAB nur bei Überreichweiten (Tropo)

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@verreisterNutzer

Ich weiß garnicht was du willst. Der Fragesteller hat nach den Radio Frequenzen gefragt und ich habe ihm noch welche genannt die nicht in seiner Frage standen. Es ging nicht um Reichweite.

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@heilaw

@heilaw:

Schade...du verfolgst offenbar nicht den bisherigen Kommentarverlauf..in dem ich mich ausschließlich auf DEIN Teil-Originalzitat mit DAB+ bezog bzw. beziehe.

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  • FM Frequenzmodulation und AM Amplitudenmodulation sind nur technische Sende-Arten, die für den Normalo nichts bedeuten
  • UKW, KW, MW und LW sind die Wellenlängenbereiche oder Frequenzbereiche. Nur aufgrund der Frequenz (kHz oder MHz) suchte und fand man früher die gewünschte Radiostation. Da gab's keine Displays und keine Stationsnamenübermittlung
  • Nur UKW wird in FM-Technik gesendet, auf den Radios sind die Bezeichnungen meist identisch. UKW ist die qualitativ beste analoge Übertragungsart. Kritiker von digitalen (komprimierten) Formaten wie DAB sagen, sogar die absolut beste. Es gibt viele High-End-UKW-Tuner und -Receiver.
  • KW, MW und LW werden in AM-Technik gesendet. Hier ist die Tonqualität viel schlechter.
  • AM ist manchmal eine Art "Oberbegriff" für diese drei Frequenzbereiche. Wenn ein Radio nur UKW und MW hat, steht dann oft stellvertretend FM und AM.
  • LW und MW waren sehr berühmt, weil hohe Reichweiten erzielt werden konnten. So hörten die Deutschen im Zweiten Weltkrieg verbotenerweise auf MW z.B. den deutschsprachigen Schweizer Landessender Beromünster. Oder Europas Jugend hörte den lange einzigen Popsender über Langwelle (war es Radio Luxemburg auf 208kHz?).
  • Lesenswert wie vieles: https://archiv.fkc.at/media/mittelwelle.htm
  • Mit LW- und MW-Radios kannst du übrigens das Knistern von Gewitterblitzen in der Umgebung hören. Auch jede andere Störung oder Ein-/Ausschalung von elektrischen Geräten.
  • KW reicht wegen der schon erklärten Reflexionen um den ganzen Erdball. Deshalb hört man dort so ein Chaos, weil viele Sender in ihrer Frequenz eng nebeneinanderliegen. Früher hörte man dort viel GeheimCodes und jede Art Sprache und Musik. Fast jedes Land verbreitete sein Landesprogramm zu günstigen Sendezeiten für seine eigenen Auswanderer oder auch für andere Kulturen fast über die ganze Welt.
  • Es ist ein Jammer, dass UKW behördlich verordnet abgeschafft werden soll. UKW ist die beste und krisensicherste Möglichkeit, die Bevölkerung im Notfall zu erreichen.

Wenn dann 207 kHz für Radio Luxemburg. Denn die Quersumme der verwendeten Frequenz auf MW und LW ist normalerweise 9. Das ist auch der Kanalabstand der Sender (gewesen).

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@Scorpii1311

Ich muss noch ergänzen, dass bei Mittelwelle die besagte Quersumme auch 18 betragen kann, weil das ein viel größerer Frequenzbereich ist, und die Zahlen größer sind.

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@Scorpii1311

Warum sagst du überhaupt "Quersumme" und nicht einfach teilbar durch 9 (ich weiss, für mathematisch veranlagte ist das interessant. Übrigens ist die Quersumme von 18 auch 9...

Und Kontinentalamerika hat ein Kanalraster von 10kHz...

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@atoemlein

Ööh, weil das Quersumme heißt? Und ja, die Quersumme der Quersumme 18 ist 9.

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