Was bedeutet die Aussage: ,,Jeder war Millionär, aber niemand war satt!"...?

12 Antworten

Salue

Man erzählt sich aus dieser Zeit, das ein Mann eine Stosskarte mit Papiergeld gefüllt hatte und bei einer Bäckerei dafür ein Kilobrot kaufen wollte.

Als er die Karrette abstellte und einen Moment nicht aufpasste, lag das Geld auf der Strasse und die Karrette war weg.

Die Banknoten waren nur einseitig bedruckt. Es gab Briefmarken mit dem Wert von 100 Millionen Mark.

Es war billiger, ein Zimmer mit Banknoten zu bekleben, als mit Tapete.

Die Preise steigen jeden Tag an, Dein Lohn aber nicht und Dein Erspartes hatte Altpapierwert.

Eine fürchterliche Zeit. Dies machte es Adolf Hitler dann wesentlich leichter, einige Jahre später an die Macht zu kommen.

Es grüsst Dich

Tellensohn  

Milliardär...mit 'ner popeligen Million hat niemand etwas kaufen können, 1923, in der Hyperinflation.

Deutschland hatte gerede den Erten Weltkrieg vergeigt und gedachte seine Schulden mit schnöden Scheinen zu bezahlen, Geld genannt.
Ergo wurden die Scheine immer größer, nahezu im Stundentakt.
Für 'ne Schubkarre voll Geld gab's nicht einmal ein Brot zu kaufen.

Zur Zeit der Hyperinflation in der Weimarer Republik war Geld praktisch nichts mehr wert, so dass jeder zwar Millionen an Mark hatte, aber sich nichts von kaufen konnte.

Was möchtest Du wissen?