Was bedeutet der Tod in der Bibel?

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11 Antworten

Hallo Regenbogen1969,

für viele religiös denkende Menschen ist ein Weiterleben nach dem Tod ganz selbstverständlich. Sie wurden gelehrt, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die nach dem Tod den Körper verlässt und an irgendeinem Ort (z.B. Himmel oder Hölle) weiterlebt. So habe ich auch einmal gedacht.

Dann hat mir jedoch jemand aus der Bibel gezeigt, was gem. der Bibel nach dem Tod wirklich passiert. Der folgende Text hat mir die Augen geöffnet: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10). Das an dieser Stelle verwendete hebräische Wort "Scheol" steht einfach für das Grab.

Nach der Bibel haben die Toten also keinerlei Bewusstsein mehr und können von daher weder gequält werden, noch befinden sie sich an einem Ort der Glückseeligkeit.

Das heißt aber nicht, dass die Toten für immer verloren wären. Sie befinden sich in einem Todesschlaf, aus dem es am Tag der Auferstehung ein Erwachen gibt. Von dieser Zeit sprach Jesus, als er einmal folgendes verhieß: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen zu einer Auferstehung des Lebens" (Johannes 5:28, 29).

Jesus gebrauchte hier eine bildhafte Sprache. Natürlich können die Toten nicht die Stimme Gottes hören und von allein wieder zum Leben kommen. Gott wird die Toten neu erschaffen, ihnen also wieder das Leben zurückgeben, das sie beim Tod verloren haben. Für die meisten der Auferstandenen wird das Leben auf der Erde weitergehen, allerdings zu weitaus besseren Bedingungen als in ihrem früheren Leben. Die Bibel zeigt, dass Gott aus der Erde ein Paradies machen wird, in dem es weder Leid noch Tod geben wird. Das zeigen einige Verse im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung. Dort heißt es: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.  Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn also die Toten zurückkehren, werden sie genau die Bedingungen auf der Erde vorfinden, die in diesem Text beschrieben werden. Natürlich spricht die Bibel auch davon, dass Menschen einmal im Himmel leben werden. Doch ist ihre Zahl begrenzt. Warum? Zum einen ist die eigentliche Bestimmung des Menschen die Erde und nicht der Himmel, und zum anderen holt Gott nur deswegen Menschen in den Himmel, weil sie dort eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben. Sie bilden, zusammen mit Jesus Christus, eine vollkommene Regierung, in der Bibel Gottes Königreich genannt, die über Menschen auf der Erde herrschen wird und ihnen helfen wird, die Vollkommenheit wiederzuerlangen, die Gott dem Menschen ursprünglich gegeben hatte.

Über die zu himmlischen Leben Berufenen heißt es in der Offenbarung: "Du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren" (Offenbarung 5:10). Durch die Hoffnung, die uns die Bibel gibt, hat der Tod enorm an Schrecken verloren. Für die Hinterbliebenen ist er dennoch sehr schmerzvoll, keine Frage. Doch zu wissen, dass sich die Toten nicht an einem Ort befinden, wo sie leiden müssen, sondern wirklich in Ruhe "schlafen" und auf den Tag der Auferstehung warten, ist doch sicher sehr erleichternd, nicht wahr?

LG Philipp

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Regenbogen, da bist du ja wieder! Auch auf diese Frage versuche ich dir eine Antwort zu geben.

Vergiß die Lehre davon, dass man nach dem Tod in den Himmel oder in die Hölle kommt. Die Bibel spricht nicht davon. In den Himmel kommen nur ein paar, die der Herr Jesus ausgesucht hat, damit sie mit ihm 1.000 Jahre regieren - "ihr sollt Priester und Könige sein!" Damit meinte er aber nicht uns; wir werden in der Bibel/Offenbarung als die große Volksmenge bezeichnet. Wenn wir also sterben, ist erst einmal nichts mehr - nur dass Gott uns im Gedächtnis behält für die Zeit der Auferstehung.

Die Auferstehung ist mit das wichtigste Thema der Bibel. Einer Schulfreundin konnte ich vor ihrem Tod noch etwas Tröstliches über den Tod sagen. Sie solle sich einen langen Zug vorstellen mit vielen Waggons; in  den vorderen Wagen sind wir Lebenden.  Die hinteren Wagen sind die Schlafwagen, in denen unsere lieben Verstorbenen liegen, die aber mit uns in die gleiche Richtung fahren: in Richtung Gottes Königreich (siehe Vaterunser). Bei den vorderen Wagen springen einige auf, andere springen ab; nur die Toten sind in Sicherheit, sie werden auf jeden Fall ankommen.

In der heutigen Welt sind solche Vorstellungen absurd. Aber schau dich doch um, wohin steuert unsere Erde, unsere menschliche Gesellschaft? Muß es da nicht bald ein großes Reinemachen geben, damit Menschen, die sich gern unserem Schöpfer unterordnen, in Frieden leben können?

Manche fragen sich, wo denn dann die ganzen Menschen leben werden, unsere Erde ist doch jetzt schon überbevölkert! Ist sie das? Ich habe neulich während einer Nachrichtensendung eine ausgebreitete Weltkarte gesehen. Der ganze mittlere Streifen zeigte Wüsten; es sah aus, als würden die Wüsten die Hälfte des festen Landes ausmachen. Und was hat Gott uns versprochen? Dass die Wüsten dann wieder blühen werden! Welch eine Menge an Land - da kann Gottes Versprechen, dass jeder unter seinem Weinstock leben wird, leicht Wirklichkeit werden! Außerdem sagte Gott zum ersten Menschenpaar, sie sollen die Erde füllen, nicht überfüllen. Aber das wissen wir alles noch nicht. Es wird auf jeden Fall alles wieder gut!

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Kommentar von Whitekliffs
01.12.2015, 14:11

Liebe stine

bei allem Respekt, ich bin erschüttert. Hast du jemals das Matthäusevangelium am Stück gelesen?

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Kommentar von sarahj
01.12.2015, 14:37

Zwei Ideen von Dir stoßen mir sehr bitter auf:

Erstens:

"Welch eine Menge an Land - da kann Gottes Versprechen, dass jeder unter seinem Weinstock leben wird, leicht Wirklichkeit werden!"

Was wird sein, wenn die Wüsten dann auch voll sind mit Menschen und Weinreben? Sagen wir mal in 50 Jahren, bei 15 Mrd Menschen (also rund doppelt so vielen wie jetzt).

Wie geht es dann weiter?

Du sagst: der Herr wird sich dann schon um uns kümmern.

Ich sage: dann werden 90% der Menschen ein Riesenproblem haben.

Und die werden dann sagen:
warum hat ihnen vor 50 Jahren blos die Kirche verboten, kleine Plastiktütchen über ihre Schniedel zu stülpen. Warum haben sie nicht aufgehört, sich wie die Karnikel zu vermehren.

Und ich glaube, sie werden sehr sehr stinkig, wenn dann einer sagt: "Weil in der Bibel steht, seid fruchtbar und vermehret euch"

Zweitens:

"[..] Muß es da nicht bald ein großes Reinemachen geben, damit Menschen, die sich gern unserem Schöpfer unterordnen, in Frieden leben können?"

Wie soll ich mir das konkret vorstellen?
Denkst Du an einen Massenmord?
Werden Christen dann alle anderen abmurksen, Atombomben werfen, damit Platz gemacht wird für selbsternannte "Auswerwählte"?
Und sicher wirst Du zu diesen "Auserwählten" gehören.

Oder wird Gott ein Arbageddon veranstalten, und selbst wieder wie schon so oft im AT einen Genozid a la Holocaust veranstalten?

Mit Verlaub, ich will Dir ja nicht zu Nahe treten -
aber das sieht für mich nach gefährlich geisteskrank aus.

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Das Alte Testament ist nicht auf ein Weiterleben ausgerichtet. Erst das Neue Testament tendiert zu einem gewissen Platonismus, also der Auffassung das es eine Auferstehung gäbe.

Wäre das A.T. Jenseits orientiert, dann wäre die jüdische Religion davon geprägt, doch das ist sie nicht.

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Kommentar von ahimaaz
02.12.2015, 23:22

Dazu möchte ich gern z. B. 1. Samuel 2,6 zu bedenken geben. Dass ein allmächtiger Schöpfergott Leben geben, nehmen und wiedergeben kann, ist kein fremder Gedanke im AT.

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Wenn ich das aus dem Religionsunterricht noch richtig im Kopf hab, kommt man nach dem Tod vor das letzte Gericht, wo dann entschieden wird, ob man in den Himmel darf (entweder Sofort oder nach einigen hundert Jahren Fegefeuer) oder für immer in die Hölle muss.

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Lieber regenbogen

ja, die Bibel spricht ganz klar von zwei Möglichkeiten: gerettet oder verloren, Himmel oder Hölle.

Kennst du Johannes 3,16? Bitte lies diesen Vers einmal im Zusammenhang

http://www.bibel-online.net/buch/schlachter_1951/johannes/3/#1

Und hier möchte ich den Vers etwas persönlicher machen. Du darfst ihn auch so lesen, denn er gilt auch dir:

14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, 15 auf daß Regenbogen, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. 16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit Regenbogenr, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er Regenbogen richte, sondern daß Regenbogen durch ihn gerettet werde.  

Aber ich möchte dir auch noch Johannes 10,10 schicken. Das sagt Jesus:

ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluß haben

Lies doch auch das einmal im Zusammenhang. Das gilt auch dir.

Ganz lieben Gruss

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Kommentar von ahimaaz
02.12.2015, 23:27

3,16 sagt, dass er ewiges Leben gibt als Lohn für Glauben. Das Gegenteil von Leben ist Tod. "Himmel oder Hölle" ist aber beides eine Form von Leben, also von Existenz. Ich kann allerdings nicht sagen, warum der Gedanke der Nichtexistenz so völlig verschwunden ist, sodass er gar nicht mehr als Möglichkeit genannt wird.

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Ich war mal auf einen Riesen Berg von dort Beobachtete ich den Sonnenuntergang ich Spürte die Macht. So etwas schönes kann es nicht einfach so geben. Immer mehr Interessierte ich mich über die Natur. Wenn man alles so genau ansieht kann man denken okei alles ist ein Zufall. Aber so bald man die Natur kennt wie Perfekt die aufgebaut ist die Tieren jede einzelne Pflanze jedes einzelne ding die es auf der Welt gibt ist Nützlich. Auch wen man unseren Körper richtig anschaut jedes Organ und alles auf dieser Welt haben eine Ordnung, entspricht eine Aufgabe, oder eine bestimmte Gabe. Ich war stark überzeugt das alles das keine Zufälle sein konnten. Oder die Evulution. Ich hab nach Gott gesucht als ein Athaist hab auch Thora, Bibel und mehrere Religionen durch gelesen nur 1 Religion gab mir die meisten Antworten auf alle meine fragen ob es um die Seele ging, Geister, Jesus, Abraham, Natur, Tiere einfach über alles. Und das war eindeutig der Islam (  Koran ). 

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Kommentar von sarahj
01.12.2015, 15:25

Ich finde Stechmücken nicht nützlich. Andere Mücken können ihre Mistbrut auch kriegen, ohne mein Blut saugen zu müssen.

Ich finde krankmachende Viren für total unnütz. Was für eine Teufelei hat er sich dabei einfallen lassen?

Ich hätte gerne Augen so gut wie eine Eule oder ein Adler. Und eine Nase so gut wie die eines Hundes (mhm - vielleicht doch lieber nicht). Aber Ultraschallortung, wie bei den Fledermäusen fänd ich cool. Dann bräuchte man nachts kein Licht.

Bauchschmerzen und Kopfweh sind auch unnütz.

Und Krebserkrankung finde ich ziemlich doof - wozu eigentlich?

Superdoof finde ich, daß Kinder verhungern müssen. Komischerweise verhungern mehr Kinder in Ländern wo Gott wohnt.

Und Tsunamis, Überschemmungen und Dürren mit Ernteausfall.
Gibt's eigentlich auch öfter, wo sie mehr an Gott beten.

Du hast echt recht; man fragt sich: Kann das Zufall sein?

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Und nochwas:

Atheisten suchen nicht nach Gott. Da hast Du was falsch verstanden. Du warst kein Atheist, sondern ein "keine-Ahnung-wie-man-das-nennt-wenn-man-eineSeelenkrise-hat".

Und hast Dir dann, wie im Supermarkt, die Religion ausgesucht, die Dir am besten in den Kram gepasst hat.

Aber eine Religion und einen Gott hattest Du ja wohl schon vorher im Sinn, sonst hättest Du ja nicht danach gesucht.

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Ich glaube die Erde ist wie ein vorleben und wenn man stirbt also nicht mehr auf der Erde ist entscheidet dann Gott für Hölle oder Himmel

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Zu den anderen Antworten hinzu, wenn es nicht bereits genannt wurde: 1.Mose 2,7 und 3,19. Vergleich es mit einem Motor: er wird gebaut, muss (von außen) angelassen werden, dann läuft er. Geht er aus, kann/muss ihn wieder jemand (von außen) anlassen (das was gemeint ist mit Auferstehung). Oder er bleibt aus, reglos, wird zerlegt und die Teile und Materialien verteilen sich anderweitig.

Erscheint das nachvollziehbar?

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Der Tod ist ein Ableben des menschlichen Körpers. Was dann mit der Seele passiert muss man Gott überlassen. Es wird aber nach meiner persönlichen Glaubenseinstellung weiter gehen.

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Der Tod in der Bibel bedeutet, daß mensch tot ist.

Zu dem, was möglicherweise danach kommt (oder nicht kommt), macht die Bibel meines Wissens keine eindeutigen Aussagen.

Das ist vielleicht auch besser so ...

Gruß, earnest

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Tot ist tot. Da macht die Bibel keine Ausnahme. Im NT ist die Aussicht auf paradiesische Zustände nach dem Ableben klar, Jesus hat uns gerettet. Im AT war das noch nicht so, mancher wartet heute noch auf den Messias. Im AT war es sogar sehr modern, seine eigenen Kinder zu opfern und so, da wurde der Tod noch nicht so eng gesehen.

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Kommentar von ahimaaz
02.12.2015, 23:33

Opfern: guter Punkt. Über die beinahe Opferung von Isaak kann man nachdenken. Abraham hatte ein Versprechen von Gott und dafür war Isaak notwendig. Er scheint nicht damit gerechnet zu haben, dass er Isaak dauerhaft verlieren würde. Oder welche Einschätzungen gibt es zu dieser Begebenheit?

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