Was bedeutet das (Rdos Quiz)?

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5 Antworten

Ich hatte diesen Test auch gemacht und hatte 128/200. Man muss sagen, eine Facharztdiagnose bzw. eine Diagnose von Fachleuten die sich konkret damit auskennen, ersetzt es nicht weil das ein 3-stündiges, aufwändiges Testverfahren ist.
Die Diagnose habe ich auch. Man darf aber nicht vergessen, dass das Alter eine ganz ausschlaggebende Rolle spielt, das soziale Umfeld und Umweltfaktoren. Asperger ist nicht gleich Asperger. Die einen sind offensichtlich auffällig, andere verhalten sich nach außen hin völlig normal. Nicht jeder hat Feldbegabungen, manche können auch Mimiken fast normal erkennen. Es gibt auch eine namhafte Psychotherapeutin mit Asperger. Wie das in dem Berufsfeld funktioniert ist mir selbst ein Rätsel. Es gibt auch andere Erkrankungsbilder die dem Asperger Autismus sehr ähnlich sind und das kann ausschließlich ein Fachmann beurteilen. Das heißt die Unterteilung: Kanner-Syndrom, Asperger Autismus, Atypischer Autismus, schizoide + schizotype Persönlichkeitsstörungen.

Ich würde mich auf jeden Fall ein bisschen dazu informieren. Außerdem gibt es folgende Recht auffällige merkmale, die bei sehr vielen auftreten: Hättest du manchmal das gefühl, dass niemand dich versteht ? Kannst du andere oft nicht verstehen ?

Bist du empfindlich bei grellem Licht (neonlicht) ? 

Kannst du manchmal einfach alleine irgendwo sitzen und Nachdenken ?

Machst du manchmal irgendwelche spielchen mit fingern, Beinen oder so ?

Strengen sich soziale Situationen wo alle miteinander reden auf Dauer an ?

Brauchst du oft Zeit um in einer Gruppe (schulklasse, arbeit, neuer ort) dazuzugehören (oder schaffst es gar nicht) ?

Das sind zusätzlich zum Test kriterien, die meiner Meinung nach sehr wichtig sind. Reizüberflutung kann aber immer auch ADS sein. 

Hallo mario200,

dieses als Quiz bezeichnete Selbst-Screening ist wie andere Screenings auch nur ein Anhaltspunkt. Leider ist es so, dass man sich sehr leicht selbst betrügt und der eigene Eindruck nicht immer mit der Realität übereinstimmt. Auch ist es so, dass man gerade in solch sozialen Bereichen nur sehr selten ein ehrliches Feedback von anderen (Angehörigen, Nachbarn, Arbeitskollegen etc.) bekommt.

Übrigens, mein Wert liegt bei 152 und ich bin fachärztlich diagnostiziert: ICD-10 F84.5.

Eine Diagnose sehe ich nur dann als anstrebenswert, wenn aufgrund der Symptome ein wirklicher Leidensdruck besteht - oder wenn deine Umgebung darunter leidet.

Wenn Du dagegen gut zurecht kommst, dann sieh es als einen lehrreichen Aspekt in Deinem Leben an und als Anregung, über manches Verhalten Deinerseits nachzudenken und vielleicht dies oder das anzupassen.


Was willst du denn mit der Diagnose? Sobald Leute ein Wort haben, stecken sie dich eh nur in Schubladen. Und die, die das nicht tun, akzeptieren deine Eigenheiten auch ohne Diagnose.

Das einzige, wo ich dir eine Diagnose empfehlen würde, ist, wenn du entweder Probleme in der Schule hast und einen Nachteilsausgleich brauchst, oder eine spezielle Förderung oder Therapie haben möchtest, weil dich die eventuellen Symptome einschränken.

Solche Tests bieten immer nur Anhaltspunkte.

Oft tritt dabei auch das "Rosa Elefanten Problem auf".

Das heißt, wenn die jemand sagt:" denke jetzt nicht an rosa Elefanten", denkst du zwangsläufig daran.

In so einem Selbsttest weißt du oft, welche Antworteb ein bestimmtes Ergebnis mit sich ziehen, daher werden häufig unbewusst bestimmte (falsche) Antworten gegeben.

Du kannst dich jetzt fragen, ob du eine Diagnose brauchst. Die Frage dabei ist immer, was diese dir bringen wird.

Mein Rat an dich: schaue in einer Autismus-Ambulanz oder bei einem spezialisierten Psychiater nach einem Termin ausschau. Dann hast du noch einige Monate, vielleicht auch ein Jahr, um dir zu überlegen, ob du wirklich eine Diagnostik machen willst. Denn Termin absagen kannst du ja immer.

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