Was bedeutet Autismus?

4 Antworten

Es ist keine "Erkrankung", sondern eine angeborene Begabungslage.

Menschen mit autistischen Zuegen nehmen die Welt anders wahr. Das Gehirn arbeitet vorwiegend so, dass logische Verknuepfungen funktionieren, aber wenig die soziale Intuition. Reize werden sehr stark und ungefiltert wahrgenommen und muessen deswegen gut sortiert beim Menschen mit Autismus ankommen, sodass er damit umgehen kann.

Das fuehrt zu einigen gemeinsamen äusseren Merkmalen wie z.B. Ueberforderung in sozialen Situationen, stattdessen viel Beschäftigung mit sich selbst, Gelingen des Lebens mit guten Routinen.

Wie stark und wie genau der Autismus ausgeprägt ist, ist verschieden: Vom nicht sprechenden Menschen, der den ganzen Tag schaukelt, um sich zu beruhigen und der seine eigene Hygiene nicht auf die Reihe kriegt, bis hin zum gut angepassten oder kreativ-erfolgreichen eher-Einzelgänger, der öffentlich nicht weiter auffällt.

Dass Menschen mit Autismus sich durch besondere Seiten auszeichnen, hängt genau mit dieser Begabung-Behinderung zusammen. Das eine im Hirn funktioniert weniger, dafuer funktionieren andere Seiten (bei manchen) ausserordentlich gut. Auch das kann sehr extrem sein, wie bei Zahlenkuenstlern oder Musikgenies, die aber ihre Lebensfunktionen nicht selbst in den Griff bekommen, oder weniger extrem wie bei den meisten anderem Personen mit Autismus. "Charakterlich" sollen viele Menschen mit Autismus als direkt und ehrlich wirken, weil sie soziale Spielchen und Intrigen wenig verstehen und interessieren, auf der anderen Seite wirken sie oft verletzend oder gemein, weil sie ebendiese Spielchen zum Beispiel von angebrachter Höflichkeit nicht verstehen. Das beste ist: einfach so nehmen wie sie sind.

Autismus (v. gr. αυτός „selbst“), von der Weltgesundheitsorganisation als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert, wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich bereits im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt [1]. In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen Frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, welches oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr auftritt. Quelle und mehr Infos: http://www.wikipedia.de

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Ja - diese Beschreibung trifft es genau! Mein kleiner Sohn (7) ist auch Autist.(Kanner) Gruß kanga

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Zu diesem Thema gab es vor Jahren einen phantastischen Film mit Dustin Hoffman und Tom Cruise http://www.filmstarts.de/produkt/37298,Rain%20Man.html

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... der genau EINEN Autisten beschreibt, und leider einen, wie es ihn nur extrem selten gibt, da er zeitgleich Savant ist. Savants, die zeitgleich Autisten sind, gibt es gerade mal 50 auf der ganzen Welt. Die meisten Autisten sind also keine Savants.

Das Vorbild für Raymond im Film, Kim Peek, war übrigens gar kein Autist.

Viele Autisten müssen dank des Films mit Klischees kämpfen.

Ich finde den Film nicht schlecht, im Gegenteil, aber er macht den meisten Autisten das Leben nicht leichter.

Andere gute Filme über Autisten, die dem Alltag näher kommen:

Snow Cake

BenX

Adam

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Autist Umgang mit Tieren erklären?

Hei,

also mein Bruder (13) hat das Asperger-Syndrom (form vom Autismus). Im großen und Ganzen kann man sagen, das Autisten sich nicht gut in andere hineinversetzen können und ihnen das emphatiegefühl / Feingefühl fehlt (meine Erfahrungen).

Das Problem an der Sache ist, das mein Bruder nicht einsehen kann/will, wann es genug ist. Dabei meine ich den Umgang mit unseren Haustieren. Wir haben Ratten, sehr einfühlsamem Tierchen. Bei Stress reiben sie sich oft das Hader´sche Drüsen sekret ins Fell, das sieht man an der braunen Färbung. Und genau das macht eine besonders oft, da sie sichtlich von meinem Bruder gestresst ist.

Ratten sind hauptsächlich nachtaktiv und schlafen meistens, wenn wir um 13 Uhr nach hause kommen. Aber ihm ist das egal oder er beachtet es nicht, und zieh dann seine Lieblingsratte einfach aus dem Käfig, dabei schläft sie meistens immer. Ich finde man sieht dem Tier auch an, wie unwohl es sich fühlt, aber mein Bruder merkt das eben nicht.

Er ist sehr auf ein Tier fixiert, als eine Ratte starb, war die nächste sie Liebling und keine andere. Ich will aber nicht, das er so mit ihr/den Tieren umgeht. Ratten haben Bedürfnisse wie jedes andere Lebewesen, er findet es sich auch nicht toll wenn ich ihn Nachts um 3 aus dem bett zerre.

Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm das begreiflich machen soll. Die Ratten leben in meinem Zimmer und es nervt auch, wenn er ständig reinkommt. Ich schließe oft ab, aber dann meckern meine Eltern rum.

Meine Eltern haben die Haustiere auch gern, aber sie sehen nicht ein das er was falsch macht. Ich kenne mich halt am besten au der Familie mit Ratten aus, aber egal wie oft ich sie ermahne, nach spätestens einer Woche geht es wieder los.

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Sorry für den langen Text.

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Hey Leute, ich möchte nicht viel näher ins Detail gehen, aber ich kenne da jemanden, der es ziemlich schwer hat, zu dem ich und meine Familie viel Kontakt haben, und ständig von anderen betrogen und "misshandelt" wird, sogar von der eigenen Familie.

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Ich habe meine letzte Frage neu formuliert weil viele Leute mich falsch verstanden haben und ich mich nicht obtimal ausgedrückt habe:

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Mike ist vom lernen richtig besessen! Er macht keine Pausen, in den Freizeiten zwischen den Lektionen sitzt er einfach weiter auf seinem Pult und arbeitet weiter. Das Selbe ist wen wir ihn fragen ob er mit uns in die Stadt mittagsessen kommt, antwortet er "Nein danke" (mit seinem fake Lächeln) und geht auf eine Bank (allein) und lernt.

Was verwunderlich ist, ist dass er nicht einmal gute Noten hat, er liegt im unteren Durchschnitt. Und das, obwohl er soooo viel lernt! Ein bekannter von Mike hat mir erzählt dass Mikes Mutter, Mike schon oft gesagt hat dass er sich wie ein "gewönlicher" Junge seines Alters benehmen soll (wir sind beide 17) und nicht immer so héflich und brav sein!

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Vielen Dank fürs Lesen und Antworten...

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