Was bedeutet "antibürgerlicher Lebensentwurf"?

1 Antwort

Sehe ich nicht so. Bei dem Rilkegedicht ist das eher überhöhte Sensibilität. Der antbürgerliche Lebensentwurf ist für mich eine materielle Sache, die Ablehnung von Karriere machen, ordentlich Geld verdienen, Familien gründen, Häuschen bauen, stattdessen das Leben als Bohemien.


Sehe ich auch so. Sich nicht anpassen, nicht in der Masse untergehen, seinen eigenen Weg finden...

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Was haltet ihr von dieser Gedichtanalyse? Was könnte ich besser machen? (Achtung sehr lang)

Gedichtinterpretation - Auf der Terrasse des Café Josty

In dem Gedicht "Auf der Terrasse des Café Josty" verfasst von Paul Boldt, im Jahre 1912. Wird eine Stadt aus der Sicht des lyrischem Ich's beschrieben. Er hinterlässt uns einen Einblick in die Stadtwelt des Expressionismus.

In der ersten Strophe werden die Geräusche beschrieben. "in ewigem Gebrüll" es wird darauf hingewiesen, dass die Stadt nie schläft, es ist immer was los. (Z.1) Die Geräusche sind unheimlich laut. Es ist schon fast so als würden die Straßenbahnen einen Rhythmus von sich geben, der Rhythmus der Strophe ist jedoch ein Daktylus: langsam und traurig. Es verstärkt die Emotionen des lyrischem Ich (Z.3).

Auf den Straßen herrscht Chaos, eine Vielzahl von Verkehrsmitteln und Menschenmassen überqueren die Straßen (Z.4). Die Menschen sind sehr beschäftigt, sie rennen von einer Straßenseite zu der anderen. Sie laufen umher als kämen sie vom Asphalt nicht mehr los, dieses Geschehen wird durch ein Vergleich verstärkt (Z.5 und 6).

In der zweiten Strophe verändert sich der Rhythmus von einem Daktylus zu einem Jambus, dadurch verändern sich wieder die Emotionen des lyrischem Ich, er ist entsetzt vom Geschehen, seine Blicke wandern so schnell wie von einem Jambus.

"Stirne und Hände, von Gedanken blink", die Menschen die umher laufen sind wie hypnotisiert, sie merken schon gar nicht mehr was sie hier tun (Z.7). Ihre Gedanken schwimmen wie Sonnenlicht immer mehr in die Industrialisierung "dunklen Wald" hinein. Sie werden von dem ganzen beeinflusst (Z.8). Es ist dunkel geworden auf dem Potsdamer Platz. Der vorhandene Regen lässt die Stadt wirken als sei es eine Höhle, dies wird anhand von einem Neologismus "Nachtregen" verstärkt (Z.9).

Der Rhythmus des Gedichts verändert sich in der dritten Strophe wieder, zu einer Anapäst. Die Emotion des lyrischem Ich wird dadurch verschlechtert. "Lila Quallen liegen - bunte Öle" dieser Vers ist eine Metapher für die Menschen, die Müll auf den Straßen wegwerfen. Lila ist eine Farbe die aus Rot und Blau besteht. Die Farben Rot und Blau stehen für gut und böse. Das "bunte Öl" ist der Müll auf der Straße (Z.11).

"Vom Rauch der Nacht wie Eiter einer Pest" es kommen immer mehr Leute in die Stadt. Sie werden von dem jetzigem Verhalten der angesteckt, wie eine Pest (Z.14). Das Reimschema von dem Gedicht ist nicht gleichmäßig, sowie der Inhalt. Was darauf hinweist, dass das lyrische Ich, sich nicht sicher ist, ob ihm Berlin gefällt.

Ich persönlich finde, dass das Gedicht auch in unserer heutigen Zeit geschrieben sein könnte. Es hat sehr viel mit dem heutigen Berlin gemeinsam. Am Ende stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen gemütlichem Nachmittag auf einer Terrasse handelt, sondern um den Chaos der Gefühle eines Menschen, sowie der Stadt Berlin.

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Brauche Hilfe bei der Gedichtsanalyse

Guten Tag, Nun ja, es ist so, wir schreiben morgen eine Deutscharbeit in der wir ein Gedicht analysieren müssen. Ich hab mal heute versucht zu üben, aber ehrlich gesagt bin ich mit meiner Analyse ganz und gar nicht zufrieden. Könntet ihr mir bitte Sachen korrigieren, hinzufügen oder Tipps geben wie ich es besser machen kann. Ich bin auch noch nicht ganz fertig aber mir fällt nichts mehr ein. Hier erstmal das Gedicht:

  1. Der schnelle Tag ist hin / die Nacht schwingt ihre Fahn /
    1. Und führt die Sternen auff. Der Menschen müde Scharen
  2. Verlassen feld und werck / Wo Thier und Vögel waren
  3. Trauert itzt die Einsamkeit. Wie ist die zeit verthan!

  4. Der port naht mehr und mehr sich / zu der glieder Kahn.

  5. Gleich wie diß licht verfiel / so wird in wenig Jahren
  6. Ich / du / und was man hat / und was man siht / hinfahren.
  7. Diß Leben kömmt mir vor alß eine renne bahn.

  8. Laß höchster Gott mich doch nicht auff dem Laufplatz gleiten

  9. Laß mich nicht ach / nicht pracht / nicht luft / nicht angst verleiten.
  10. Dein ewig heller glantz sei von und neben mir /

  11. Laß / wenn der müde Leib entschläfft / die Seele wachen /

  12. Und wenn der letzte Tag wird mit mir abend machen /
  13. So reiß mich auß dem thal der Finsternuß zu dir.

Und nun meine Analyse:

Im Gedicht,, Abendvon Andreas Gryphius erzählt der Sprecher als lyrisches Ich von seiner Lebensreise die bis zum Tod führt. Dies kann man an der Metapher im ersten Satz erkennen. Der Tag soll das Leben und die Nacht den Tod bedeuten. Das lyrische Ich findet, dass das Leben viel zu schnell vorbeigeht. Das können wir anhand dieser Beispiele erkennen: ,,Der schnelle Tag ist hin, ,,Wie ist die Zeit vertan, ,,Das Leben kommt mir vor wie eine Rennbahn …. Am Ende wird auch Gott angesprochen, der dem lyrischen Ich den rechten Weg leiten soll. Im siebten Vers wird auch der Adressant angesprochen, doch hier in diesem Gedicht ist es nicht ein bestimmte Person, sondern die ganze Bevölkerung im Allgemeinen zu der er spricht. Das ganze Gedicht besteht aus vier Strophen. Die ersten zwei sind in jeweils vier Versen und die letzten zwei in jeweils drei Versen unterteilt. Bei den ersten zwei Strophen handelt es sich um umarmende Reime und bei den letzten zwei sind es Schweichreime. Der erste ist ein jambischer alternierender Vers, da die Betonung auf der zweiten Silbe liegt. Schon mal vielen Dank im Vorraus

Ps: Ich bin in der 9. klasse

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Gedichtsinterpretation zu "Was ein Kind gesagt bekommt"?

Hallo, da wir nächste Woche eine Klassenarbeit zum Thema Gedichtinterpretation schreiben, würde ich mich sehr freuen wenn ihr mir kurz eure Meinung zu diesen von mir verfassten Hauptteil einer Gedichtsinterpretation mitteilt. Ich bin wirklich verzweifelt weil ich nicht weiß ob der Aufbau der Interpretation stimmt! Danke!

Das Gedicht besteht lediglich aus Verboten (V.8 „Du sollst Erwachsenen nicht widersprechen“), Geboten (V. 2 „Man spart für den Fall des Falles“) und Regeln/ Gesetzen (V. 1 „Der liebe Gott sieht alles“). Die korrekte Rechtschreibung, die Einhaltung der Zeichensetzungen und der jeweils neue Zeilenbeginn eines Verses zeigen außerdem eine gewisse Strenge und drücken die Tatsache aus, dass diese Vorschriften eingehalten werden müssen, nicht mehr zu ändern sind und Verhandlungen nicht zugelassen werden. Das Gedicht weißt keine Strophen aus, sondern nur einzelne Verse. Ein Paarreim (aa/bb) ist allerdings erkennbar, ein Metrum allerdings nicht. Allgemein ist die Sprache eher sachlich und nicht prosaisch bzw. gekünstelt gehalten. Der Satzbau ist zudem einfach und nicht abwechslungsreich, kurz gesagt kindgerecht. Diese Tatsachen führen zu dem Schluss, dass das lyrische ich unbedingt will, dass der Adressat, die Kinder, alles versteht was es ihnen zu sagen hat. Die Vermutung liegt also nahe, dass das lyrische ich aus der Sicht eines Erwachsenen erzählt, der den Kindern klar machen will, was sie zu tun haben und wo sie stehen. Eine Rangordnung ist im Gedicht zudem gut erkennbar, Gott als das allmächtige Wesen, das alles sieht (V. 1 „Der liebe Gott sieht alles“), was außerdem einschüchternde Wirkung auf die Kinder haben soll, und die Kinder ganz zuletzt, die den Mund zu halten haben (V. 14 „Ein Kind hält den Mund“). Das ist eine soziale Einschränkung, denn das Kind hat in diesem Gedicht nicht das Recht seine Meinung zu äußern bzw. irgendetwas von sich preis zu geben, da ihm gesagt, dass alles was es von sich gibt von vornherein falsch wäre. Im Bezug auf den Titel des Gedichts („Was ein Kind gesagt bekommt“) lässt sich eine Verbindung zum letzten Vers herstellen, da sich hier noch einmal die Rolle des Kindes in der Gesellschaft widerspiegelt, also dass es nicht aktiv mitwirken darf bzw. kann. Bei genauerer Betrachtung dieser Rangordnung fällt ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt ins Auge, nämlich die Tatsache, dass im Zentrum des Gedichts geschrieben steht, was das ganze Gedicht ausdrücken soll: „Du sollst Erwachsenen nicht widersprechen.“(V. 8) Die Zentralaussage des Gedichts in ihrer ganzen Härte. Es ist übrigens auch der einzige Vers im Gedicht, in dem eine direkte Anrede an das Kind vorhanden ist. Dies unterstreicht noch einmal die Wichtigkeit dieses Verses. Das alles macht die große Ironie deutlich, die in Vers 6 steckt („ Die schöne Kinderzeit, die kommt nicht wieder.“).

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Hallo könnte jemand meine GedichtsInterpretation verbessern und mir Tipps geben?

In dem Gedicht noch bist du da von Rose Ausländer beschäftigt sie sich mit dem Leitbild Memento mori, was soviel bedeutet wie Gedenke den Tod. Das Gedicht wurde 1981 verfasst. Über den Entstehungsort erfährt man nichts Genaueres. In der esrten Strophe geht es darum, dass so lange man noch am leben ist, seine Angt überwinden sollte. Auch Strophe zwei nimmt diesen Gedanken nwieder auf, allerdings beschränkt sich die Dichterin hier nur auf den Tod. Die dritte Strophe gleicht der ersten, hier geht es darum den anderen Menschen zu zeigen, dass man ihn liebt, bevor der Tod einem die Zeit dafür raubt. Die letzet Strophe besteht aus nur zwei Versen und beschreibt, dass man alles teilen sollte. Rose Ausländer hat das Gedicht "Noch bist du da" in vier Strophen eingeteilt. Im Gegensatz zu einigen expressioistischen Gedichten, liegt hier jedoch keine Sonettform vor : Das Gedicht enthält in der ersten Strophe drei Verse, in der zweiten Strophe lassen sich sieben Verse aufweisen, in der dritten Strope sechs Verse und in der letzten Strophe aus Versen. Der Rhytus verändert sich von Vers zu Vers, im zwöften und dreizehnten Vers ist er fallend und im vierten und fünften Vers ist er steigend. Wie bereits erwähnt setzt sich Rose Ausländer in ihrem Gedicht mit dem Tod auseinander. Die Überschrift "Noch bist du da" bezieht sich somit unmittelbar auf das zentrale Thema, da hier das Lyrische Ich ein Appell an den Leser richtet und Aussagen möchte, dass man das Leben genießen sollte, bervor man stribt. In der ersten Strophe wird das Motiv sofort aufgenommen, denn der erste Vers "Noch bist du da" steht in Korrelation mit der Überschrift. Auch ein Enjambement lässt sich in der ersten bis zur dritten Strophe aufweisen, "Noch bist du da" (V.1) "Wirf deine Angst" (V.2) "in die Luft"(.V.3). Dadurch wird die Aufmerksamkeit des Lesers geweckt und das Gedicht wirkt nicht langweilig sondern abwechselungsreich. In der zweiten Strophe wird der Tod beschrieben. Die Wörter "Zeit"(V.5) "Himmel"(V.7) "Träume"(V.9) "Nirgends"(V.10) sind anzeichen dafür. Durch eine Inversion "fallen deine Träume"(V.9) wird verdeutlicht, dass es nach dem Tod keine Träume mehr gibt. Durch den Einsatz der Personifikation "wächst der Himmel" (V.8) wirkt das Gedicht lebendig und anschulich für den Leser. Zu beginn der dritten Strophe befndet sich im elften und dreizehnten Vers ein Enjambement dies weckt das Interesse beim Lese und stellt somit die formale Verbindung zwischen den ersten drei Sinnabschnitten da. In Zeile 14 und 15 richtet das Lyrische Ich einen Appell an den Leser "Noch darfst du leben"(V.15). Durch das Appell fühlt sich der Leser angesprochen und kann sich so besser in das Gedicht hineinversetzen. Im letzten Abschnitt wird beschrieben, dass man so sein sollte wie man ist und nicht alles was man hat für sich selbst behalten sollte sondern auch teilen. Verstärkt wird dies durch einen Parallelismus in Vers 17 und 18 "Sei was du bist"(V.17) "Gib was du hast"(V.18).

Die Dichterin Rose Ausl

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Interpretiere ich das Gedicht "Einer Gepardin im Moskauer Zoo" von Durs Grünbein richtig?

Hallo! Ich muss das folgende Gedicht vergleichend mit Rilkes "Der Panther" interpretieren. Mit dem Rilke Gedicht habe ich weniger Probleme. Allerdings verstehe ich das Gedicht von Grünbein nicht so richtig

Einer Gepardin im Moskauer Zoo (1996)

So teure Pelze sieht man sonst nur auf den Schultern Der Gangsterbräute vorm Casino. So geschmeidig Schleicht auf dem Laufsteg nur die androgyne Jugend, Die Augen funkelnd unterm Blitzlicht. Eine schlanke Katze, Wie Pisanello sie gemalt hat, mit entzücktem Pinsel (Das Fell getüpfelt, grannenhaft, ein Goldnes Vlies) Federt sie schweifend auf und ab. Das Rückgrat Dosiert die leiseste Bewegung. Millimeter

Vorm Grabenrand den Schwung der Pfoten umzulenken Geht ohne Hinsehn ab. Dort wird dem Ohr, Der feinen Nase nichts geboten außer Lärm und Schweiß, Jenseits des Drahtzauns, wo sich diese Affen tummeln Mit ihren Kinderwagen zur Besuchszeit. Hechelnd Verwandelt sie die schlechte Luft der Großstadt In ein entferntes Air ... die weißen Schleifen Im Haar der Mädchen in Gazellenfleisch. Faustgroß, Ihr schmaler Kopf hält wachsam noch die Stellung, Wenn sie im Flimmern vor den Toren Moskaus Zebras sieht. Dann gähnt sie lange, die Gefangne des Zements.

Also ich habe bisher Folgendes zur Analyse: Es handelt sich im Gegensatz zu Rilkes Gedicht, welches ein Dinggedicht des Symbolismus ist, um ein Gedicht der modernen Lyrik. Typisch ist, dass es kein Reimschema gibt und Umgangssprache verwendet wird ("Gängsterbräute"). Stilisticsh fällt, das Wort "Millimeter" auf, welches einzeln steht. Zudem wird in Vers 5 ein Vergleich verwendet. Typisch ist die Montagetechnik. Es wird das Bild der im Zoo gefangenen Gepardin mit der modernen Welt gemischt ("Casino", "Laufsteg").

Zum Inhalt und zur Deutung habe ich Folgendes: Zunächst wird auf die moderne Welt eingegangen. Dabei wird der Mensch in den Vordergrund gerückt und mit der Gepardin, die im Titel erwähnt wird in Zusammenhang gesetzt. Dabei wird Kritik an der modernen Welt deutlich. Die "Gängsterbräute" gehen einer sinnlosen Tätigkeit nach, indem sie ins Casino gehen und schmücken sich mit Pelzen. Auf dem Laufsteg versucht die Jugen elegant zu sein. Doch elegant ist eigentlich nur die Natur bzw. die Gepardin von der die Ree ist. Diese ist jedoch eingesperrt. Nichts desto trotz wirkt sie lebendiger als der Panther in Rilkes Gedicht. Zudem wird die Außenwelt beschrieben, wohingegen in Rilkes Gedicht der Fokus nur auf dem Panther liegt. Die Menschen werden als Affen beschrieben. Folglich sind sie auch bloß Tiere und der Gepardin gleich gestellt. Dennoch sperren sie sie ein. Es wird deutlich, dass die Gepardin Sehnsucht nach der Freiheit hat("entferntes Air", "Gazellenfleisch"). Im letzten Vers wird sie als "Gefangene des Zements beschrieben". Hier stellt sich die Frage, ob nicht wir Menschen auch Gefangene des Zements" sind, besonders in der Großstadt.

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