Was bedeutet anfänglich gebundener Sollzins?

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7 Antworten

Bei dir ist es so, dass der Zinssatz alle 3 Monate angepasst wird. Das ist ein ungeheuerliches Risiko, denn wenn die Zinsen plötzlich steigen sollten, wird deine Belastung unberechenbar. Normal sind Zinsbindungen mit einer Dauer von 10 - 20 Jahren--- mit Festzinssatz und nachfolgender Anpassung.

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Kommentar von alberthafen
06.12.2015, 10:51

Danke! Bei dem vorliegenden Vertrag wird der Sollzins erhöht wenn der Referenzzinssatz sich innerhalb der 3 Monate über 0,2499 % Punkte erhöht.

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Das bedeutet, dass der Zins zunächst einmal - anfänglich - gebunden ist, also fix. Wie lange diese Zinsbindung dauert, sollte sich ebenfalls aus dem Vertrag ergeben - das kann, wie manche hier befürchten, nur das erste Vierteljahr sein. Das kann aber auch zehn Jahre sein. Und wenn Du diese Angabe im Vertrag nicht findest, frag' bei der Bank nach.

Das anfänglich besagt, dass die Laufzeit des Darlehensvertrages länger ist als die Zinsbindungsfrist.

Nach Ablauf dieser Frist läuft das Darlehen weiter, falls es nicht gekündigt wird. Dann gilt der Zins, der aus dem Referenzzinssatz errechnet wird.

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dies bedeutet, dass der zins lediglich am anfang eine bestimmte zeit festgeschrieben wird. nach dieser zeit wird er je nach marktsituation in regelmässigen abständen der aktuellen situation angepasst.

du musst nun für dich bewerten wie sich der zins in den nächsten jahren entwickeln könnte. setzt du auf fallende zinsen, könntest du mit dem vorgeschlagenen vertrag gut fahren. setzt du auf steigende zinsen, wäre der vorschlag für dich uninteressant.

unabhängig davon muss man noch bewerten, ob der angebotene zinssatz überhaupt günstig ist oder vielleicht erhöht. bei 5 jahren laufzeit solltest du maximal bei 1% liegen, bei 10 jahren maximal 1,5%.

ich gehe davon aus, dass die zinsen nur unwesentlich in den nächsten jahren schwanken werden. deshalb ging ich auf 5 jahre und erhöhte stattdessen die tilgung. ausserdem gehe ich davon aus, dass auch in 5 jahren noch ein niedriger zins im heutigen bereich vorliegen wird.

annokrat

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Kommentar von alberthafen
06.12.2015, 10:52

Danke! Bei dem vorliegenden Vertrag wird der Sollzins erhöht wenn der Referenzzinssatz sich innerhalb der 3 Monate einen Wert von 0,2499 % Punkte erhöht.

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Mit dem Sollzins wird das Konto abgerechnet. Hier ist offensichtlich ein variabler Zins vereinbart worden. Der vertraglich festgelegte anfängliche  Sollzinssatz gilt dann nur für die ersten drei Monate.

Problem 1 ist das Zinsrisiko. Nach unten ist nicht viel Luft, aber nach oben ist noch viel Luft. Problem 2 ist das Informationsrisiko. Als auf gut deutsch, der Kunde versteht die verträge bzw, die Abrechnungen nicht richtig. Hier besteht zunächst die Grefahr, dass die Bank bei den Zinsänderungen versteckte Kosten eingebaut hat, was für den Kinden so nicht direkt ersichtlich ist.  Würde ich auf keinen Fall machen, bei solchen variablen Zinsverträgen kauft man die Katze im Sack; die Verträge sind nur sehr schwer bis gar nicht zu durchschauen. Weiterhin sollen  die Banken bei solchen variablen Verträgen auch schon mal gerne zu ihren gunsten den Zins falsch anpassen; das ist für den Kunden meistens auch nicht nachvollziehbar bzw.durchschaubar.

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Das bedeutet einfach, dass dieser Zins jetzt anfänglich ist, da wie du selber sagst der Zins sich nach einem Referenzzinssatz richtet und sich alle 3 Monate anpasst :) also ist es euer anfänglicher Zins für die ersten 3 Monate

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Ich rate von derartigen Verträgen ab.

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