Was bedeutet 70 € brutto für einen Kleinunternehmer?

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4 Antworten

Als Kleinunternehmer kannst / darfst / brauchst du keine Umsatzsteuer ausweisen. Die 70€ berechnen darfst / kannst / solltest du aber.

Korrekte Kleinunternehmer-Rechnung

Bei Kleinunternehmern wird zwar die Umsatzsteuer „nicht erhoben“ – die Vorschriften des Umsatzsteuergesetzes müssen aber auch sie beachten. Das gilt auch für die Pflichtbestandteile von Rechnungen, die in § 14 Abs. 4 UStGaufgelistet werden. Ferner sind Unternehmer und somit auch Kleinunternehmer nach § 14 Abs. 2 Satz 1 UStG verpflichtet, innerhalb von 6 Monaten eine Rechnung auszustellen, wenn sie eine Leistung an einen anderen Unternehmer erbringen.

Wichtig: Kleinunternehmer dürfen beim Ausstellen von Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen! Darüber hinaus sind Kleinunternehmer verpflichtet, den Grund für die fehlenden Umsatzsteuer-Angaben zu nennen. Der tendenziell abwertende Begriff „Kleinunternehmer-Regelung“ muss dabei allerdings nicht erwähnt werden. Ein Hinweis auf den einschlägigen Gesetzes-Paragrafen ist völlig ausreichend – zum Beispiel so:

„Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.“


Quelle: http://www.kleinunternehmer.de/rechnungsstellung.htm

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sehe hier künftig ein Problem mit Deinem Auftraggeber ...

dieser weiß vermutlich gar nicht, dass Du Kleinunternehmer i.S. des § 19 UStG bist .....

der Auftraggeber geht davon aus, dass er 70 € bezahlt und dann 11,18 € in seiner Voranmeldung anrechnen kann ....

da dem nicht so ist, hat der Auftraggeber bei dem Auftrag, den Du für ihn erledigt hast, einen zu niedrigen Deckungsbeitrag ....

stell Dich darauf ein, dass bei der künftigen Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber die Preisverhandlungen NICHT zu Deinen Gunsten ausgehen ...

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Nein. Wenn deine Dienstleistung 70€ kostet, dann kostet die 70€. Als Kleinunternehmer gibt es für dich kein Brutto, nur Netto. Das heißt, dass der Kunde soviel zahlen muss und es nicht von steuer absetzen kann, da du keine Steuer erhoben hast.

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Nein, Du kriegst 70 Euro und brauchst dem Finanzamt davon nichts abzugeben.

Im Gegenzug kannst Du aber von den Waren/Leistungen, die Du zum Weiterverkauf einkaufst, keine Vorsteuer geltend machen.

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