Was bedeuten die Zahlen nach dem Wor Kaliber?

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5 Antworten

Das Kaliber ist ein Hohlmaß und gibt einen Innendurchmesser an. Geschosse haben demnach kein Kaliber, da dort der Außendurchmesser relevant ist.

Aber sobald ein Hohlkörper mehrere Maße aufweist - wie eben ein gezogener Lauf - dann muss das Kaliber korrekterweise mit den beiden Maßen angegeben werden *1. Wenn das nicht der Fall ist und nicht beide Werte angegeben werden, so gilt üblicherweise das Zugmaß, also der größere Wert *2.

Bei der Waffenindustrie haben sich das einige Leute inzwischen weltweit recht einfach gemacht und suchen sich oft irgendeinen Wert dazwischen. Die Ausnahme bildet das Kaliber .357. Da werden die Feldmaße angegeben. Beim .380er Geschoss gleichen Durchmessers liegen als Metrum die Zugmaße zugrunde. Daher die verschiedenen Werte bei gleichem Durchmesser.

*1 Ältere Eintragungen in der Wbk haben oft noch beide Werte aufgeführt.

*2 Leider hat man sich noch nicht einheitlich aufs metrische Systen geinigt, das trägt zur Verwirrung bei.

WDHWDH 27.08.2012, 11:26

Ich binn dumm. wie mißt man ein zugmaß und ein Mittelmaß. Ich kenne nur Kaliberlehren. Das sind Rundkörper die auf 1/100 genau geschliffen sind. du bist anscheinend ein Fachmann -hilf -oder lass den Blödsinn den du da verzapfst. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Ja Ja!

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shockproof 27.08.2012, 12:07
@WDHWDH

Ich binn dumm.

Du hast recht - bist Du! Weil du nur Kaliberlehren*1 kennst Und wenn man nicht mehr kennt als Kaliberlehren - tja - dann gibt man besser keine Antwort. Denn damit ist es längst nicht getan! Und ich bin der Fachmann und kenne mich aus da hast Du nochmal recht! Denn mit der von Dir gepriesenen Kaliberlehre kann man nur einen Wert messen. Sonst wärs ja keine Lehre. Und der eine Wert den Du damit messen kannst ist nicht das Kaliber, sondern das Feldmaß. Und das allein ist nicht das Kaliber, sondern Maßgebend im physikalischen Sinne ist der Mittelwert. Du wirst nämlich praktisch niemals zwei Läufe mit den gleichen technischen Parametern im gleichen Kaliber finden, selbst wenn beide z.B. .38er sind. Es sei den, beide wurden von der selben Maschine etwa im selben Zeitraum produziert. Weil z.B. ein .38 S&W Lauf eben nur annähernd gleich beschaffen ist wie ein .38 Ruger oder Colt. Daher rührt ja auch die Munitionsfühligkeit der Waffen von nominell gleichen Kaliber, weswegen man eben verschiedene .38er Munition ausprobieren muss, bis man die Sorte findet, mit der man am besten trifft.

*1 Du meinst das hier: Grenzlehren (seltener Kaliberlehre oder Grenzrachenlehre) sind Lehren, die die zulässigen Höchst- und Mindestmaße eines Prüflings verkörpern. Geprüft wird mit Grenzlehren, ob das Istmaß eines Prüflings innerhalb der Toleranz eines vorgegebenen Sollmaßes liegt. Im Gegensatz zum Messen mit beispielsweise einem Messschieber oder einer Messschraube erhält man kein Maß in Form eines Zahlenwertes, sondern es lässt nur die Aussage zu, ob der Prüfgegenstand maßhaltig und eventuell formhaltig ist. Der große Vorteil einer Grenzlehre ist, dass diese billiger als z.B eine Dreipunktinnenmessschraube ist und es trotzdem sehr gut möglich ist, herauszufinden, ob das bearbeitete Werkstück "Ausschuss", "Gut" oder "Nacharbeit" ist.

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Kaliber ist das Maß zwischen den Feldern im Lauf. Die Zahl gibt den Durchmesser an. Kaliber 12 z.B. bei Schrotwaffen sagt aus, daß auf ein brit.Pfund Blei 12 Kugeln kommen. Flüssiges Blei fällt im "Pulverturm" nach unten, wird "rund" und dann in einem runden Teller gesammelt. gleiche Kugeln werden darin gezählt und ergeben das Laufinnenmaß für GLATTE Läufe!!!!! Der Durchmesser einer Kugel ist dann das Laufmaß. Kaliber .50 ist das Maß in Zoll. Der Punkt zeigt dies an. 25,4 durch 0.50 = das Laufmaß!. Angaben in mm sind entweder genaue Maße oder "Synonyme". So werden Kaliber von etwa 8,8mm bis 9,2mm als 9mm bezeichnet. Dasher zb. /,62 Nagant, 7,63 Mauser (beide gleich!!!)usw. Nochmals Kaliber hat nichts mit dem Geschoßdurchmesser zu tun!. Siehe dazu Waffentechnisches Handbuch für Waffen Rheinmetall Seite 523 usw.

shockproof 21.08.2012, 14:54

Das Kaliber - ein Hohlmaß - ist der Innendurchmesser eines Laufs, gemessen am Mittelwert von Zugmaß und Feldmaß. Und in Schrotflinten wirst Du nur selten Felder finden. Gibts zwar, aber nicht gerade sehr oft.

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WDHWDH 22.08.2012, 07:40
@shockproof

shockproof-wie immer. Knapp daneben ist auch vorbei. IAuch wenn man gescheiter sein will als ein Waffenfachbuch(FACHBUCH). Ich habe geschrieben-ein Kaliber wird mit einem Kaliberdorn gemessen. Mit nichts Anderem. Wie willst du ein "Mittelmaß" messen?. Bei Schrotflinten (glatten Läufen -schrieb ich ist die Kal Angabe ist der Kugeldurchmesser!!! Glatte (modernere) Flinten (flobertgewehre) haben Angaben zum Kaliber auch in Milimetern ZB. 9mm Daher denken, denken. Als Hilfestellung lies bitte -wie vorangeführt-das Rheinmetall Waffenhandbuch -hier steht es , wie auch anderstwo! Nochmals -wie willst du ein Mittelmaß messen?. Ich würde mich über deine Antwort zur von Dir geschriebenen Meßtechnik freuen.

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Terrier74 31.10.2012, 01:41
@WDHWDH

Die Kaliberangabe bei Schrotflinten hat mit dem Kugeldurchmesser überhaupt nichts zu tun, sondern mit der Kugelanzahl. Herr Fachbuchautor.

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Meinst du sowas wie .308 Winchester?

.308 sind 0,308 Zoll, also knapp 7,62 Zentimeter. Allerdings sagt das noch nichts über den Projektiltyp aus, daher gibt es dann noch eine weitere Bezeichnung um das eindeutig zu bezeichnen.

metrisch wären bei .308 Win z.B. 7,62x51mm. Hülsenlänge ist dann 51mm

meinst du jetzt sowas wie Kaliber 50?

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