Was bedeuten die Gebote heute?

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die zehn Gebote werden ihre Bedeutung nie verlieren. Sie sind nämlich eine geniale Anleitung für ein harmonisches, sinnvolles und sicheres Zusammenleben. Eigentlich bräuchte ein Gemeinwesen weiter nichts als diese Grundsätze, um erfolgreich zu bestehen. Sie sind von Jehova, dem Schöpfer, selbst gegeben, der Finger Gottes schrieb diese zehn Gebote auf STeintafeln. Es existiert nichts vergleichbares in anderen Nationen.

Obwohl Jesus Christus das gesamte Gesetz Mose incl. der zehn Gebote durch seinen Opfertod mit an den Pfahl genommen hat und Christen somit "vom Fluch des Gesetzes" frei gemacht wurden (niemand konnte das gesamte mosaische Gesetz halten), sind die zehn Gebote nicht überholt. Sie sind vollkommen und das Wort Jehovas bleibt für immer. Niemals wird es falsch sein, danach zu leben.

Leider werden so gut wie alle (jedes einzelne der Gebote) gebrochen. Der Name Gottes wird entweiht, es wird falsches Zeugnis wider einen Mitmenschen erhoben, es wird die Ehe gebrochen, dem Nachbarn wird sein Besitztum geneidet, es wird gemordet.

Die Folgen sind verheerend, zerstörte Familien, allgemeine Unsicherheit auf allen zwischenmenschlichen Gebieten und so vieles, vieles mehr.

die zehn Gebote wurden dem Volk Israel von Jehova übrigens aus Liebe zu seinem auserwählten Volk gegeben. Er segnete sein Bundesvolk und meinte es - wie ein liebevoller Vater auch - nur gut, indem er ihnen eine leicht verständliche Anleitung für ein sinnvolles Leben gab, das ihr Verhältnis zu ihm festigen sollte.

Auch das Sabbatgebot war letztlich eine große Hilfe, ein Geschenk, das den Israeliten einen Ruhetag pro Woche bescherte. Die heidnischen Nachbarnationen hatten so etwas nicht, sie standen Tag für Tag wie Sklaven in den Seilen. Die Israeliten dagegen hatten die Möglichkeit, sich zu erholen, auszuruhen und vor allem an einem Tag der Woche sich geistigen Dingen zu widmen. DAs war ein großes Geschenk und hob ihr Niveau ganz erheblich, sofern sie sich daran hielten. Leider waren sich häufig dieses Privileges nicht bewußt, ihre Habgier veranlaßte einige, an diesem Tag weltlichen Geschäften nachzugehen. DAs war unklug, sie fielen zurück auf den gewöhnlichen, niedrigen Geisteszustand.

Andererseits war es so, daß fanatische Juden die Einhaltung des Sabatgebotes extrem forderten, indem sie zusätzliche Vorschriften erließen, was denn nun dennoch erlaubt wäre und was nicht. Sie verstanden einfach nicht den Geist des Gesetzes, den Jehova ihnen vermitteln wollte. So tadelte Jesus die Juden, weil sie sich darüber aufregten, weil er am Sabat einen Krüpel geheilt hatte, anstatt sich von Herzen mit diesem armen Menschen zu freuen, daß er von seiner schweren Krankheit geheilt worden war. Nächstenliebe und Liebe zu Jehova gehören zu den wichtigsten ERfordernissen, nicht penible Einhaltung menschlicher Vorschriften, wollte Jesus ihnen klarmachen.

Er sagte: "Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine JÜnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt". (Joh.13: 34,35)

Wer seinen Mitmenschen liebt, wird ihn nicht belügen, betrügen, bestehlen. Er wird die zehn Gebote automatisch anwenden, auch wenn sie für Christen durch das neue Gesetz, das Jesus seinen Nachfolgern gab, erweitert und vertieft wurden. Das Gebot der Agape-Liebe wurde durch die zehn Gebote sozusagen im voraus abgebildet und durch das vollkommene Lebensmuster Jesu Christi erfüllt. Auch Christen sind heute noch unvollkommen und erreichen nicht den Standard, den Jesus Christus vorlebte. Wer sich aber bemüht und Fehler ehrlich bereut, dem wird Jesus Christus aufgrund seines Loskaufsopfers vergeben.

5

Wie meinst du das? Eigentlich haben sie immer noch die selbe Bedeutung, naja man soll eben ein friedliches Leben führen und nicht das Leben von anderen oder dein eigenes beschädigen.

Die 10 Gebote der Juden und Christen sind eine Art "Minimalkonsens", auf den sich eine Gesellschaft einigen kann, um ein Mindestmaß an friedlichem Zusammenleben zu gewährleisten. Auf diesen Trichter sind auch schon andere Kulturen gekommen: Man stiehlt, lügt, betrügt nicht - besonders nicht vor Gericht. Man bricht nicht in eine Ehe ein und betreibt Sexualität nicht wahllos und wie ein Genußmittel, man bringt seinen Mitmenschen ein Mindestmaß an Respekt und Fürsorge entgegen.

Im Dekalog ergänzt die Forderung nach dem Glauben an und der Ehrfurcht vor Gott die zwischenmenschlichen "Spielregeln" - sie stehen an erster Stelle und haben damit besondere Bedeutung.

Auch Menschen, die von den jüdisch-christlichen Lebensregeln rein gar nichts wissen wollen, beachten den Minimalkonsens, denn sonst funktioniert eine Gesellschaft einfach nicht. Es handelt sich nicht um ein jüdisch-christliches Spezifikum, sondern um Regeln, die immer und überall gleichermaßen gelten, ganz egal, wo sich Menschen zusammenfinden und miteinander sein wollen. Gruß, q.

"Minimalkonsens" was für ein schreckliches Wort. Es wertet irgendwie das Ganze ab. Übrigens: wer hält sich wirkich an diesen "Minimalkonsens"? Für viele ist das eine edle Theorie, mehr nicht. Die Folgen sehen wir überall.

4

Was möchtest Du wissen?