Was beachten bei der Komponentenauswahl der Computerhardware?

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5 Antworten

Erst einmal würde ich schauen, wieviel Geld man zur Verfügung hat und was mit dem Pc gemacht werden soll. Bei niedrigerem Budged sollte man darauf achten, dass man sich die Option zum Aufrüsten offen hält, da man damit meist am günstigsten fährt. Ein Beispiel wäre wenn man keine Prozessorlastigen Spiele/Anwendungen erstmal in Planung hat, könnte man zu nem P/L Tipp wie dem Intel Pentium G4560 greifen. Sollte die Leistung dann nicht mehr ausreichen, kann man einfach einen gebrauchten Prozessor nachkaufen, z.B. einen i7 7700.

Bei Programmen ist es meist leichter herauszufinden, welchen Prozessor man braucht, bei Spielen ist das für viele nicht gleich offenslichtlich. Allgemein kann man sagen, dass Multiplayerspiele und SImulationsspiele den Prozessor eher auslasten, möchte man solche Spiele, muss man von Anfang an mehr in den Prozessor investieren. Bei gewöhnlichen Singeplayerspielen limitert oft die Grafikkarte.

Ob der Prozessor passt kann man grob am Sockel erkennen, der beim Prozessor und Mainboard gleich sein muss. Allerdings gibts hier auch Ausnahmen. Ob der Prozessor und der Ram wirklich passt, kann man einfach Online auf der Herstellerseite des jeweiligen Mainboards in den Kompatibilitätslisten nachlesen.

Falls du nicht weißt, ob dir der mitgelieferte Prozessorkühler ausreicht, der in BOX Versionen des Prozessor immer dabei ist, kann den testen und hinterher immernoch einen geeigneteren dazukaufen.

Wenn man den Prozessor übertakten möchte, sollte man nicht immer das günstigste Mainboard nehmen, mit dem das möglich ist. Bei AMD z.B. kann man mit dem vegleichsweise günstigerem B350 Chipsatz übertakten, Mainboards mit diesem Chipsatz haben allerdings meist keine ausreichenden Spannungswandler + Kühlung, hier könnte der Prozessor aufgrund zu heißer Spannungswandler schnell an die Grenzen stoßen. Es gibt aber auch ein paar geeignete Boards unter den günstigeren mit denen man übertakten kann, da muss man sich einfach informieren. Bei AMDs aktuellen Ryzen Prozessore kann jeder Prozessor übertaktet werden, bei Intel muss man auf das K bzw X im Modellnamen achten, natürlich muss auch der Chipsatz erlauben, dass man den frei wählbaren Multiplikator des Prozessor verändern kann, nicht jeder Chipsatz unterstützt dass.

Falls man sich ein großen Luftkühler für den Prozessor holen möchte muss man darauf achten, dass der Platz zwichen diesem und der Grafikkarte groß genug ist. Bei mittelgroßen mATX Mainboards kann dieser zu eng sein, bei ATX Boards sollte der Abstand dagegen immer groß genug sein. Natürlich muss auch das Gehäuse den Prozessorkühler unterbringen kann, dass muss auch überprüft werden.

Beim Netzteil darf man nie sparen. 80+ Bronze DC-DC Technik, alle Schutzschaltungen sowie eine gute Spannungsregaulation sollte das Netzteil aufweisen, wobei es nicht tragisch ist, wenn eine eher unrelevante Schutzschaltung Mal fehlt. Modularität braucht man auch nicht immer, da jedes aktuell halbwegs vernünftige Gehäuse über ausreichend Kabelmanagement verfügt.

Bei Grafikkarten würden Mittelklassemodelle die nächsten 2-3 Jahre alle neuen Spiele in 1080P flüssig darstellen, das ist bisher ein grober Richtwert, gibt natürlich immer Mal Spiele die aus der Reihe tanzen. Auch sollte man daruaf achten, dass die Grafikkarte eher ein großen Lüfter oder sogar 2 hat, statt diesem kleinen Standardlüfter der zu laut ist und nicht so gut kühlt.

Eine SSD würde ich nicht missen wollen. Alles andere als eine normale Sata SSD mit normaler Geschwindigkeit ist für den Normaluser fast nicht spürbar und lohnt sich daher meist nicht.

Gibt noch einiges mehr, wenn du genauere Infos haben willst, ich was vergessen habe usw lass einfach ein Kommentar da und ich schau Mal was ich noch machen kann ;)

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Kommentar von DerLappen
18.05.2017, 13:41

Was mir noch einfällt, beim Ram gibts auch was zu beachten. Wenn z.B. der Hersteller angibt, dass 2400mhz auf dem Board läuft und du ein Ram Riegel hast der nicht in der Kompatibilitätslist aufgeführt wird aber den selben Takt hat, wird dieser vermutlich trotzdem laufen.

Allerdings haben AMDs Ryzen Prozessoren aktuell noch Probleme damit, so kann es passieren, dass auch den selben Mainboards die selben  Arbeitsspeicher unterschiedlich laufen, falls die nicht in der Kompatibilitätsliste stehen.

Schnellerer Ram wird eher von teureren Chipsätzen unterstützt und bringt nur in Prozessor- und Ramlastigen Szenarien etwas wie bei Videobearbeitung oder in Prozessorlastigen Spielen, oder wenn man in Singleplayerspielen die EInstellungen so weit runterdreht, dass man sich im Prozessorlimit befindet, um möglichst viele FPS zu bekommen, dann lohnt es sich auch, da man hier für vergleichweise den geringsten Aufpreis mehr Leistung rausholen kann. Bringt bei rein grafiklastigen Spielen aber praktisch nichts. Bringen würde schnellerer Ram + Dualchanel auch wenn nur eine integrierte Grafikeinheit verwendet wird, diese profitiert auch gut von schnelleren Ram.

Die meisten Mainboards unterstützen maximal Dualchanel, auch wenn es 4 Rambänke hat und diese voll bestückt wären. Eine volle Rambestückung bringt bei manchen Mainboards mit 4 Ramslots Probleme mit sich und da man eh nicht mehr Leistung bekommt würde ich genau 2 Ram Module verbauen. Diese müssen bei 4 Ramslots aber in den richtigen stecken, da sie sonst nur im langsammeren Singlechanel angesprochen werden können.

16Gb Ram werden bald Standard, wenn man nicht viel Geld hat und sich erstmal nur 8 leisten kann würde ich nur 1 Ram Riegel kaufne und später einen zweiten mit 8Gb dazustecken.

Hoffe dass war nicht zu ausführlich und dass ich nicht abgeschweift bin (゜。゜)

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Mit den Konfiguratoren der diversen Shops kannst Du dir PCs zusammenstellen, die grundsätzlich lauffähig sind. Die meisten Komponenten haben halt eine Art "Kompatibilitätsmodus", in dem dann aber nicht mehr die volle Leistung erbracht wird. Allerdings brauchst Du schlicht umfangreiches KnowHow, um die Komponenten so auszuwählen, dass keines überdimensioniert ist (und somit unnötig Geld verbrät) und auch keine anderen Komponenten in den "Kompatibilitätsmodus" schickt.

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Es gibt Seiten, wie zB Mindfactory, die vor der Bezahlung darauf hinweisen, dass manche Teile nicht kompatibel sind.

Auf Reddit wird gerne mit dieser Seite gearbeitet: https://de.pcpartpicker.com/

Dort fängst du mit einem "Build" an und suchst dir nach und nach die Hardware aus. Bei Inkompatibilität wird darauf hingewiesen. Ich weiß aber auch von der Seite, dass wenn man zB die CPU ausgesucht hat und dann auf Motherboard klickt, nur noch passende Hardware angezeigt wird, so dass kein Fehler passieren kann.

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Ich habe meinen PC in einem kleinen Computer-Fachgeschäft zusammengestellt. Alle Komponenten passen und man hat anschliessend auch noch den Vorteil des Service bei Problemen.

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Wenn Du so etwas noch nie gemacht hast.. Es gibt Geschäfte bei Ebay, bei denen sich weitestgehend ein PC frei zusammenstellen lässt... "Grund PC" und dann individuell die Grafik, Festplatte usw. zusammenstellen. Die achten dann darauf, das alles miteinander harmoniert.

Die sind auch wirklich günstig.

Wenn man einen PC selber zusammen baut, dann übernimmt keiner eine Haftung dafür und man kann dabei sehr viel falsch machen.

Ich habe es nach einigem hin und her geschafft 2 Mainboards zu zerschießen. Es langt einmal zu vergesssen das Board vom Strom zu nehmen oder sich zu erden... Das geht 10 mal gut, beim 11ten mal knallt das Board durch.

Es gibt auch diverse Möglichkeiten wieso ein PC nach dem Zusammenbau nicht startet. Es langt zum Beispiel ein verpolter externer USBanschluss. Da läuft dann garnichts mehr.

Ansonsten kann ich nur einen Typischen Aldi PC für 800 Euro empfehlen. Die Systeme haben 3 Jahre Garantie und sind ausgewogen. Eine SSD gehört bei Aldi mittlerweile auch zum Standard. ... Billiger kannst Du einen ausgewogenen PC selber garnicht zusammenbauen.

ein IT Elektroniker.

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Kommentar von asdfkeinplan
18.05.2017, 13:31

Darf man fragen warum du manchmal "Mario" und manchmal "ein IT Elektroniker" schreibst? XD

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