Was bedeutet der Spruch " Wettschulden sind Ehrenschulden"?

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6 Antworten

Leider sind die Hälfte der Antworten hier völlig falsch. Es hat nichts damit zu tun, dass es unehrenhaft wäre.

Der Knackpunkt wurde von wfwbinder zitiert: Es ist per Gesetz festgeschrieben, dass Schulden aus Glücksspiel und Wetten NICHT EINKLAGBAR sind.

Sprich: Wer wettet und dabei einen Einsatz erbringt oder etwas verspricht, den kriegt man, wenn er sich anschließend weigert, nicht zu packen. Es gibt 0 Handhabe, das einzuklagen. Du kannst ihn also sozusagen nur bei der Ehre packen.

Das gilt aber, und das kam hier in den Antworten bisher nicht vor, dummerweise für beide Seiten. Wenn du also bei einer halbseidenen Glücksspielseite im Internet etwas gewinnst und se verweigern, den Gewinn auszuzahlen. Tja, Pech gehabt. Wenn du bei einer halbseidenen Webseite Geld einsetzt und die Lastschrift zurückholst: Pech gehabt. Der Anbieter kann nicht klagen. (P.S.: Dass man etwaige Straftaten begeht, wenn man die Masche mit Rücklastschriften im großen Stil abzieht, sei mal ein anderes Problem)

Einzige Ausnahme sind die Geltungsbereiche des Glücksspiel-Rahmenvertrages. Deswegen kannst du einen Lottogewinn bei Lotto IMMER einklagen. Ebenso den aus dem Euro-Lotto. Aber nur dann, wenn du beim Original selbst mitspielst. Manche halbseidenen Webseiten bieten dir eine "Wette auf Lotto" an. Du gibst deine Gewinnzahlen an, aber spielst gar nicht in echt Lotto. Entsprechend auch wiederum nicht einklagbar.

Schleswig-Holstein ist hier eine der wenigen Ausnahmen, was aber daran liegt, dass die dort einen anderen Glücksspielvertrag haben.

Und um es Rund zu machen: Nimmst du einen Kredit auf, um irgendwo mitzuspielen, musst du den Kredit trotzdem zurückzahlen, es sei denn die Bank wusste, dass es für Glücksspiel ist. Denn nur, wenn der Kreditgeber vom illegalen Glücksspiel weiß, erstreckt sich dieser Spruch "Wettschulden sind Ehrenschulden" auch auf den Kredit. Ansonsten sind das zwei getrennte Rechtsgeschäfte.

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§ 762 Spiel, Wette

(1)

Durch Spiel oder durch Wette wird eine Verbindlichkeit nicht begründet.

Das auf Grund des Spieles oder der Wette Geleistete kann nicht deshalb zurückgefordert werden, weil eine Verbindlichkeit nicht bestanden hat.

(2) Diese Vorschriften gelten auch für eine Vereinbarung, durch die der verlierende Teil zum Zwecke der Erfüllung einer Spiel- oder einer Wettschuld dem gewinnenden Teil gegenüber eine Verbindlichkeit eingeht, insbesondere für ein Schuldanerkenntnis.

Ganz einfach, weil man die Schuld aus einer gewonnenen Wette nicht einklagen kann, muss man den Schuldner "bei der Ehre packen."

Ist er ein unehrenhafter Geselle, ist das Geld nicht zu bekommen.

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Das heißt einfach nur dass man seine wettschulden immer bezahlen muss, um seine Ehre nicht zu verlieren. Und auch dass es nicht schlimm ist jemandem wegen einer wette was zu Schulden, weil es eben "ehrbare Schulden " sind . So weit die Bedeutung wie ich sie kenne

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Dass man von jemandem , der eine Wette verloren hat, erwarten kann, dass er den Wetteinsatz bezahlt.

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das bedeutet , dass Du mächtig ärger kriegst, zahlst du sie nicht

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Kommentar von Lukas1989
26.08.2016, 20:44

Stimmt, und es wäre unfair, zu kneifen oder? Ich meine es ist quasi ein versprechen, das man einlöst

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Wettschulden sind nicht einklagbar. Außer bei Oddset o.ä., weil förmlicher Spielvertrag.  .)

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Kommentar von mepeisen
27.08.2016, 09:59

Etwas genauer geht es um diejenigen, die sich an den Glücksspielstaatsvertrag halten und eine entsprechende Lizenz haben.

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