Warum zwingt man die Menschen am leben zu bleiben?

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28 Antworten

Es ist eine zwiespältige Sache mit der Sterbehilfe (Religion jetzt mal außen vor gelassen).

Ich gebe dir grundsätzlich Recht, dass jeder frei entscheiden können sollte, ob er leben möchte, oder nicht. Das gilt besonders bei körperlichen Erkrankungen, wo man weiß, dass es leider nicht mehr besser wird und die Betroffenen schlimme Schmerzen erleiden.

Bei psychischen Erkrankungen ist es schwerer zu entscheiden, oder auch, wenn man gerade eine Down-Phase hat und wie du sagtest auch auf die harten Methoden zurückgreifen möchte... Meine Mutter z.B. hatte schwere Depressionen mit Suizidgedanken, ist heute noch in Therapie. Sie sagte mir aber auch dass es sich extrem besserte und sie wieder momentan glücklich ist und sie es bereut hätte. Wie soll man sagen, manche wollen zwar in dem Moment tot sein, aber nach einer Down-Phase geht es dann wieder aufwärts (bei manchen! Ist ja verschieden). Da ist es dann schwer zu entscheiden...

Es ist halt schwer, aber könntest du, wenn ein nahestehender Mensch dich darum bittet, ihn "erlösen"? Besonders, wenn du selbst noch Hoffnung für den jenigen hast und ihm helfen willst, ihn nicht aufgeben willst, aber er schon? 

Das ist nur meine Meinung! Ich will übrigens psychische Angelegenheiten nicht herabstufen, weiß selbst wie schlimm es ist, aber eben auch, dass dort manchmal noch Hoffnung besteht.

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Interessante Frage, dachte sofort an Sterbehilfe und auch Suizid.

Darüber habe ich letztens auch nachgedacht und geweint. Ich selbst bin depressiv und wünsche mir oftmals nicht mehr am Leben zu sein. Zwar wünsche ich mir das manchmal, aber den Plan einen Suizidversuch zu starten habe ich noch nie ernsthaft umgesetzt.

Des Weiteren musste ich schon drei Personen versprechen (!), dass ich mir nichts antun werde. Da ich sehr empathisch bin, verstehe ich das. Wenn ich mich in die Personen hineinversetze, würde ich auch nicht wollen, dass sich ein geliebter Mensch umbringt.

Mein Freund verletzt das Thema immer so sehr, da er meint er sei mir nicht wichtig und ich lege keinen Wert auf die Beziehung. Aber trotz einer wundervollen Beziehung sind die äußeren Rahmenbedingungen zu erdrückend für mich. Kann ein Schmerz größer sein als die Liebe? Ich denke ja.. weil trotz der Liebe, kann ich nicht sorgenfrei durchs Leben streifen, trotz der Beziehung werden meine Probleme nicht weniger.

Wieso muss eine Person sich an den Menschen orientieren, die sie zurück lassen würde? Soll sie weiterleben, unzufrieden, mit seelischen Schmerzen? Wenn man eigene Kinder hat, einen Partner .. ist das natürlich sehr krass und man hat Verantwortung für diese Menschen.. Ein Kompromiss wäre es, zu versuchen eine Therapie anzufangen und versuchen sich helfen zu lassen, bevor man gar keinen Ausweg mehr sieht.

Solang man auf der Erde Personen hat, die einen näher kennen und in Beziehung mit einem stehen, darf man sich schon nicht mehr umbringen. Es ist verständlich, aber es tut auch so weh zu wissen das man weitermachen muss, obwohl man einen Marathon zu rennen scheint mit einem Strick um den Hals, der einem immer mehr die Luftzufuhr abschnürrt.. Vielleicht gibt es deshalb viele Familiendramen, bei denen sich die Eltern umbringen und vorher ihre gesamte Familie töten.. um die mit in den Tod zu reißen, die sie sonst zurücklassen würden.

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Es steht doch jedem frei in den Tod zu gehen. Es ist nicht verboten.

Allerdings ist es gesellschaftlich geächtet und dass auch zu Recht. Jeder Mensch hat (zumindet nach westlicher Anschauung) nur ein Leben.

Und wenn man den Tod gewählt hat kann man diese Entscheidung nicht mehr ändern. Die meisten Leute die sich selbst töten haben Depressionen; eine Krankheit die klares Denken unmöglich macht und behandelbar ist.

Wenn man solchen Menschen jetzt Sterbehilfe gewährt, würden sich sehr viele Menschen töten lassen, da die Hemmschwelle durch Schmerzen oder einem Misslingen des Versuches wegfiele. Und das gilt es logischerweise zu vermeiden.

Eine Sterbehilfe für eindeutig diagnostizierte Tod- oder Schwerkranke sollte möglich sein, allerdings mehrfach abgesichert und mit Aufklärung durch Ärzte und Phsychologen verbunden.

Mit Zwingen hat dass alles aber nichts zu tun.

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Suizid: Man stirbt sowieso. Wieso die Chance in den Müll werfen, noch schöne Erinnerungen zu machen? (Extreme Fälle mal ausgeschlossen)

Sterbehilfe: So gut es für die betroffene Person auch sein mag(?), ist die helfende Person doch irgendwie ein Mörder. Ich würde mich wie ein Mörder fühlen, wenn ich jemandem Sterbehilfe leisten würde und sehe Personen, die es tun auch teilweise so. Wie richtig mein Gedankengang dabei ist spielt für mich keine Rolle. LG

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Ich bin definitiv auch für Sterbehilfe.

Aber schau mal... ist Liebeskummer ein Grund für dich?

Du liebst einen Menschen mehr als alles andere - mehr als dein eigenes Leben. Er betrügt dich. Er will eine andere. Du willst nicht mehr leben.

Darf dann ein anderer dein Leben auslöschen? Obwohl du nach einem Jahr vllt. alle Schmerzen vergessen hättest? Und deine wahre Liebe genau dann gefunden hättest?

Es ist etwas anderes, wenn man z.B. eine Krankheitsdiagnose bekommt... und weiß, bald ist es zu Ende und man hat in der restlichen Zeit noch unendliche Schmerzen...

Aber manchmal kann man das selbst einfach nicht beurteilen... und der Selbsterhaltungstrieb verhindert eben bei vielen, dass sie sich "so einfach mal eben" umbringen... was auch gut so ist... die Hürde ist sehr groß.

Wenn viele nun aber wissen... ich setz mich ins Wartezimmer, zieh ne Nummer und schlaf dann einfach so ein... glaubst du da wäre die innere Hürde so groß?

Jemand verliert Geld... jemand fühlt sich schuldig....der Nächste hat eine Krankheit, die von X nicht entdeckt wurde... aber Y möglicherweise schnell heilen könnte...

Ne... Sterbehilfe ja... aber nicht so mal eben... nach einem Jahr Gesprächstherapie gerne...ansonsten steht es ja jedem frei...

Dann aber bitte nicht so wie der Flugzeugpsycho...

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Dem ist Nicht so.

Suizid: Sterben zu können ist ein Grundrecht

Wer dem Leben überdrüssig ist hat nach deutscher Gesetzeslage die Möglichkeit sich selbst zu töten ohne  dadurch strafrechtlich verfolgt
werden zu können. Es sei denn er schadet andere Menschen oder
verursacht Sachschaden. Dies klingt erst einmal logisch, da ein Toter
nicht bestraft werden kann. Aus dieser Gesetzeslage folgt aber auch,
dass ein Mensch, der einen Selbstmordversuch überlebt hat, ebenfalls
nicht dafür bestraft werden kann. Das Recht auf den eigenen Tod ist
ein Grundrecht, da jeder über sein Schicksal selbst bestimmen darf.

Helfe ich einem Mensch sich selbst zu töten, so ist dies
ebenfalls kein Straftatbestand, da ein Selbstmord auch kein
Straftatbestand ist. Niemand kann für die Hilfe zu einer Tat
bestraft werden, wenn die Tat selbst kein Verbrechen ist.

Problematisch wird es, wenn ein Selbsttötungsversuch die
Hilfe anderer Menschen voraussetzt, da sich der Betroffene z. B. aus
Krankheitsgründen nicht selbst aktiv töten kann. In diesem Fall
handelt es sich um Beihilfe zum Selbstmord, Tötung auf Verlangen
oder Sterbehilfe.

Die Bedeutung des Begriffs Sterbehilfe ist weit auslegbar. Es umfasst die Möglichkeit Sterbenden, schwer oder unheilbar Erkrankten, die den dringenden Wunsch nach "Erlösung" äußern, den Todeswunsch zu
erfüllen. Es schließt auch bewusstlose oder bewusstseinsgetrübte
Patienten in der Endphase ihrer Erkrankung  mit ein. Die
Straffreiheit aller Maßnahmen, die den Tod herbei führen, wurde
durch ein Gerichtsurteil legalisiert, indem der Wunsch des
Sterbewilligen als eine Art höchstes Gut formuliert wurde, sofern er
dies unzweifelhaft in einer Patientenverfügung formuliert. Im
wesentlichen muß zwischen passiver, indirekter und aktiver
Sterbehilfe
unterschieden werden.

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Kommentar von PlueschTiger
04.04.2016, 18:58

Wer dem Leben überdrüssig ist hat nach deutscher Gesetzeslage die Möglichkeit sich selbst zu töten ohne  dadurch strafrechtlich verfolgtwerden zu können. ...... dass ein Mensch, der einen Selbstmordversuch überlebt hat, ebenfalls nicht dafür bestraft werden kann.

Selbst wenn das stimmt, zeigt die Realität das sich immer wieder nicht an das Recht gehalten wird. Denn mitunter kommt man dann wegen Suizidgefahr in eine Stationäre Behandlung und ignoriert somit das Recht eines Menschen, auf seinen selbst gewählten Tod. Das wäre dann zusätzlich noch Freiheitsberaubung.

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Hallöchen,

Bei der Frage geht es wohl um die Frage nach dem höchsten Gut eines Menschen. Bezogen auf Deutschland ist die Frage leicht zu klären, denn dafür muss man nur ein Blick in das GGB werfen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es da. Nun somit definiert man Unversehrtheit des Menschen als sein höchstes Recht und eben nicht das Recht auf Selbstbestimmung.  Dies hat sicherlich seinen Ursprung in der Kant'schen Ethik, bei der er behauptete, dass der Selbstmord unmoralisch sei, da man dies nicht zu Maxime machen könne/dürfe.. 

Ich würde den Freitod beziehungsweise die Frage nach dem Recht als eine kulturelle und philosophische Frage klassifizieren.. Ein Land muss nun mal eine gewisse stringente Ethik verfolgen, die auch die Grundeinstellung des Volkes repräsentiert und die ihr auch immer wieder nähergebracht wird(z.B. durch Schulbildung).

Ob diese Entscheidung gerechtfertigt ist, muss sicherlich jeder für sich entscheiden. Mir stellt sich da natürlich auch die Frage warum sich Menschen nicht selbstbestimmt töten dürfen, während Tiere ohne die Einwilligung eingeschläfert werden dürfen, aber gut neues Thema..

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100%ige Freiheit ist sowieso eine Illusion, auch mit dem uneingeschränkt ermöglichten Freitod.

Schon gar nicht darfst du die Worte "frei" und "Welt" kombinieren, wenn du eigentlich dich auf Deutschland beziehen willst, denn es gibt immer noch sehr viel stärker als wir in ihrer Freiheit eingeschränkte Völker.

Jede "softe" Selbsttötung, wie du sie forderst, darf meiner Meinung nach aber nicht das Eingreifen eines Anderen erfordern. Die Entscheidung und Durchführungslast muss immer bei demjenigen sein, den der Lebensmut verloren gegangen ist. Selbst bei einem Automaten, aus dem man Gratisgift ziehen könnte, wäre nicht ohne jemanden bereitstellbar, der diesen Automaten herstellte und aufstellte.

Würde man noch weiter philosophieren wollen, könnte man noch darüber diskutieren, ob Freiheit überhaupt das höchste aller Ziele ist, oder ob es noch wertvollere Werte gibt als die Freiheit und wie viel der Freiheit für was aufzugeben man verlangen kann.

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Kommentar von kalippo314
11.04.2016, 03:11

Jede "softe" Selbsttötung, wie du sie forderst, darf meiner Meinung nach aber nicht das Eingreifen eines Anderen erfordern.

Warum nicht??

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du kannst ja selbstmord begehen. das ist nicht verboten und wird nicht strafrechtlich verfolgt. wenn du erfolg hast, ist die sache eh erledigt, wenn du keinen erfolg hast, holt man dich fuer ein paar tage von der strasse.

was du dir wuenschst, ist aber, dass man dir auch noch helfen soll dabei. da machst du andere zu komplizen selbst dann, wenn sie dir nur die selbstmordpille verkaufen.

von den ethischen komplikationen mal abgesehen ist es fuer mich auch ein bisschen bequem zu erwarten, dass einem so eine grundlegende sache auch noch leicht gemacht werden soll. wer sterben moechte, muss sich nach meinem empfinden dabei auch ein bisschen fuerchten und sich ueberwinden. schon deshalb, damit es nicht so viele "aus versehen" tun.

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Es ist ja jedem frei überlassen sich umzubringen/Selbstmord zu begehen aber dann musst du auch mit dem Schmerz leben der dich in die Totenwelt begleitet, ich als Artzt würde es nämlich nicht fertigbringen jemanden umzubringen. Ich würde es auch nicht aus Prinzip tun, ich wurde 5  Jahre lang richtig heftig gemobbt usw. ich habe mich nicht umgebracht, weil es so viele Leute gibt die Leben wollen aber einfach umgebracht werden deswegen und auserdem gibt es immer eine 2. Möglichkeit im Leben es wieder neu anzufangen Schule wechseln oder Arbeit.

Liebe Grüße

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Darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht bzw. den Kopf zerbrochen. Deine Gedankengänge sind absolut nachvollziehbar für mich, auch wenn ich an einen Gott glaube. Warum genau sollte man aber an seinem Leben festhalten wenn man es schlicht und einfach nicht will?

Natürlich ist es schön und gut dass es Menschen gibt die suizidalen Leuten wieder zu einem besseren Leben verhelfen wollen und diese dazu bringen wollen, sich für dass Leben zu entscheiden, aber manchmal sollte man auch einfach Einsicht zeigen. 

Wenn mir beispielsweise jemand erzählt dass er über Selbstmord nachdenkt, dann höre ich erst einmal einfach zu und versuche mir ein Bild zu machen und mich in denjenigen hinein zu versetzen. Wenn ich denjenigen dann nicht verstehen kann bzw. seine Probleme für lösbar erachte, versuche ich ihm meinen Standpunkt klar zu machen.

Wenn ich allerdings wirklich nicht mehr weiter weiß, da ich auch kein Psychiater bin und wenig über die menschliche Psyche weiß, versuche ich einfach nur zuzuhören um demjenigen dass Gefühl zu geben dass er sich jemandem anvertrauen kann.

Es ist unbegreiflich dass wir die Sterbehilfe noch nicht eingeführt haben. Die Argumente pro Sterbehilfe sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin ganz klar dafür, dass man sie einführt. Religiöse Ansichten diesbezüglich finde ich sowieso daneben, auch wenn ich selbst kein Atheist bin. 

Die Argumentation religiöser Personen ist meistens einfach; "Das Leben ist ein Geschenk Gottes, und nur Gott darf darüber entscheiden" - allein schon der Satz ist widersprüchlich - meiner Ansichten nach! 

Aber egal, ich kann dir deine Frage nicht angemessen beantworten, musste aber einfach mal meinen Senf dazu geben... LG

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falscher denkansatz - es geht nicht um den zwang zum leben, sondern um das verbot der tötung, auch der tötung durch unterlassen

spätestens wenn du selbst alt bist und dir deine enkel erklären, daß du doch eh keinen spaß mehr am leben hast, dir deine rentenkasse schreibt, daß drei jahre rente eigentlich genug sind, man dich auf der straße schief anschaut, weil du immer noch lebst, dein arzt dir erklärt, daß die kranken nicht ewig auf deine organe warten können und irgendwie alle von dir wollen, daß du endlich deinen tötungswillen unterschreibst, wirst du verstehen...

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Das mag vielleicht so klingen, aber die Welt und das Leben ist zu schön und zu kurz, um es frühzeitig zu beenden. Du lebst sowieso eine für das Universum ultra kurze Zeitspanne, und es ist deshalb auch nicht möglich, eine Art "Sterbehilfe-Stand" zu organisieren, weil dann vermutlich jeder sich wegen irgendwelchen Kleinigkeiten umbringen gehen würde. Ich persönlich glaube an Gott und so, deshalb finde ich Suizid auch ziemlich behindert, da wegen Seele und so (meiner Meinung nach) du einfach kein Nachleben und alles und auch keine Wiedergeburt (falls du dran glaubst, falls nicht, sorry, dass ich dir auf den Sack gehe) haben wirst und einfach nicht mehr da bist. Es kann nichts so schlimm sein, dass man sich umbringen muss. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn sie jetzt nicht von null auf hundert alles wieder gut macht, und falls Menschen deshalb sterben wollen, finde ich das einfach nur lächerlich. 

Und auch wenn es keinen Sinn hat, ein Leben zu erhalten, du kannst es immer so schön machen wie du willst, und einfach das beste aus dem machen, was du hast. Auch wenn das ganze überhaupt keinen Sinn hat, kann man zwischendurch auch mal Spaß haben und diese kurze Zeit so weit wie möglich genießen. 

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Suizid ist meist eine Kurzschlussreaktion von psychisch kranken Menschen. Und denen kann geholfen werden. - Das hatte mir zumindest mein Psychologe erklärt. Ich wollte es damals nicht verstehen. Aber jetzt kann ich es nachvollziehen. 

Ich selbst stand nicht nur einmal kurz vorm Suizid. Glücklicherweise habe ich die Notbremse gezogen und mir professionelle Hilfe gesucht. Und dafür bin ich dankbar - mir selber und auch den Profis. Denn jetzt führe ich ein erfülltes Leben. 

Anders sähe es für mich bei einer unheilbaren Krankheit aus, bei der man nur dahinsiecht. Da würde ich Sterbehilfe schon begrüßen. 

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten Depressionen hinter sich zu bringen - über Nahrungsmittel, über Gespräche mit menschenfreundlichen Menschen, über mentale Tricks und über Ziele, die man sich im Leben stellt. Menschen, die sich umbringen oder umbringen wollen, haben oft keine dieser Methoden ausprobiert. Ich selbst litt 14 Jahre unter Depressionen - aber nur, weil ich gar nichts dagegen unternahm. Ich dachte damals so müsse das sein. Falls Du aktuell Probleme hast, kannst Du das gerne schreiben, kann Dir viele Tipps geben, wie es leichter werden könnte.

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Die Sterbehilfe ist in der Schweiz nicht verboten. Aber warum Deutschland ein paar Leute abhält sich das Leben zu nehmen ist einfach nicht verständnisvoll. Jeder sollte selbst bestimmen können wenn man sterben will. Man könnte sich aber auch nur eine Kugel in den Kopf schiessen, vor den Zug springen oder von einem Hochhaus springen. Ich meine damit das es eigentlich sehr viele Wege gibt sich umzubringen.

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Ganz einfach, weil viele mit diesen Personen Geld verdienen wollen, in dem sie, sie am Leben halten.....es verdienen mit: Ärzte, Psychologen, Krankenhäuser, Staat usw....und der Staat denkt weiter...wenn er eines Tages aus seiner Depression raus kommt, könnte er ja wieder arbeiten und Steuern von seinem Lohn ab geben...........deswegen wollen unsere Superhelden....nicht das sie sterben.... :-)

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Das ist eine sehr gute Frage , aber leider nicht so einfach zu beantworten 

Ich denke zum einen spielen moralvorstellungen der Menschen ne Rolle , könntest du wenn deine Mütter dich fragt ob du ihr die lebenserhaltenden Geräte abstellen kannst es tun ?

Oder wenn dich ein Kamerad im Krieg packt und sagt  das er genug hat und erschossen werden will , könntest du es ? 

Dann ist natürlich die Frage will die Person es wirklich , oder treibt nur ihre aktuelle Psyche oder Erkrankung sie dazu und sie würde es 5 min später bereuen 

Auch kann man nicht genau sagen ob egal ob bei Krankheit oder nicht es der freie und durch nichts zu ändernde Wille der Person ist oder sie durch eine Krankheit , oder andere Personen etc beeinflusst wird 

Da ist natürlich auch das Problem bei der Sterbehilfe 

ZB eine Person die sich nicht mehr mitteilen kann , aber noch bei vollem Bewusstsein ist kann nichts daran ändern falls für ihn aus zB Erbschaftlichen gründen Sterbehilfe beantragt wird 

Oder befassen wir uns mit Leuten die über Jahre hinweg durch einen Unfall oder Krankheiten etc Schmerzen erleiden  werden 

Wer kann mit Sicherheit sagen das die Person in der Zeit ohne Schmerz den Tod nicht bereuen würden ? 

Das ist das Problem es gibt keine Garantie für die oben genannten Punkte 

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Weil Menschen Egoisten sind... es wird vorgezogen, sich nicht mit dem Tod - insbesondere nahestehender - Menschen auseinandersetzen zu müssen.

Mal abgesehen davon, ist es vollkommen gegen jedes wirtschaftliche Interesse, Menschen einfach sterben zu lassen. Schließlich verdienen an Kranken jeder Coleur mehrere Wirtschaftszweige extrem gut. Ein einzelner  Mensch kann Firmen im Laufe seines Lebens Hunderttausende bringen: Indem man ihn mit Medikamenten vollstoopft, unnötig operiert und weiß-der-Geier-was-noch.

Menschlichkeit is passé, preiset den Mammon...

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Kommentar von Parabrot
04.04.2016, 14:47

Mit dem wirtschaftlichen Interesse hast du Recht, allerdings eher in Richtung Volswirtschaft.

jeder der noch Jahre- Jahrzehnte lebt, arbeitet und gibt Geld aus. Er bringt die Gesellschaft voran und ist damit nützlich.

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Jeder hat das Recht, sich umzubringen. Wie er das machen möchte, ist jedem selbst überlassen.

Dafür andere Menschen als Helfer in die Pflicht zu nehmen, halte ich für falsch.

Solange man selbst handeln kann und nicht durch Krankheit oder Ähnliches dabei Hilfe braucht, muss man ohne die Hilfe anderer klar kommen. Denn man verlangt sehr viel von seinen Mitmenschen, wenn sie beim Sterben aktiv helfen sollen.

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