Warum ziehen Atheisten den Glauben in die Lächerlichkeit?

30 Antworten

Da musst du schon ein paar Beispiele nennen. Denn es ist ja so: Viele Gläubige fühlen sich schon dann beledigt, wenn man sie einfach nur auf gewisse Tatsachen hinweist, die ihrer Glaubenslehre widersprechen.

Wenn man ihnen zB erklärt, dass es Adam und Eva nicht gegeben hat, oder Noah mit seiner Arche. Oder wenn man Muslimen (wie hier regelmäßig der Fall) erklären muss, dass im Koran eben keine wissenschaftlichen Erkenntnisse stehen, die der Menscheit damals nicht bekannt waren, stehen. "Beleidige nicht meine Religion" höre ich da immer wieder.

Oder wenn man schlicht darauf hinweist, dass keinerlei plausible Argumente für den Glauben an Götter sprechen. Oder dass Evolution eine Tatsache ist, und der Mensch nachweislich nur ein Trockennasenaffe, welcher evolutionär nicht höher entwickelt ist als jedes andere Lebewesen. All das wird gerne mal als Beleidigung betrachtet.

Beleidigungen im Sinne von "Dein Gott ist %#$!", oder "Wie blöd bist du denn, wenn du an sowas glaubst?!" lese ich hier nur in sehr seltenen Fällen.

Zusammengefasst: Kritik an Religion wird meist als Beleidigend empfunden. Kritik an Religionen ist jedoch notwendig und berechtigt.

Und mit dem lustig machen ist es so: Manchmal ist es schwer, nicht ein wenig darüber zu schmunzeln, wenn einem im Jahr 2019 etwas von Dämonen oder anderen Phantasiegestalten erzählt wird. Obwohl es natürlich in erster Linie traurig ist.

Ein guter Selbstversuch für Gläubige ist in dieser Hinsicht, einfach mal die Behauptungen bezüglich des eigenen Gottes im Kopf aufzusagen, und anstelle des Namens des Gottes den Namen "Schumbulumbili" ersetzen. Vielleicht versteht man es dann besser.

Und wenn man bedenkt, dass Atheisten wegen ihren berechtigten Zweifeln Jahrhunderte lang gefoltert und getötet wurden (und es vielerorts immer noch werden), dann wird man wohl mit etwas Humor als Rückschlag leben können. Mehr tun Atheisten nämlich nicht.

finde ich klasse das du deine Worte so ehrlich schreibst. Danke dafür

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@Blackpanther58

Danke, es freut mich, dass du dich dadurch nicht provoziert fühlst. Das wäre nicht meine Absicht gewesen. Du musst auch verstehen, woher hier mancher Unmut von Atheisten kommt. Das liegt nicht daran, dass man Gläubige nicht mag. Das liegt daran, dass man ganz andere Dinge nicht mag. Ausgrenzung, Intoleranz, Verurteilung, Hochmut, Arroganz oder auch Verlogenheit. Keinesfalls ist jeder gläubige Mensch so, aber hier sind es nicht wenige.

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@Meatwad

Hey Meatwad mich würde mal interessieren ob du auch in deinem Freundeskreis Gläubige Menschen hast und ob du dich mit den gut verstehst. Lg und Danke für die ausführliche erklärung. ^^

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@Blackpanther58

Ach und noch eine Anmerkung zum respektvollen Umgang. Wenn jemand beispielsweise erzählt, dass alle Homosexuellen in der Hölle landen, und er sich mit "solchen Leuten" (heute wieder gelesen) nicht abgibt, oder wenn jemand hier einem Jugendlichen erzählt, er dürfe sich nicht selbst befriedigen, dann respektiere ich das nicht, da ich nicht wüsste, was daran respektabel sein sollte. Respekt wem Respekt gebührt.

Wer nur sagt "Ich glaube an Gott und das macht mich glücklich", dann respektiere ich das ohne weiteres.

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@Meatwad

RESPEKT wird immer groß geschrieben bei mir und das sehe ich genauso für mich bedeutet Gott Liebe für die Menschen egal ob jemand bunte Haare hat oder Homo ist oder sonstiges wir sind bei Gott alle gleich. Religion sollte keine ängste bei einem menschen lösen sondern Hoffnung tragen und man soll an das Gute darin Glauben. Dass sind so meine Sicht der Dinge lg

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@Blackpanther58

So, zum Freundeskreis. Ja, in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es ein paar Gläubige Menschen. Drei fallen mir da ein. Also nicht wirklich viele. Vielleicht gibt es noch ein paar weitere, aber deren Religiosität ist mir dann nicht bekannt. Die religiösen Freunde mag ich sehr. Allesamt sehr liebe Menschen. Sie sind allerdings nur insofern religiös, dass sie an einen Gott glauben. Das ist nie wirklich in Thema.

In meiner Region ist Gläubigkeit unter jungen Menschen (zu denen ich mich mit Ende 30 gerade noch zähle) grundsätzlich nicht weit verbreitet. Wenn man jemanden unter 40 kennenlernt, so kann man eher davon ausgehen, dass er Atheist ist. Aber ich denke, in diese Richtung geht es so langsam aber sicher überall in Deutschland.

Übrigens stamme ich aus einer katholischen Familie, und war ich bis vor zwanzig Jahren gläubig. Aber mittlerweile hat sich das in meiner gesamten Familie gelegt.

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Ich bin Atheist und habe kein Problem damit, dass nicht alle meine Meinung teilen - das wäre ja auch langweilig.

Ich habe christliche Freunde, mit denen ich mich gern über „Gott und die Welt“ unterhalte. Wir können voneinander lernen, wenn wir uns respektvoll und tolerant begehen. Auch mein muslimischer Sportsfreund bildet da keine Ausnahme.

Allerdings kann ich mit ein wenig Sarkasmus nicht verkneifen, wenn mir jemand ernsthaft klarzumachen versucht, Dass Adam und Eva vor 6000 Jahren die ersten Menschen waren, von denen wir alle abstammen und wenn die anderen Mythen und Legenden der Bibel (Sintflut, Exodus, Jona...) als absolute Wahrheit ansieht.

Wer die Bibel wortwörtlich nimmt, gibt sich selbst der Lächerlichkeit preis und muss sich dann auch ein wenig Sarkasmus gefallen lassen.

Allerdings gibt es leider viele Gläubige, die die geringste Kritik oder Hinweise auf Widersprüche nicht als Denkanstoß, sondern als persönlichen Angriff auffassen.

Richtig albern wird es, wenn sie dann mangels Argumenten mit dem jüngsten Gericht oder der Hölle drohen.

Würdest du dich nicht über mich lustig machen, wenn ich dir mit der Rute des Weihnachtsmannes drohte, oder könntest du das ernst nehmen?

Wir Atheisten müssen den Glauben nicht in die Lächerlichkeit ziehen, das machen die Gläubigen in den meisten Fällen selbst.

Natürlich gibt es auch unter Atheisten Hardliner, denn wir sind keine homogene Masse. Doch ich glaube, die religiösen Fundamentalisten sind weit in der Überzahl.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich bin ein gläubiger Mensch und so einem Beitrag kann ich nur zustimmen, weil deine Feststellung völlig richtig ist.

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@Andy1299

Danke!

Das ist das schöne an toleranten Menschen. Egal, welche Meinung sie vertreten oder woran sie glauben, sie können gut miteinander auskommen.

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Warum ziehen Atheisten den Glauben in die Lächerlichkeit?

Das müssen Atheisten gar nicht tun. Das machen die Gläubigen ja schon selbst. Ich kann es dann höchstens noch hervorheben.

warum verletzen Atheisten die Gefühle von Menschen die an einem Gott glauben?

Ich bezweifle, dass der primäre Punkt dabei das Verletzen von Gefühlen ist. Einige Gläubige fühlen sich ja schon verletzt, wenn man ihren Glauben kritisiert. Fakt ist, religiöse Propaganda und der Versuch der religiösen Missionierung sind auf dieser Plattform absolut keine Seltenheit und wenn die logische Konsequenz beim Vorgehen dagegen ist, dass die Gefühle der jeweiligen Propagandisten bzw. Missionare verletzt werden, dann nehme ich das gerne in Kauf - immerhin sind sie es, die mit ihrer religiösen Propaganda bzw. ihren Missionierungsversuchen angefangen haben.

Oft wird sich darüber lustig gemacht

Einiges ist ja auch schlichtweg lächerlich.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Recherche und ausgiebige Diskussionen

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