Warum zerfiel das römische Reich im 5. Jahrhundert?

1 Antwort

Ende des vierten Jahrhunderts wurde das Reich geteilt - aus praktischen Gründen: ein Kaiser (= Oberster Felderherr) im Westen und ein Kaiser im Osten. Mit dieser Lösung wollten die Römer den Schwierigkeiten an den Grenzen begegnen. Und sie hatten zum Teil Erfolg: Aufgrund seines Reichtums konnte sich das Oströmische Reich den Frieden von den Barbaren erkaufen. Oder die barbarische Stämme Richtung Westen ablenken.

Das Weströmische Reich verfügte nicht nur über weniger reiche Provinzen, es war auch strategisch in der ungünstigen Lage. Die reichen Provinzen Ostroms lagen in Asien und waren so vor Plünderung geschützt. Die Pfeiler Westroms waren Italien und Galien. Anfang 400 haben Barbaren diese Provinzen überschwämmt. Rom verlor seine Machtbasis. Dazu kam der Machtverfall im Innern. Mitte des 5. Jahrhunderts starb die letzte Kaiserdynastie aus, was zufolge hatte, dass es keinen rechtmäßigen Herrscher gab. Gleichzeitig wuchs die Bedeutung der Heermeister, der obersten Genärele, in Rom. Sie übernahmen faktisch die Macht angesichts der schwachen Kaiser. So verlor die Zentrale immer mehr an Bedeutung. Und da niemand die Germanen aufhalten konnte, gründete diese auf den Boden des Reiches ihre eigenen Reiche.

Näheres zu dieser Epoche erfährst auch auf meinem Blog: http://www.zeitreisen-blog.de/2009/01/05/barbareninvasion-und-das-ende-des-westromischen-reiches-375-476/

Deine Antworten sind sehr interessant und hilfreich - nur,- ich verbringe jetzt noch mehr Zeit am Computer - um zu lesen. Danke - und DH dafür!!

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Danke für Deine gute Antwort waterloo186, das erspart mir eine eigene Antwort. DH!

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