Warum Zählervorsicherung durchgebrannt und nicht FI raus?

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eine Sicherung und ein FI erfüllen 2 vollkommen unterschiedliche aufgaben. während die Sicherung bei Überstrom den Stromkreis unterbricht, sorgt der FI dafür dass sofern Strom auf dem Weg von der Phase zurück zum neutralleiter verloren geht, der Stromkreis unterbrochen wird.

wenn es eine vorsicherung zerlegt, statt der einzelnen Stromkreisssicherungen, dann liegt das daran, dass die Summe der Ströme in den nachgeschalteten Sicherungen größer ist, als der Nennstrom der Vorsicherung...

ein einfaches Beispiel: ein 21 KW duchlauferhitzer zieht pro Phase etwas über 30 Ampere. wenn man dann eine Zählervorsicherung mit nur 35 Ampere hat, brauchts nur noch knapp über 5 Ampere um über den Nennstrom der Vorsicherung hinaus zu kommen...

gerade schmelzsicherungen haben übrigens eine art gedächnis, und jedes mal wenn sie gequält werden, werden sie müder und reagiren entsprechend früher. deswegen ist es oft garnicht so selten, dass hin und wieder mal eine 32 Ampere Sicherung vor einem 21 KW duchlauferhitzer fliegt... auch wenn de nur 30 KW zieht...

lg, Anna

ok dankeschön jetzt kann ich mir schonmal mehr vorstellen :-D aber was mich noch interessieren würde: also der Durchlauferhitzer läuft ja über 3 Phasen, und diese eine Sicherung mit 35A ist durchgeschmolzen. Da ist jetzt eine mit 63A drin. Was ist mit den anderen beiden Phasen die noch mit 35A am Zähler abgesichert sind? Also kann es sein das die auch was abbekommen haben und dann demnächst durchbrennen oder läuft der DLE nur über eine von den 3 Phasen? Oder wechseln die sich ab? .....muss ich Angst haben das wenn ich jetzt zulange dusche eine der anderen beiden den Geist aufgibt oder geht das immer über diese eine die getauscht wurde? Sorry für die vielen Fragen!

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@Jinah

der durchlauferhitzer läuft in der regel über alle 3 phasen gleichmässig. wenn es ein hydroulischer ist, gegebenenfalls über 2 phasen, die 3. kommt dazu wenn volll aufgedreht wird...

also was du berürchtest kann durchaus schon eintreten...

lg, Anna

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Da geht es um ganz unterschiedliche Funktionen. Die "Zählervorsicherung" ist eine Sicherung gegen Leitungsüberlastung, der FI-Schutzschalter dagegen ist eine Sicherung gegen Fehlerströme. Wenn Du beide Sicherungen gleichzeitig ansprechen willst, kannst Du z.B. die Phase mit dem Erdleiter kurzschließen. Das führt zu Leitungsüberlastung und Fehlerstrom zugleich.

und die 3 Sicherungen im Sicherungskasten für das Gerät selber (in dem Fall Durchlauferhitzer) lösen dann auch nur bei Fehlstrom aus, oder?

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@Jinah

Nein, das ist umgekehrt. Die 3 Leitungsschutz-Sicherungen lösen nur bei Überlastung der Leitung aus, was bei einem Durchlauferhitzer ziemlich unwahrscheinlich ist. Der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) dagegen löst bei Fehlerstrom aus, also z.B. bei Berührungsspannung mit Erdschluss. Der erste schützt die Leitung, der zweite den Menschen.

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da sicherung und fi verschiedene aufgaben haben,wurde doch in den anderen antworten schon gut erklärt

Wenn du alle Platten deines Elektroherdes inkl. Backofen auf volle Leistung stellst, kann die Sicherung im Zählerkasten auslösen. ( Weil alles über eine Phase läuft oder der Wäschetrockner auch in Betrieb ist ) Die Sicherung ist dann überlastet und brennt durch.

Das Gerät ( Elektroherd ) ist ok., nur darf nicht alles gleichzeitig in Betrieb sein.

Der FI-Schalter löst nicht aus, es fliesst kein Fehlerstrom.


Wenn eine Platte des Herdes defekt ist, löst zuerst die Gerätesicherung aus.


Wenn du den Rasierapparat oder den Haartrockner in die Badewanne fallen lässt, fliesst ein Fehlerstrom. Dann sollte der FI-Schalter auslösen.

Google nach FI-Schalter..

Wenn du den Rasierapparat oder den Haartrockner in die Badewanne fallen lässt, fliesst ein Fehlerstrom. Dann sollte der FI-Schalter auslösen.

aber nicht ausprobieren, einfach so hinnehmen, das stimmt nämlich.

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