Warum wurden die Kommunisten, die im Zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion flohen, umgebracht?

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4 Antworten

Unter Stalin wurde eigentlich fortwährend "gesäubert"...

Eine größere Welle gab es insbesondere 37/38. In dem Zusammenhang wurden auch viele deutsche Kommunisten ermordet oder zum Vergammeln in Arbeitslager verurteilt.

Nach dem Hitler-Stalin-Pakt wurden von denen wiederum tausende an der deutsch-sowjetischen Demarkationslinie in Polen der SS ausgeliefert...

Hier ein grober Überblick:

https://de.wikipedia.org/wiki/Stalinsche_S%C3%A4uberungen

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Kommentar von atzef
20.04.2017, 19:28

Ach so, die Ursache, der Grund...

Machterhalt um jeden Preis und gegen jedes auch nur andeutungshalber oppositionelle Pflänzchen in den eigenen Reihen angesichts der vollständigen Ausschaltung zivilisierender Mechanismen wie Gewaltenteilung, unabhängiger Justiz, Bindung staatlicher Gewalt an Recht und Gesetz...

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Während des Zweiten Weltkrieges gelang Kommunisten kaum noch die Flucht in die Sowjetunion. Die meisten saßen bereits in den faschistischen Konzentrationslagern oder sie waren noch vor dem Zweiten Weltkrieg geflohen, also zwischen 1933 und 1939.

Die stalinschen Repressionen dienten der Ausschaltung tatsächlicher und vermeintlicher Opposition zur Sowjetmacht, zu Stalin und damit dem Machterhalt Stalins und seines Apparates. Verfolgungsdruck ließ sich mit dem Verweis auf "Volksfeinde", die die Sowjetmacht bekämpften und Spione im Dienste ausländischer Mächte rechtfertigen.

Jeder gefasste "Feind" war ein Beleg für die Bedrohung und eine Rechtfertigung. Dadurch wurde eine Spirale in Gang gesetzt, denn je mehr Feinde gefasst wurden, umso mehr musste nach ihnen gesucht werden und je mehr nach ihnen gesucht wurde, umso mehr mussten "gefasst" werden. Das fand seinen Ausdruck darin, dass regelrecht Sollzahlen festgelegt wurden, wie viele Feinde in den einzelnen territorialen Verwaltungseinheiten zu fassen wären. Das war eine geschürte und gleichzeitig sich selbst anheizende Hysterie mit verhängnisvoller Dynamik und verhängnisvollen Auswirkungen.

Die ausländischen Kommunisten in der Sowjetunion waren in dieser Situation in einer mehr als misslichen Lage. Gemäß der stalinschen Logik mussten sich unter ihnen auch Feinde und Spione befinden. Wenn sich unter ihnen keine fanden, dann konnte das nur daran liegen, dass man mit ihnen unter einer Decke steckte, also war es auch eine Strategie des Überlebens, selbst zu denunzieren oder wenigstens den Kopf einzuziehen, wenn es den Nebenmann oder die Nebenfrau traf.

Auf diese Art und Weise schffte sich Stalin nicht nur tatsächliche und potenzielle Kritiker in der KPdSU sondern auch in den anderen kommunistischen Parteien von Halse und festigte seine Position.

Ein schwarzes Kapitel in der Geschichte der kommunistischen Bewegungen.

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Kommentar von soissesPDF
21.04.2017, 01:08

Wie war das noch mit den Herleitungen?

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Yep, und später auch noch, unter Stalin.

Diejenigen die übrig blieben, wie die Ulbricht-Gruppe, später DDR, waren Stalinisten.

Der historische Zusammenhang ist weniger übersichtlich.
Marx und Engels sind klar, Marx der mit der Diktatur des Proletariats (Kommunistisches Mansifest, eine Auftragsarbeit für den Bund der Kommunisten, dem Vorläufer der KPD) und Engels, der mit dem Demokratischen Sozialismus, dem Bebel (SPD) nachhing.
Zwischen drin Lenin, der mit der Revolutionstheorie und der Bolschewiki (russisch für Mehrheit), die nur keine Mehrheit waren und auch keine hatten.
Abgang Lenin, Auftritt Stalin (der Stählerne), der Mangels Mehrheit eben seine Diktatur aus der Taufe hob, auf seiner Interepretation des "wahren Weges".

Wußte schon Marx, der mit dem Kommunistischen Manifest", der sagte seiner Frau Jenny: "wenn das wahr wird, müssen wir hier verschwinden".

In der Kurzform, Stalin wollte nicht plötzlich auf sein Gesicht gefallen, wie ehedem Lenin. Weshalb er nicht nur die Macht erheischte, sondern die gar behalten wollte.

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Kommentar von PeVau
21.04.2017, 00:22

Wirres Geschwurbel mit abenteuerlicher Herleitung.

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Na-na-na, alle wohl kaum, denk nur mal an Walter Ulbricht, der wurde ja später Staatschef der DDR. Bei Piek war es ähnlich usw.

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