Wurde Xavier Naidoo vom Eurovisionkontest disqualifiziert, weil er seine Meinung gesagt hat?

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9 Antworten

Der politisch korrekte Gesinngungsterror ist unerträglich geworden! Erst mal stimmt es dass D. nicht souverän ist, es gibt diverse Zusatzartikel im 2+4-Vertrag die die offiziell zugesicherte Souveränität wieder aushebelt. Wolfgang Schäuble sagte auf einer Bankerkonferenz einmal dass D. seit 1945 nie Souverrän gewesen wäre und selbst der Linken-Politiker Gregor Gysi sagte dass das Bestatzungstatut noch gilt:

rotzdem haben die selbsternannten "Reichsbürger" viele sehr zweifelhafte Argumente weshalb ma sie durchaus als Spinner bezeichnen kann. Naidoo hat sich von dieser Meinung auch distanziert, aber er ist für Meinungsfreiheit und sieht diese Leute als Brüder. Warum man gegen jemanden hetzt der mal mit "Schmuddelkindern" gespielt hat verstehe ich nicht, es kann doch nicht verboten sein mit Leuten die eine andere Meinung haben zu reden oder auch für Sie zu singen! Menschenfeindlich ist es jemanden wegen seiner Gesinnung auszugrenzen und noch schlimmer Menschen auszugrenzen die nur mal mit jemanden Reden der ne andere Gesinnung hat! Als wären diese Leute aussätzig. Man kann hier ja kaum noch athmen.Zu Naidoo: Er mag ein fundamentalitischer Chris sein und einige seiber Texte durchaus kritikwürdig sein. Nur aus dem Zusammenhang gerissen kann man Texte von ihm als Gewaltverherrlichung deuten was viele seiner Gegner machen.Bushido hingegen, der offen Gewalt und Mord in seinen "Songs" verherrlich, offen dort zum Mord aufruft, offen gegen Homosexuelle ist, in einen "song" die anale Vergewaltigung einer 12-Jährigen verherrlicht, bekommt nicht nur einen Bambi sondern auch noch einen Intergrationspreis.Xavier Naido ist aber böse und Bushido gut. Ich verstehe ehrlich gesagt die Welt nicht mehr!

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Kommentar von PatrickLassan
27.01.2017, 06:24

Erst mal stimmt es dass D. nicht souverän ist, es gibt diverse
Zusatzartikel im 2+4-Vertrag die die offiziell zugesicherte Souveränität wieder aushebelt

Es gibt keine derartigen 'Zusatzartikel', maßgebend ist Artikel 7 Absatz 2.

Wolfgang Schäuble sagte auf einer Bankerkonferenz einmal dass D. seit 1945 nie Souverrän gewesen wäre

Er sagte, dass Deutschland nie 'vollständig' souverän gewesen sei. Das bezog sioch zum einen auf das Besatzungsstatut, das 1955 aufgehoben wurde, zum anderen auf die Abgabe auf die Abgabe von Hoheitsrechten an die EU,

selbst der Linken-Politiker Gregor Gysi sagte dass das Bestatzungstatut noch gilt:

Und er lag damit daneben, was er mittlerweile längst zugegeben hat,

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Xavier ist ja nicht nur Musiker. Er äußert sich zu gesellschaftlichen Themen und Entwicklungen. Er vertritt seine Meinung.

Öffentliche Meinungsäußerungen sind nun mal so eine Sache. Viele Menschen haben vielleicht eine andere Meinung. Man wird vielleicht auch Missverstanden. Oder eine Meinungsäußerung wird aus dem Zusammenhang gerissen.

Ihm Rechtsextremismus vorzuwerfen oder ihn als homophob zu bezeichnen, ist meiner Meinung nach ungerecht, und sehr plakativ und vereinfacht dargestellt.

Fakt ist, der NDR hatte die Idee ihn zu fragen ob er das machen möchte, und in einer Sendung, dass Lied auszuwählen, mit dem er antreten soll.

Das Xavier dazu ja gesagt hat, ist erstmal aller Ehren wert. Denn warum sollte sich ein etablierter und erfolgreicher Künstler einem Wettbewerb stellen, bei dem die Chance so groß ist sich zu blamieren. Ich zieh da den Hut vor.

Aber nach Bekanntgabe, bekam der NDR einen Shitstorm. Weil Xavier nun mal ein sehr polarisierender Mensch ist. Der NDR ist eingeknickt. Armselig wenn man mich fragt.

Xavier ist einer der Besten Sänger und Musiker die wir in Deutschland haben, und jetzt hätte man mal die Chance gehabt, mit einem wirklich "großen" Künstler anzutreten.

Die Chance wurde vertan, weil Menschen es nun mal nicht schätzen wenn man eine eigene Meinung hat, und sehr böse Mails schreiben können.

So schnell wird sich wohl kein etablierter Künstler auf das Abenteuer dieses Wettbewerbs einlassen. Wenn das im Vorfeld schon solche Wellen schlägt....

LG :-)

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Kommentar von RicVirchow
21.11.2015, 22:49

Beste Antwort bis jetzt!! Danke!

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Kommentar von procoder42
22.11.2015, 08:25

1.) Wenn er international Deutschland vertritt, dann soll er halt ein gutes Licht auf uns werfen. Und bei solch dubiosen Presseauftritten (ob er nun rechts ist oder nicht) ist das halt nicht der Fall.

2.) Was viele ärgert ist, dass die Entscheidung über die Köpfe der Leute hinweg getroffen wurde.

3.) Nein, die Chance wäre nicht größer. Niemand im Ausland will deutsche Songtexte hören. Und in Schweden kennt den doch kein Mensch.

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dass Deutschland immer noch ein Besatzungsgebiet ist und nicht souverän und das stimmt auch alles.

Nein, das ist vollkommen falsch!

Dann lies die Nachrichten mal mit "offenen" Augen.

Der Sänger sei "weder Rassist noch homophob", wird der ARD-Unterhaltungskoordinator zitiert. Aber: "Die laufenden Diskussionen könnten dem Eurovision Song Contest ernsthaft schaden."

http://www.sueddeutsche.de/kultur/eurovision-song-contest-ndr-sagt-xavier-naidoos-esc-teilnahme-ab-1.2748069

Davon abgesehen, wer solche Gruppen, wie die "Reichsbürgerbewegung" unterstützt, sollte bei solchen Veranstaltungen nicht mitmachen.

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Naidoo hat im Morgenmagazin und auch mehrfach danach deutlich zu verstehen gegeben, dass seiner Meinung nach die BRD weder souverän ist noch überhaupt existiert. Reichsbürgergeschwurbel, dem jegliche Grundlage fehlt, denn

dass Deutschland immer noch ein Besatzungsgebiet ist und nicht souverän und das stimmt auch alles.

stimmt eben nicht. Dass ist das, was die Reichsdeppen gerne behaupten. Die Reichsbürgerbewegung ist eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen.

Ist es nicht ziemlich inkonsequent, wenn jemand, der die Existenz der BRD bestreitet, für eben dieses Land zum ESC gehen will? Aber wenn es um Geld und Publicity geht, "vergisst" man seine Reichsdeppenüberzeugung schonmal...

Interessant, dass der NDR zwar immer wieder betont, Naidoo sei noch dortiger Auffassung weder Rassist noch homophob, das Thema "Reichsbürger" aber komplett ausspart - wobei dies doch der größte Kritikpunkt ist. Da fällt dem NDR keine Ausrede ein, denn mit der Aussage "Naidoo ist nach unserer Auffassung kein Reichsbürger" würden sie sich noch lächerlicher machen als mit dem bisherigen Rumgeeier eh schon geschehen.

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Außerdem wurde ihm vorgeworfen rechts zu sein

Man kann sagen stimmt.

Ich habe mir die Quellen angeguckt und die Demo auf der er war, war keine rechte Demo!

Wenn die Demo irgendwas mit Reichsbürgern zu tun hat, wovon sämtliche Medien auch berichtet haben, dann war es schon in die rechte Richtung.

Nur mal so zur Info die Reichsbürger werden vom Verfassungsschutz in die rechte Richtung eingeordnet und somit kann man das als rechte Gruppe ansehen.

dass Deutschland immer noch ein Besatzungsgebiet ist und nicht souverän und das stimmt auch alles.

In welchr Welt soll das bitte stimmen?

Der 2+4-Vertrag und der Deutschlandvertrag machen da eine klare Aussage.

Warum haben die Medien es nötig ihm dafür Rechtsextremismus anzuhängen?

Weil es in einer gewissen Hinsicht war ist, wer auf einer Demo von Reichsbürgern singt und für die Auftritt geht in die rechte Richtung.

Und wie gesagt die Reichsbürger werden vom Verfassungsschutz in die rechte Richtung eingeordnet.

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die Demo auf der er war, war keine rechte Demo!

Es war eine Demonstration der sogenannten Reichsbürgerbewegung. 

 Er hat auch nichts gegen Homosexuelle gesagt, 

In einigen seiner nicht so bekannten Lieder schon.

 dass Deutschland immer noch ein Besatzungsgebiet ist und nicht souverän und das stimmt auch alles.

Daran stimmt gar nichts, das sind Behauptungen der sogenannten 'Reichsbürger'. 

Wenn man sich also Naidoos Ansichten ansieht, dann stellt sich unwillkürlich die Fragen, für welchen Staat er denn beim ESC hätte antreten wollen, da er ja Deutschland nicht für einen souveränen Staat hält.

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jeder kann und darf seine Meinung äußern. Er wurde nicht abgelehnt weil er seine Meinung geäussert hat sondern weil er gegen etwas ist, was genau diesen Musikevent ausmacht. Es hat eine rießige Fangemeinde unter den Homosexuellen und es ist ein Event der international ist. Xavier N. hat sich öfter als homophob dargestellt und rechte Parolen geschwungen. Wenn ich mich als Veganer oute und dann in eine Kochshow gehe in der es um Fleisch und grillen geht, dann nimmt mich auch keiner Ernst. Und das zu recht...... XN ist ein toller Künstler, der seine Fans und seine Nieschen hat. Der ESC gehört da aber nicht dazu

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Kommentar von RicVirchow
22.11.2015, 09:48

Hast du Quellen dafür, dass er homophobische und rechtsextremistische Parolen "geschwungen" hat?

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Es ist nicht das erste Mal das gegen Auftritte von der Person qualifiziert Stellung bezogen wird:

 „Die wirren, menschenfeindlichen und anti-emanzipatorischen Inhalte Naidoos sind widerlich“, sagt Tim Ruland. Der Auftritt dieses Sängers sei mit dem von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) angekündigten Einsatz für homosexuelle Identitäten und dem Selbstverständnis Bremens als weltoffene Stadt unvereinbar...

 mehr im Weser Kurier vom 30.08.2015 + ein Leserbrief vom 31.8...

Ich finde es erschreckend, wie einige hier jemanden in Schutz nehmen, der z.B. auf dem "Reichtagssturm" letzten Jahres sein Liedchen für NPDler und Reichsbürger trällerte. Oder ganz aktuell Medien und eine Stifung, die sich gegen rechtes Gedankengut einsetzt geradezu erpresst. 

Wir leben leider inzwischen in einer Zeit des rechten Terrors. Um so wichtiger ist es, sich dieser Gesinnung entgegenzustellen. Aber das scheinen so einige hier nicht verstanden zu haben.

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Kommentar von RicVirchow
22.11.2015, 18:08

Quellen dafür, dass er an rechten Demos teilgenommen hat? Also ich habe eine Quelle, dass er es nicht getan hat!

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Bist du davon jetzt überrascht? Sowas ist doch schon längst Alltag geworden! Alles was von der öffentlichen Meinung abweicht ist sofort fremdenfeindlich, rassistisch, rechtsextrem, homophob usw.. Das ist doch nichts neues. Wir leben eben nur in einer scheinbaren Meinungsfreiheit wo man seine Meinung nur frei äußern kann so lange sie der vorgegebenen, öffentlichen Meinung entspricht.

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Kommentar von PatrickLassan
22.11.2015, 17:00

Das Recht auf Meinungsfreiheit ist ein Schutzrecht des Bürgers gegenüber dem Staat. Es beinhaltet nicht das Recht, unwidersprochen alle mögliche zu behaupten.

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