warum wurde napoleon bestattet?

5 Antworten

Warum er bestattet wurde? Ist das wirklich die Frage? Jeder Mensch wird am Ende des Lebens irgendewie bestattet, damit der Leichnam nicht einfach so rumliegt... aber das wird kaum die Frage gewesen sein. Vielleicht: warum wurde er so prunkvoll bestattet?

weil er nun mal 1. gestorben ist und 2. weil er einer der bedeutensten persönlichkeiten der geschichte ist und die franzosen ihn als ihren volkhelden betrachteten

Antworten findest du in "Der Geschichte der Friedhöfe"

Vor Napoleon wurde auf verschiedene Arten mit dem Tod umgegangen. Arme Leute wurden verbrannt, Reiche bekamen Gräber. Kirchenoberhäupter bestattete man in der Nähe oder in Kirchen, um ihre Nähe zu Gott auszudrücken - bald war der Verwesungsgestank unerträglich. Später (14. Jrh) wurden Reihengräber in und außerhalb (aber in unmittelbarer Nähe) der Städte und Dörfer ausgehoben. Lagen die Toten nicht tief genug, wurden sie von streunenden und hungrigen Hunden ausgegraben. Die Angst vor der Pest verlangte neue Regelungen.

"Erste Reformbestrebungen in der Bestattungs- und Friedhofsordnung hatte es bereits Ende des 18. Jahrhunderts im erzkatholischen, aber modern denkenden Österreich gegeben. Auch im benachbarten Bayern zeigte man sich offen für Neuerungen. 1789 entstand der erste kommunale Zentralbegräbnisplatz in München. Das Bestattungsmonopol, das bislang die beiden Hauptkirchen innehatten, begann zu wanken. Die Kirche reagierte auf die Änderungen mit Protest, weil ihr die lukrativen Gruftgelder entgingen. Doch der Fortschritt ließ sich nicht mehr aufhalten. Besonders die französische Besatzungszeit brachte viele Neuerungen mit sich. Durch Napoleons Reformdekret von 1804 wurde die Bestattungsordnung in den von ihm verwalteten Gebieten verweltlicht und neu gestaltet. Es entstanden riesige Friedhöfe außerhalb der Städte. Eines der schönsten erhaltenen Beispiele dafür ist der Kölner Melatenfriedhof. Die neue Reihengrabbestattung sollte dem Gleichheitsgedanken Rechnung tragen und durch eine üppige Bepflanzung wollte man gefährliche Ausdünstungen reduzieren, die angeblich durch die Verwesung entstanden.

Aus den tristen und unsystematisch wirkenden Friedhöfen waren Parkanlagen geworden, die nicht nur der Trauer und Erinnerung dienten, sondern auch zum Flanieren einluden. In der nachnapoleonischen Zeit wich der Gleichheitsgedanke der einheitlichen Reihengräber allerdings wieder einem Standesdenken über den Tod hinaus. Reiche und angesehene Familien wurden in majestätischen Gruften an den Hauptwegen bestattet. Die weniger Begüterten wurden an den Nebenwegen begraben. Diese Form der Friedhofshierarchie lässt sich sehr gut auf einer der berühmtesten Nekropolen der Neuzeit erkennen, dem 1874 eingeweihten Wiener Zentralfriedhof."

http://www.planet-wissen.de/alltaggesundheit/todundtrauer/bestattungskultur/geschichteder_friedhoefe.jsp

Ich vermute also, es war einerseits in dieser Zeit durch Napoleons Reformen üblich es so zu tun und andererseits wollte man seine Reformbemühungen ehren GANZ genau weiß ich es allerdings nicht.

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